BRD aktuell: »kriminalitätsbelastete Orte (kbO)«

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Die Parole »Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis« wird seit Jahrzehnten eingesetzt, um Probleme hinter einer Wolke aus Phrasen verschwinden zu lassen. Und wenn das auch nicht immer gelingt, so werden Kritiker mittels dieser Taktik oft so ermüdet, dass sie verstummen.

Vermutlich war es auch ein solcher Arbeitskreis, der 1994 den Begriff »kriminalitätsbelasteter Ort« erfunden hat. Immerhin war damit ein gewisses Handeln verbunden, wie die Definition aus Wikipedia behauptet:

»Ein kriminalitätsbelasteter Ort (Abkürzung: kbO) ist im Sprachgebrauch der Berliner Polizei ein geografisch definiertes Gebiet in Berlin, in dem vergleichsweise häufig Straftaten von erheblicher Bedeutung wie Raub, Brandstiftung, Gefährliche Körperverletzung, Taschendiebstahl im Rahmen der organisierten Kriminalität oder Drogenhandel begangen werden. An kriminalitätsbelasteten Orten ist die Polizei befugt, verdachtsunabhängig Ausweispapiere zu kontrollieren und Personen sowie Sachen zu durchsuchen. In anderen Bundesländern gibt es zum Teil ähnliche Rechtskonstruktionen eines ›gefährlichen Ortes‹ unter je verschiedenen Bezeichnungen.«

Symbolbild, Bild von jnylee auf Pixabay

Nun wäre es eigentlich zu erwarten, dass diese Orte auch benannt werden. Potentielle Opfer könnten sie meiden, potentielle Täter abgeschreckt werden. Doch weit gefehlt! Aus angeblich »einsatztaktischen Gründen« und natürlich (Stichwort »Antidiskriminierung«) »um die Gegend nicht unnötig zu stigmatisieren« wurde sie nichtöffentlich geführt. Die Gesamtzahl der kbO schwankte bis zum Jahr 2014 zwischen 20 und 25, was natürlich zu hoch war. Also wurden die Kriterien verändert, so dass im Mai 2021 nur noch sieben gezählt werden konnten.

An der Kriminalität selbst können statistische Spielereien natürlich nichts ändern. Und selbstverständlich sind die Gegenden auch ohne «stigmatisierende« Nennung allgemein bekannt. Unter der Überschrift

Die Hermannstraße ist geprägt von kriminellen Clans

brachte die Berliner Morgenpost heute einen Artikel, der die Zustände in der Bundeshauptstadt beschreibt und auch Orte klar benennt. Mit Drogendelikten, Straßenkriminalität und dem Treiben der Clans gilt die Hermannstraße in Neukölln als Kriminalitätsschwerpunkt. Einen kurzen Auszug aus der Realität im Stadtteil Neukölln gibt es auch:

»Berlin. Dienstag in den Neukölln-Arcaden: Nachdem ein junger Mann gegen 15.20 Uhr in einem Drogeriemarkt beim Stehlen beobachtet wurde, zieht er ein Messer und bedroht den Sicherheitsmitarbeiter. Er kann festgenommen werden. Gegen 21.30 Uhr überfallen zwei bewaffnete Maskierte den Netto-Supermarkt auf der Sonnenallee, schlagen einen Mitarbeiter, nehmen Geld mit und entkommen unerkannt. Bereits um 17.30 Uhr musste die Feuerwehr eine brennende Turnhalle der Eduard-Mörike-Grundschule an der Stuttgarter Straße löschen, nachdem dort zwei Kinder gezündelt haben.«

Die Wirkungsstätte des Bundeskanzlers wird nicht in der Liste geführt. Quelle: Pixabay

Und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, alle sieben kbos werden aufgeführt:

»Neben der Hermannstraße und dem Hermannplatz stehen fünf weitere Orte auf dieser Liste: der Görlitzer Park, das Kottbusser Tor, die Warschauer Brücke und der Alexanderplatz sowie Teile der Rigaer Straße rund um das von Linksextremisten bewohnte Haus ›Rigaer94‹. Um zu verhindern, dass Straftäter sich bewusst außerhalb aufhalten, werden die exakten Grenzen nicht genannt.«

Letzteres dürfte ein frommer Wunsch sein. Kein frommer Wunsch, sondern eine Forderung der in Berlin mitregierenden Linken ist es, diese Kennzeichnung abzuschaffen. Angeblich käme es dadurch zu »Racial Profiling«, was bedeutet, dass »Menschen bestimmter Hautfarbe oder Ethnie besonders häufig kontrolliert werden«. Was hier unter »Rassismus« verbucht werden soll, dürfte eher Erfahrungswerte zur Grundlage haben. (sp)

Dazu trägt auch unsere regelmäßige Sammlung entsprechender Polizeiberichte bei:

RAUBSTRAFTAT:

► Ein 19-Jähriger wurde in Frankfurt am Main am „Montag, den 20. Dezember 2021, gegen 02.20 Uhr, … angesprochen“ und anschließend „festgehalten, getreten und geschlagen“ und beraubt! „… befand sich ein 19-jähriger Frankfurter zu Fuß unterwegs … wurde er von drei unbekannten Jugendlichen angesprochen. Diese wollten von ihm Geld, um Zigaretten kaufen zu können. Als er das Ansinnen verneinte, wurde er festgehalten, getreten und geschlagen. Seinen Rucksack entleerte man auf den Gehweg und nahm die AirPods und das Portemonnaie an sich. In dem Portemonnaie befanden sich u. a. der Personalausweis und die Bankkarte des Geschädigten.“

3 Täter: „… 1. Täter: … Südeuropäisches Erscheinungsbild. 2. Täter: … Südeuropäisches Erscheinungsbild. 3. Täter: … Südeuropäisches Erscheinungsbild.“

Quelle: Polizeibericht „POL-F: 211220 – 1509 Frankfurt-Eschersheim: Raubstraftat“ vom 20.12.2021.

SEXUELLE ANGRIFFE:

► Eine 24-Jährige wurde in Bonn „in der Nacht zum 09.10.2021“, einem Samstag, „gegen 04:35 Uhr“ sexuell angegriffen! „… Sexualdelikt … Auf richterlichen Beschluss wird … ein Phantombild des Tatverdächtigen veröffentlicht. … ist der Verdächtige der Frau am Tattag vom Bonner Hauptbahnhof aus gefolgt. … attackierte der … die 24-Jährige … griff der Tatverdächtige die Geschädigte an ihrem Arm, drückte sie gegen die dort befindliche Treppe und ging sie auf sexuelle Art und Weise an. Die Frau konnte den Angriff abwehren und flüchtete.“

Täter: „… ein Phantombild des unbekannten … unter folgendem Link abrufbar …: https://polizei.nrw/fahndung/71662“.

Quelle: Polizeibericht „POL-BN: Polizei veröffentlicht Phantombild nach Sexualdelikt“ vom 27.12.2021.

► Eine 18-Jährige wurde„in Wolgast … am 18.12.21,“ einem Samstag, „gegen 23:00 Uhr“ vermutlich vergewaltigt! „In der Nacht zum Sonntag kam es … in Wolgast zu einer Vergewaltigung. Wir berichteten in der Pressemitteilung vom 20.12.21 … ist es nun gelungen, einen dringend tatverdächtigen … zu ermitteln. Der 34-jährige … wurde vorläufig festgenommen. … weitere Prüfungshandlungen, Spurenauswertungen und Zeugenvernehmungen. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Staatsanwaltschaft …, nach Verdichtung der Beweislage, am morgigen Tag den Haftantrag stellt und eine Haftrichtervorführung erfolgen wird. Das Amtsgericht … hat heute gegen 13:00 Uhr … einen Haftbefehl für den 34-jährigen … Verdächtigen wegen des dringenden Tatverdachts der Vergewaltigung erlassen. Er wurde … in die JVA … eingeliefert. … Ermittlungen erfolgen weiter …“

Täter: „… in ausländischer Sprache …, dunkler Hauttyp, …, sprach in einer ausländischen Sprache. Der … iranische Staatsangehörige … den … iranischen Verdächtigen …“

Quellen: Polizeiberichte „POL-NB: Verdacht der Vergewaltigung in Wolgast“ vom 20.12.2021 und „POL-NB: Vorläufige Festnahme nach Verdacht der Vergewaltigung in Wolgast“ vom 21.12.2021 sowie „POL-NB: Verdacht Vergewaltigung – Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen“ vom 22.12.2021.

Weiterführende Informationen:

BRD aktuell: Koks-Taxis aus der Zelle gelenkt

Görlitz: Zoll zieht erneut Gammelfleisch aus dem Verkehr

► 3 jeweils 12, 15 und 16 Jahre alte Mädchen wurden in Wuppertal „am Samstagnachmittag (25. Dezember), um 16.55 Uhr,“ sexuell angegriffen! „Im Wuppertaler Hauptbahnhof fasste … ein … (60) drei jungen Mädchen (12, 15, 16) an den Oberschenkel, während er seine andere Hand in seinen Intimbereich führte. … Bundespolizei … Bei der Mitnahme zur Dienststelle leistete der 60-Jährige Widerstand. … Strafverfahren wegen der sexuellen Nötigung und des Widerstandes …

Zunächst machte der 60-jährige … Fotoaufnahmen von den drei Minderjährigen. Er verwickelte die Mädchen in ein Gespräch. Die Jugendlichen waren mit Jeanshosen bekleidet, die an einigen Stellen im Oberschenkelbereich Löcher aufwiesen. Unvermittelt griff der 60-Jährige mit der einen Hand an die Haut der Oberschenkel der Mädchen und mit seiner anderen Hand öffnete er sich die Hose und fasste an seine Genitalien. Die Minderjährigen liefen empört davon, suchten die Wache der Bundespolizei auf und gaben eine detaillierte Personenbeschreibung ab. Bundespolizisten fahndeten … und stellten den Tatverdächtigen. Auf dem Weg zur Dienststelle versuchte sich der … durch Sperren und Losreißen der Mitnahme zu entziehen. … Nachdem die Beamten den Tatverdächtigen erkennungsdienstlich behandelten, wurde er … entlassen.

Täter: „… der … Grieche …“

Quelle: Polizeibericht „BPOL NRW: Sexuelle Nötigung durch 60-Jährigen an drei Mädchen“ vom 27.12.2021.

► Eine junge Frau wurde in Esslingen „am Sonntagabend,“ dem 26.12.2021, „gegen 22.15 Uhr,“ sexuell angegriffen! „… Passantin sexuell belästigt… Der … einer jungen Frau, die … lief, zunächst gefolgt … und sie begrapscht sowie sexuell bedrängt … Nachdem sich die Frau zur Wehr gesetzt hatte, flüchtete der Unbekannte und die Geschädigte erstattete Anzeige.“

Täter: „… gebrochenes deutsch gesprochen …“

Quelle: Polizeibericht „POL-RT: Fußgängerin sexuell belästigt; Einbrecher auf frischer Tat überrascht; Verkehrsunfälle“ vom 27.12.2021.

VERSUCHTES TÖTUNGSDELIKT:

► Ein 52-Jähriger „und seine 21- jährige Tochter“ wurden letztes „Jahr im November (01.11.2020) … in Hückelhoven, nahe der niederländischen Grenze, … auf offener Straße“ überfallen, beschossen und beide „erlitten … teils lebensgefährliche Verletzungen“! „… schossen in Hückelhoven, nahe der niederländischen Grenze, mehrere Täter auf offener Straße auf einen 52- jährigen Mann und seine 21- jährige Tochter. Die Täter überfielen den Geschädigten direkt vor seinem Wohnhaus und raubten eine hohe Bargeldsumme. Als die Tochter ihrem Vater zu Hilfe kam, fielen die Schüsse; hierbei erlitten beide teils lebensgefährliche Verletzungen.

Die Unbekannten flohen im Anschluss an die Tat … Pkw mit niederländischen Kennzeichen … grenzüberschreitende Fahndungsmaßnahmen … Mordermittler der zuständigen Kriminalpolizei … Ermittlungen. Aufwendige Ermittlungsarbeit … intensive Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei … Der dringend tatverdächtige 35- Jährige konnte durch Spezialeinsatzkräfte der Politie Nord- Holland in der letzten Woche … festgenommen werden und sitzt nun in den Niederlanden in Untersuchungshaft. … Ermittlungen … An den Maßnahmen vor Ort nahmen auch Polizeibeamte der Aachener Mordkommission teil.“

Mehrere Täter: „… eines niederländischen Staatsbürgers.“

Quelle: Polizeibericht „POL-HS: Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach, die Politie Noord- Holland und die Polizei Aachen geben bekannt: Nach Schüssen in Hückelhoven – Festnahme eines Tatverdächtigen in Holland“ vom 20.12.2021.

Weiterführende Informationen:

BRD aktuell: »Paradies für Hemmungslose«

BRD aktuell: Fast 20.000 Messerangriffe in einem Jahr

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