76. Jahrestag des alliierten Bombenterrors gegen Dresden

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Am 13./14. Februar gedenkt Dresden der verbrecherischen Zerstörung der Kunst- und Kulturstadt durch britisch-amerikanische Bomberverbände im Jahr 1945.

Michael Zuber

Auch beim Dresden-Gedenken geben längst ideologisch motivierte Geschichtsklitterer den Ton an, die die Opferzahl auf 25.000 Menschen herunterrechnen. Zu diesem Ergebnis kam eine von der Stadt Dresden beauftragte „Historikerkommission“, während die Stadtverwaltung zu DDR-Zeiten noch von 35.000 Toten ausging. Schon diese Zahlen würde Elbflorenz zum Ort eines der verachtenswertesten von vielen Kriegsverbrechen der Alliierten machen. Aber die Zahl der Toten lag viel höher. Die kanadische Zeitung „Toronto Star“ schrieb am 8. März 1945 von der „radikalsten Auslöschung eines Stadtgebiets, die je stattgefunden hat“.

Dresden, Altmarkt 1945; Bundesarchiv, Bild 183-08778-0001 / Hahn / CC-BY-SA 3.0

Um 21.45 Uhr des 13. Februar 1945, es war Faschingsdienstag, ertönte in Dresden wieder einmal der Fliegeralarm. Aber niemand ahnte, dass der Stadt, in der sich Massen von Ost-Flüchtlingen aufhielten, aufgrund des Vernichtungsbefehls von General Arthur „Bomber“ Harris ein Inferno bevorstand. Sir Arthur Travers Harris (1892–1984) war Oberbefehlshaber des Royal Air Force Bomber Command. Er propagierte Flächenbombardements auch militärisch bedeutungsloser deutscher Städte und machte aus der Erfahrung, dass historische Stadtkerne besonders gut brennen, eine menschenverachtende Strategie der britischen Luftkriegsführung: durch gezielt herbeigebombte Feuerstürme sollten möglichst viele Deutsche getötet werden. Dafür wurden mit Luftminen zuerst die Dächer und Fenster der Häuser zerstört, um dann bei einem weiteren Angriff mit Brandbomben einen mörderischen Kamineffekt zu erzeugen, der in der Gluthitze alles verschlang.

Ist möglicherweise ein Bild von Text „[GE] DENK DRESDEN 13’02'21 #DD2021 DRESDEN-GEDENKEN.INFO“

In knapp 40 Stunden wurde Dresden zum Ziel von mehreren anglo-amerikanischen Luftangriffen. Am Abend des 13. Februar und in der Nacht zum 14. Februar bombardierten zunächst rund 800 Maschinen der Royal Air Force (RAF) in zwei Angriffswellen das Stadtgebiet. Die so erzeugten großflächigen Brände vereinigten sich zu einer vernichtenden Feuersbrunst. Am Mittag des 14. Februar setzten mehr als 300 Bomber der United States Army Air Forces (USAAF) den Angriff fort. Am darauffolgenden Vormittag folgten nochmals mehr als 200 US-Bomber. Bei diesen vier Luftangriffen wurden nach sehr konservativen Schätzungen etwa 2.400 Tonnen Sprengbomben und – für Dresden besonders verheerend – 1.500 Tonnen Brandbomben abgeworfen. Die zentralen Stadtgebiete wurden vollständig zerstört. Diese Angaben zu den Brand- und Sprengbomben entstammen dem tendenziösen „Abschlussbericht der Historikerkommission zu den Luftangriffen auf Dresden zwischen dem 13. und 15. Februar 1945“. Andere Historiker nennen noch größere Bombenmengen, die über den Wohngebieten der Dresdner Innenstadt abgeworfen wurden.

Gedenkstätte auf dem Alten Annenfriedhof in Dresden (Foto: privat)

Um zur abenteuerlichen These zu gelangen, dass bei den vier Luftangriffen ab dem 13. Februar 1945 nicht mehr als 25.000 Menschen starben, muss man komplett ausblenden, dass sich zu diesem Zeitpunkt schätzungsweise Hunderttausende deutsche Flüchtlinge aus Schlesien und dem Sudetenland in Dresden aufhielten. Weil sie in den Kriegswirren von den örtlichen Behörden gar nicht alle erfasst werden konnten, ist anhand behördlicher Statistiken oder Dokumente auch nicht nachprüfbar, wie viele von ihnen infolge der eliminatorischen Luftangriffe starben. Außerdem verglühten viele Opfer im Feuersturm einfach. Von vollständig verbrannten Menschen bleibt natürlich auch nichts übrig, das auf einem Friedhof bestattet werden kann. Die Dresdner „Historikerkommission“ glaubt dennoch anhand von Friedhofsunterlagen sagen zu können, dass es nicht mehr als 25.000 Hingemordete gegeben habe. Wer so unseriös vorgeht, der will eine politische Auftragsarbeit im Sinne der Herrschenden abliefern, die durch minimierte deutsche Opferzahlen am Narrativ des deutschen „Tätervolkes“ festhalten will.

Der Historiker Jörg Friedrich, Verfasser des Buches „Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940–1945“, stellte fest: „In einem Haus, das nach einer Bombardierung wie eine Fackel lodert, stecken die Einwohner überwiegend im Keller des Hauses. Da entwickeln sich Temperaturen bis zu 800 Grad. Die menschlichen Überreste, die nach Abkühlung der Gemäuer herausgeholt werden, sind Aschenhäufchen. Ihnen widerfährt das, was einer üblichen Leiche in einem Krematorium jedes x-beliebigen deutschen Friedhofs widerfährt. Man mag aus Geschmacksgründen das nicht als Krematorium bezeichnen, sondern als eine Menschenverbrennungsanlage.“

Trotzdem halten es Zeitgeist-Historiker für ausgeschlossen, dass in Dresden Menschen in nennenswerter Zahl rückstandslos verbrannt sind. Nur so können sie die Opferzahl kleinrechnen. Zeitgenössische Quellen zeigen eine ganz andere Dimension des Grauens. So berichtete die schwedische Zeitung „Svenska Dagbladet“ am 27. Februar 1945: „Nach Angaben, die einige Tage nach der Zerstörung gemacht wurden, liegt die Zahl der Toten näher bei 200.000 als bei 100.000.“ Auch der ehemalige stellvertretende sowjetische Außenminister Wladimir Semjonow sprach von 250.000 Toten. Das Internationale Rote Kreuz berichtete in der unmittelbaren Nachkriegszeit sogar von 275.000 Toten, nachzulesen im 1948 erschienenen „Report of the Joint Relief Commission of the International Red Cross 1941-46“.

Tradition: Jahr für Jahr findet ein ehrendes Gedenken statt – trotz aller Schikanen!

„Bomber-Harris“, dem noch 1992 in der Londoner City ein Denkmal gesetzt wurde, verteidigte bis zuletzt die Einäscherung Dresdens. 1977 wurde der frühere Oberbefehlshaber des RAF Bomber Command vor der Kamera gefragt, wie er jetzt über die Bombardierung denke. „Wenn ich das Ganze noch mal durchmachen müsste, würde ich genau das Gleiche tun“, sagte der Deutschenhasser unmissverständlich. Er hätte Elbflorenz also wieder in eine Flammenhölle verwandelt. Bei dieser Sicht blieb der Ex-General auch, als sein Gesprächspartner nachhakte, ob er mit Dresden nicht doch „eine Stadt zu weit“ gegangen sei. Das britische Verteidigungsministerium wusste um die Brisanz der Aussagen und hielt die Interview-Aufnahmen fast 40 Jahre lang unter Verschluss. Fast vergessen ist, dass Dresden selbst nach dem Luftterror vom Februar zwei weitere Male Angriffsziel amerikanischer Bomberverbände wurde – am 2. März 1945 und am 17. April 1945. Noch drei Wochen vor der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht ging es den angeblichen „Befreiern“ darum, möglichst viele deutsche Zivilisten im Bombenhagel zu töten.

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2 Antworten

  1. Bekannte von mir, gebürtige Dresdner, sind dem Feuersturm nur entkommen weil sie gerade im Erzgebirge weilten. Auch sie sprachen von mindestens 200.000 Toten und zeigten sich entsetzt über die barbarische Zerstörungswut der Alliirten. “In Dresden gab es doch nichts, nur Menschen”. Genau deswegen. Es war und wird immer Völkermord bleiben !

  2. Armes Deutschland. Danke das wenigstens Ihr der Toten gedenkt.
    Interessant das sogar die DDR der Toten gedacht hat, aber die heutige BRD davon nichts wissen will.

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