Der Ami geht nicht heim

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Jahrzehntelang demonstrierten Deutsche aus den verschiedenen politischen Lagern gegen die Stationierung von US-Soldaten in der BRD. Als dann US-Präsident Donald Trump beschloss Truppen aus Deutschland abzuziehen, reagierten die etablierten Politiker traurig; so als sei es etwas Schlimmes, wenn Besatzungstruppen abziehen.

von Christian Schwochert

Wenig überraschend hat die Bundesregierung den Stopp des US-Truppenabzugs aus Deutschland begrüßt. „Wir haben ja immer die Überzeugung vertreten, dass die Stationierung amerikanischer Truppen hier in Deutschland der europäischen und der transatlantischen Sicherheit dient und damit in unser beiderseitigem Interesse ist“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Dieselben Politiker haben offenkundig auch kein Problem mit dem Stützpunkt Ramstein, von dem aus etliche Zivilisten durch den Drohnenkrieg der Amerikaner ermordet wurden und noch immer werden. Nun werden sie sich freuen, denn der jahrzehntelange Ruf „Ami go home!“ wird von Joe Biden offenbar ignoriert werden. Der neue US-Präsident hat nämlich den von Trump beschlossenen Truppenabzug aus unserem Land auf Eis gelegt. Das heißt, dass aus den von Donald Trump ausgearbeiteten Plänen zum Abzug der 12.000 amerikanischer Soldaten aus Deutschland nichts wird. 

Bild von David Mark auf Pixabay 

Nach Angaben des Pentagons wird es vor Jahresmitte keine endgültige Entscheidung geben. Die von Präsident Joe Biden angeordnete Überprüfung der weltweiten Aufstellung des Militärs und der Stationierung von US-Soldaten solle bis „Mitte des Jahres“ abgeschlossen werden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby. Erst nach Abschluss der Überprüfung werde Minister Lloyd Austin dem Präsidenten Handlungsempfehlungen geben, meinte Kirby. Ob also aus dem Truppenabzug überhaupt noch etwas wird, steht in den Sternen. Aber wenn Biden den globalistischen Kurs von Obama und Konsorten weiter verfolgt, wird er die Militärpräsenz in Mitteleuropa wohl kaum aufgeben. 

Stattdessen wird er Deutschland weiterhin als Sprungbrett benutzen, um von Ramstein aus Menschen mit Drohnen zu ermorden und vielleicht auch eines Tages für einen Einsatz gegen Russland. Gewiss sind unter den Drohnentoten auch islamistische Terroristen, aber vor allem treffen diese Luftschläge Zivilisten. Wie viele Tote es tatsächlich gibt, kann ein deutscher Journalist von seinem bequemen Wohnzimmer aus kaum ermessen. Aber allein in Pakistan soll es von 2004 bis 2013 3.105 Tote gegeben haben, von denen wir wissen. Von diesen über 3.000 Toten sollen lediglich 47 Tote „high profile targets“ (gesuchte Terroristen) gewesen sein. Unter den 3.105 Toten waren mindestens 175 Kinder. Bei Drohnenangriffen wurden auch schon westliche Geiseln umgebracht; zum Beispiel der Italiener Giovanni Lo Porto und der US-Amerikaner Warren Weinstein. Beide waren dort als Entwicklungshelfer tätig. Angesichts all dieser Fakten sollten die Deutschen womöglich wieder öfters für einen US-Truppenabzug und gegen den Ramstein-Stützpunkt protestieren.

Weiterführende Informationen:

Jeder Ami, der Deutschland verlässt, ist ein guter Ami!

Udo Voigt: »Der Kampf gegen die Völker Europas wird international geführt!«

Matthew J. Heimbach: »Die Außenpolitik der US-Regierung ist ein Alptraum!«

Ramstein schließen reicht nicht: Linke Symbolforderung lenkt vom notwendigen NATO-Austritt ab!

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2 Antworten

  1. Nach der Haager Landkriegsordnung, die auch die USA unterzeichnet und ratifiziert haben, darf eine Besatzungszeit nach einem gewonnenen Krieg hächstens 70 Jahre andauern.
    Kleiner Trick um das illegale weil völkerrechtswidrige Verhalten der damaligen Alliierten zu schönen:
    Es herrscht noch immer kein Friede also kein ausdrücklicher Friedensvertrag. Dazu bedient man sich des Deckmäntelchen UN, die uns immer noch als Feindstaat führt.
    Elegant gelöst oder ? Und deutsche Politidioten jubeln dazu. Ehemals rechte und heutige Linke unisonso.

  2. Guter, informativer Artikel.
    War ja klar, dass wir die Alliierten nicht los werden; besonders jetzt nicht wo dieser Biden “gewählt” wurde.

Kommentare sind geschlossen.

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