Mit der Sonderausgabe „Das Reich“ von Aachen bis Magdeburg
Geschichte hat Orte. Man kann durch ihre Tore treten, ihre Mauern berühren und in jenen Kirchen, Pfalzen und Krypten stehen, in denen sich die großen Linien unserer Vergangenheit kreuzen.
Unsere neue Reihe „Reichstouren“ verbindet deshalb die Sonderausgabe AUFGEWACHT+ – „Das Reich. Heilig. Deutsch. Stark.“ mit Reisen zu bedeutenden Schauplätzen des deutschen Mittelalters. Die erste Tour führt von Aachen über Paderborn, Enger, Quedlinburg, Memleben und Meißen nach Magdeburg. Die passenden Beiträge stehen auf den Seiten 4 bis 14 des Heftes.
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So funktioniert die Reichstour
Nehmen Sie die Sonderausgabe mit auf die Reise und legen Sie diesen Beitrag als Wegweiser daneben.
- Schlagen Sie bei jeder Etappe die angegebenen Seiten auf.
- Beachten Sie die jeweilige Leseempfehlung: Manche Beiträge eignen sich zur Einstimmung vor dem Besuch, andere entfalten ihre Wirkung besser danach.
- Lassen Sie den Ort zunächst ohne Hast auf sich wirken.
- Vergleichen Sie anschließend das Gesehene mit den Bildern und Hintergründen im Heft.
Dieser Beitrag zeigt den Weg und gibt nur einen Vorgeschmack. Die ausführlichen Zusammenhänge, überraschenden Wendungen und historischen Einordnungen bleiben der Sonderausgabe vorbehalten.
1. Aachen
Am Ausgangspunkt der abendländischen Kaiseridee
Die Reise beginnt in Aachen. Dom, Pfalzkapelle, Karlsschrein, Königsthron, Domschatzkammer und Centre Charlemagne machen die Stadt zum passenden Auftakt.
Hier begegnen sich zugleich zwei Epochen: die Welt Karls des Großen und der Aufstieg Ottos I. Welche Verbindung zwischen beiden Herrschern bestand und weshalb Aachen für die spätere Reichsgeschichte eine solche Bedeutung gewann, erschließt sich bei der Lektüre.
Im Heft aufschlagen
„Karl der Große: Der Schmied des Abendlandes“ 👉🏻 Seiten 4–5
Der Beitrag fragt nach den Kräften und Bündnissen, aus denen ein neuer Reichsmythos entstand.
Ergänzend:
„Otto, der erste deutsche Kaiser“ 👉🏻 Seiten 12–14
Diese Seiten zunächst nur markieren – auf Otto kommen wir am Ende der Reise zurück.

2. Paderborn
Eine Begegnung mit weitreichenden Folgen
In Paderborn sollte der Weg zum Dombezirk und zum Museum in der Kaiserpfalz führen.
Hier traf Karl der Große im Jahre 799 auf Papst Leo III. Beide Männer benötigten einander – doch was erwarteten sie voneinander? Und welche Folgen hatte diese Begegnung für das Verhältnis von Kaisertum und Kirche?
Die Antworten gehören ins Heft und sollten am besten unmittelbar vor oder nach dem Besuch der Kaiserpfalz gelesen werden.
Im Heft aufschlagen
„Karl der Große: Der Schmied des Abendlandes“ 👉🏻 Seiten 4–5

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3. Enger
Widukind und das Gedächtnis der Sachsen
Von Paderborn führt die Tour nach Enger. Das Widukind-Museum und die Stiftskirche mit dem traditionellen Widukindgrab gehören zusammen.
Doch wer war dieser nur schemenhaft erkennbare Sachsenführer? Ein Verteidiger der Freiheit seines Volkes? Ein Gegner einer größeren Einigung? Oder beides zugleich?
Das Heft stellt diese Fragen bewusst offen und zeigt, weshalb Widukind trotz der dürftigen Quellenlage zu einer der wirkungsmächtigsten Gestalten der deutschen Frühgeschichte wurde.
Im Heft aufschlagen
„Widukind – der letzte freie Sachse“ 👉🏻 Seiten 6–7
Lesen Sie den Beitrag möglichst erst nach dem Museumsbesuch. So bleibt die entscheidende Wendung der Geschichte zunächst offen.

4. Quedlinburg
Wo eine neue Ordnung Gestalt annahm
Mit Quedlinburg beginnt der zweite große Abschnitt der Tour. Über der Fachwerkstadt erhebt sich der Schlossberg mit der Stiftskirche St. Servatii, der Krypta und der Grablege Heinrichs I.
Zwischen Widukinds Widerstand und Heinrichs Königtum liegen mehrere Generationen. Wie konnte aus dem einst unterworfenen Sachsenland das Kerngebiet einer neuen Herrscherdynastie werden? Weshalb fiel die Königswürde an Heinrich – und warum verzichtete er auf eine sonst übliche Zeremonie?
Im Heft aufschlagen
„Vom Sachsenherzog zum Reichsgründer – Heinrich I.: Der Vater Deutschlands“
👉🏻 Seiten 9–11
Der Beitrag beschreibt den Übergang des Königtums auf das Geschlecht der Sachsen und deutet ihn als Beginn einer neuen Ordnung.
Lesen Sie die Seiten 9 und 10 vor dem Besuch. Bewahren Sie sich den Schluss auf Seite 11 für den Schlossberg auf.

5. Memleben
Ein stiller Ort zwischen Anfang und Ende
Die nächste Station ist Memleben. Von der einstigen Pfalz sind nur Spuren geblieben; umso eindrucksvoller wirken die Klosterruine und die erhaltene Krypta.
Memleben verbindet Heinrich I. und Otto den Großen auf besondere Weise. Weshalb der kleine Ort für Anfang und Ende der ottonischen Macht steht, sollte erst nach einem Rundgang durch die Anlage nachgelesen werden.
Im Heft aufschlagen
„Vom Sachsenherzog zum Reichsgründer“ 👉🏻 Seiten 9–11
Lesen Sie in Memleben den Schluss auf Seite 11. Dort werden Quedlinburg, Memleben, Meißen und weitere Orte zu einem „Kranz geschichtsmächtiger Orte“ verbunden.
Anschließend:
„Otto, der erste deutsche Kaiser“ 👉🏻 Seiten 12–14

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6. Meißen
Das Reich erreicht die Elbe
Meißen gehört zwingend in diese erste Reichstour. Der Burgberg mit Albrechtsburg und Dom erinnert daran, dass sich das junge Reich nicht nur im Inneren festigte, sondern auch neue Räume erschloss und sicherte.
Welche Rolle Heinrich I. dabei spielte und weshalb die Burg Meißen für seine Politik im Osten stand, wird im Heft erklärt und in den größeren Zusammenhang seiner Herrschaft gestellt.
Im Dom begegnet uns anschließend Otto I. gemeinsam mit Adelheid. Die hochgotischen Figuren schlagen bereits die Brücke zur letzten Station der Reise.
Im Heft aufschlagen
„Vom Sachsenherzog zum Reichsgründer“ 👉🏻 Seiten 9–11
„Otto, der erste deutsche Kaiser“ 👉🏻 Seiten 12–14
Schlagen Sie anschließend die Doppelseite 12/13 auf und vergleichen Sie das große Aufmacherbild mit der hochgotischen Darstellung Ottos und Adelheids im Meißner Dom. Der Artikel beginnt auf Seite 12 und reicht bis Seite 14.

Von Reichsgründern zu deutschen Meistern
Meißen verbindet die Jahrhunderte. Auf dem Burgberg begegnen wir Heinrich I. und Otto dem Großen – doch die Stadt brachte auch in späterer Zeit bedeutende deutsche Kulturschaffende hervor.
Einer von ihnen ist der 1927 in Meißen geborene Komponist Siegfried Köhler, dem der neue Taschenkalender des Widerstandes 2027 einen eigenen Beitrag widmet. Das Kalendarium steht unter dem Leitwort:
„Ehret die Deutschen Meister!“
Es erinnert Tag für Tag an Persönlichkeiten, Ereignisse und Leistungen aus deutscher Geschichte und Kultur. Neben Beethoven, Goethe, Dürer, Wagner und weiteren großen Namen werden auch weniger bekannte Meister, eigenständige Denker und unbequeme Grenzgänger vorgestellt.
Praktischer Reisehinweis: Wer die Reichstour 2027 unternimmt, hat mit dem Taschenkalender zugleich Reisetermine, Notizen und zahlreiche geschichtliche Jahrestage griffbereit.
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Von einem deutschen Meister zurück zu einem der großen Reichsgründer: Nach diesem kurzen Ausblick führt unsere Reise weiter nach Magdeburg – in die Stadt Ottos des Großen.
7. Magdeburg
Ottos große Stadt an der Elbe
Die Reichstour endet in Magdeburg. Dom, Kaisergrab, Dommuseum und Magdeburger Reiter erinnern an Otto den Großen und an die Vorstellungen, die er mit dieser Stadt verband.
Welche Bedeutung Magdeburg in seinen Plänen besaß, weshalb er hier ein Erzbistum errichten ließ und wie sich sein Verhältnis zu Rom, Kirche und Reich gestaltete, soll an dieser Stelle nicht vorweggenommen werden. Das Heft führt die Linien zusammen, die in Aachen begonnen haben.
Im Heft aufschlagen
„Otto, der erste deutsche Kaiser – Das Imperium Romanum wird deutsch“
👉🏻 Seiten 12–14
Lesen Sie den Beitrag vor dem Dombesuch und den Schluss am Ende der gesamten Reise.

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Route und Leseplan auf einen Blick
1. Aachen: Karl der Große, Seiten 4–5; ergänzend Otto I., Seiten 12–14
2. Paderborn: Karl der Große, Seiten 4–5
3. Enger: Widukind, Seiten 6–7
4. Quedlinburg: Heinrich I., Seiten 9–11
5. Memleben: Heinrich I., Seiten 9–11; anschließend Otto I., Seiten 12–14
6. Meißen: Heinrich I., Seite 11; Otto I., Seiten 12–14
7. Magdeburg: Otto I., Seiten 12–14
Für die ausführliche Reise empfehlen sich sechs bis sieben Tage. Paderborn und Enger lassen sich bei Bedarf zu einem Reisetag verbinden.
Geschichte lesen – und ihren Orten begegnen
Die Sonderausgabe will die Bilderwelt, Größe und innere Spannung des deutschen Mittelalters wieder sichtbar machen. Die Reichstour trägt diesen Gedanken hinaus in Städte, Kirchen und Landschaften.
Nehmen Sie das Heft mit. Schlagen Sie an jeder Station die angegebenen Seiten auf. Vergleichen Sie die Abbildungen mit den erhaltenen Zeugnissen vor Ort.
So wird aus einem Ausflug eine Reise durch die Jahrhunderte – und aus Geschichte wieder ein lebendiger Teil unserer Heimat.
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