Blick nach Italien: Hunderttausende bei Corona-Protesten

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Die BRD-Systemmedien berichteten praktisch gar nicht darüber, aber das lag gewiss an den Wahlen am Wochenende und nicht daran, dass sie uns etwas vorenthalten wollten. Zudem kommt man sich ziemlich albern vor, wenn man im Netz nach dem Thema sucht und bei der Tagesschau dann auf Berichte von vor zwei Monaten stößt, obwohl es erst drei Tage her ist. Fakt ist aber, dass am Samstag, dem 25. September allein in Rom etwa 100.000 Italiener gegen die 3G-Regel und für die Freiheit demonstriert haben. Sie möchten sich eben nicht von Politikern Regeln vorschreiben lassen, die diese selbst nicht einhalten, sondern ausgelassene Partys feiern; etwas was im Übrigen auch die BRD-Politiker gerne mal tun.

Im Netz gibt es zahlreiche Fotos, wo sie lachend und feiernd und ohne Masken oder Abstandseinhaltungen bei einander sitzen, während sie dasselbe dem Volk verbieten. Nun kann man darüber spekulieren, warum die Politiker das tun. Womöglich sorgen sie sich nicht um ihre Gesundheit, weil sie als ranghohe Politiker natürlich immer die beste Versorgung bekommen. Fakt ist aber, dass sie damit verlogen und doppelmoralisch handeln; egal ob in Deutschland oder Italien. Und in letzterem Land haben die Leute eben so richtig die Nase voll.

Proteste gegen den Grünen Pass

Seit Wochen gehen die Bürger dort auf die Straße, um gegen den Grünen Pass zu protestieren. Seit die italienische Regierung am 1. September die Regelungen zum Nachweis von Corona-Impfungen und -Tests ausgeweitet hat, nehmen die Proteste immer mehr zu. Jeden Samstag wollen die Demonstranten auf die Straße gehen bis zur Abschaffung des Grünen Passes. Sie sehen ihn als Instrument der Regierung, um Menschen zur Corona-Impfung zu zwingen, die aus welchen Gründen auch immer sich nicht impfen lassen wollen. Die Demonstranten riefen “Freiheit, Freiheit” und Parolen gegen die “Gesundheitsdiktatur”. Wobei der Begriff „Gesundheitsdiktatur“ doch zugegeben etwas irreführend ist. Wer an der Gesundheit seiner Mitmenschen interessiert ist, würde wohl kaum haufenweise Asylanten übers Mittelmeer ins Land lassen. Kundgebungen fand in 160 Städten statt.

Protest in Mailand

Alle, bis auf jene in Rom, waren unangemeldet. Im Unterschied zu Österreich und der Bundesrepublik Deutschland greift die Polizei nicht ein und steht auch nicht bedrohlich mit Nahkampfausrüstung Aug in Aug mit den Demonstranten. Keine Untersagung der Demonstration, keine Auflösung. Außerdem keine Einschüchterung, kein Pfefferspray, keine Schlagstöcke, keine Kesselungen. In Rom trat überraschend auch der Vize-Quästor ans Rednerpult; bei uns entspricht dieser Rang dem stellvertretenden Polizeipräsidenten. Frau Nunzia Alessandra Schilirò erklärte, dass die Polizei auf die Verfassung vereidigt ist, und daher laut byoblu.com feststellt: „Der zivile Ungehorsam ist ein heiliges Recht, wenn der Staat despotisch wird.“

Falls Sie im Übrigen die von mir hier genannte Quelle aufsuchen möchten, sollten Sie vorher wissen, dass es etwa eine Minute dauert die Seite zu laden. Das liegt womöglich an den hohen Zugriffszahlen, denn offenbar bewegt das Thema viele Menschen, die sich darüber informieren wollen. Ein Beleg dafür, dass die Bürger an den italienischen Ereignissen interessiert sind, über die im deutschsprachigen Raum kaum berichtet wird. Immerhin der ORF kam seiner Pflicht am Rande nach und schrieb darüber:

Weiterführende Informationen:

Aufhebung aller Corona-Maßnahmen Ende Oktober?

Nein zur Corona-Impfpflicht – Schluss mit sozialer Erpressung!

„Mehrere tausend Menschen haben sich gestern in mehreren italienischen Städten an Demonstrationen gegen den Beschluss der italienischen Regierung beteiligt, ab dem 15. Oktober die sogenannte ‚3-G-Regel‘ auf alle Arbeitnehmer auszudehnen. Die größten Demonstrationen fanden in Rom, Mailand, Turin und Triest statt. Auf dem Lateranplatz in Rom versammelten sich mehrere tausende Personen und skandierten Slogans gegen die ‚3-G‘-Pflicht, die sie als ‚Erpressung‘ bezeichneten. Sie warnten vor ‚Gefahr für die Demokratie‘ und kritisierten die Pflicht für alle Arbeitnehmer im öffentlichen und privaten Bereich, den Grünen Pass als Nachweis vorzulegen. Italien ist das erste Land weltweit, das die ‚3-G-Regel‘ für alle Beschäftigten einführt.“

Nun kann man dem ORF nicht vorwerfen, er hätte nicht über die Demo berichtet, aber die Art und Weise des Berichts ist schon ziemlich aufschlussreich. Ganz am Rande werden die Ereignisse in einem kleinen Beitrag erwähnt und dann ist von „Mehreren tausend Menschen“ die Rede. Klar, 100.000 Menschen sind natürlich mehrere Tausend; das ist also nicht gelogen, aber es ist eine geschickte Umschreibung, bei der man als Autor einerseits nicht lügt und andererseits die unliebsame Demo trotzdem kleinschreibt. Offensichtlich gibt es in Österreich Journalisten, die zumindest darin sehr geschickt sind. Bei uns in der nun wohl bald weiter von den Altparteien regierten BRD haben wir nicht einmal mehr das, sodass die Demo einfach totgeschwiegen wird. Allerdings sind die Journalisten bei uns auch viel zu sehr damit beschäftigt, die bevorstehende neue Regierung, die genauso schlecht sein wird wie die Alte, hochzujubeln.

Christian Schwochert

Weiterführende Informationen:

Politiker setzen Prioritäten: Migranten vor Corona retten

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