„Rien ne va plus“ – Nichts geht mehr!

Ein Spiegelbild des Zustandes unseres Landes sind die Brücken: Marode, sanierungsbedürftig, eine Gefahr für Leib und Leben ihrer Benutzer. Laut ADAC sind von 6200 Brücken in NRW, rund ein Drittel sanierungsbedürftig. Doch anderswo sieht es nicht besser aus: Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden (siehe Titelbild) war ein unübersehbares Zeichen dieser Entwicklung.

Seit Mittwoch, den 3. Juni 2026, 15:00 Uhr, steht fest: Die Bonner Nordbrücke (Friedrich-Ebert-Brücke) ist gesperrt. Der Supergau ist da! Nichts geht mehr – rien ne va plus. Das Roulettespiel mit der baulichen Infrastruktur unseres Landes hat in NRW seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Bonn: Nichts geht mehr!

Die Bonner Nordbrücke wurde von jetzt auf gleich aufgrund eklatanter Mängel, die ein nicht mehr kalkulierbares Sicherheitsrisiko für die Benutzer darstellten, gesperrt. Die Schäden am Tragwerk veranlasste die Autobahn GmbH zu dieser für die Region katastrophalen Maßnahme.

Die Nordbrücke bzw. Friedrich-Ebert-Brücke ist eine von drei Bonner Brücken und verbindet den Rhein-Sieg-Kreis, immerhin der drittgrößte Kreis Deutschlands, mit Bonn. Es nicht einfach nur eine Brücke, sondern Teil der Bundesautobahn A565, die die A61, die A555 und die A59 miteinander verbindet. Betroffen ist auch die Fahrtrichtung von und nach Koblenz.

Die geplanten weiträumige Umfahrungen über die A3 oder A61 werden ein Verkehrschaos ungeahnten Ausmaßes annehmen, welches an die Bilder des Stillstandes amerikanischer Metropolen erinnern wird. So jedenfalls meine Prognose. Die A3 ist in dieser Region wegen anderer seit Jahrzehnten aufgeschobener Instandsetzung und Sanierungsarbeiten – im Übrigen ebenfalls an Brücken – bereits jetzt an ihrer absoluten Belastungsgrenze angekommen. Zu Spitzenzeiten des Berufsverkehrs ist sie bereits heute nicht schneller als ein Feldweg befahrbar, Auto reiht sich an Auto, teilweise auf 3 von 4 Spuren nur LKWs, für jeden Fahrer eine Herausforderung an Geduld, Zeit und Spritkosten. Eine Katastrophe an die sich nunmehr die nächste Katastrophe reiht.

Wir erinnern uns noch an die Auswirkungen der Sperrung der Rahmede-Talbrücke bei Siegen, welche die ebenfalls wichtige Sauerland-Linie der A45 für Jahre unterbrach. Erinnert sei auch daran, dass die Wiehltalbrücke, eine Autobahnbrücke der A4 zwischen Köln und Olpe, ebenfalls nicht im besten Zustand ist sowie rund 2000 weitere Brücken in NRW. Bekanntlich sieht es im Rest des bunten Landes nicht anders aus.

„Task Force“ als Griff zum Strohhalm

Der Bonner Oberbürgermeister Guido Deus von der CDU möchte jetzt einen Krisenstab, genannt Task Force, bilden. Bezeichnet ist, dass die seit Jahren bestehende Krise im Bezug auf die Bonner Brücken erst jetzt von den die Geschicke der Stadt und des Landes bestimmenden Politikers in Angriff genommen werden sollen. Und etwas weiteres ist bezeichnend. In dieser für das Land NRW und die Region Bonn-Rhein-Sieg katastrophale und das gesamte Leben der in dieser Region arbeitenden Bevölkerung beeinträchtigende Situation, muss der fremde Begriff „Task Force“ her. Die Begrifflichkeit dokumentiert die Entfremdung unserer Politiker von der deutschen Sprache und damit einer Identifizierung mit Deutschland. Doch dies nur am Rande.

Auch bei der Bahn bröckelt es: Sockel eines Mastes an der Strecke Magdeburg-Leipzig; Foto: privat

Der ADAC hat bei einer vorangegangenen Simulation für diesen Fall berechnet, dass Autofahrer dann pro Jahr Umwege von insgesamt 50 Millionen Kilometer in Kauf nehmen müssen, bei den LKWs sind es 5,5 Millionen Kilometer. Seit vielen Jahren wird den Bürgern erzählt, dass sie aufgrund des Klimawandels und umweltschutzrechtlicher Belange Einschränkungen hinnehmen müssen. Hierbei werden sie hemmungslos abkassiert. Bei den Heiz- und Energiekosten, bei Klima- bzw. CO2-Abgaben an der Tankstelle, bei jeder nur sich bietenden Möglichkeit mahnen und warnen die in politischer Verantwortung stehenden Politiker und fordern die Rettung des Weltklimas. Aber die tatsächlich existierenden Notwendigkeiten der Instandhaltung und Sanierung unserer Infrastruktur, Straßen, Brücken und Schulen etc. werden vernachlässigt, hier wird geschlampt und bewusst gewartet bis „das Kind in den Brunnen gefallen“ ist und es dann heißt: Nichts mehr geht!

Keine unerwartete Katastrophe

Es geht schon lange nichts mehr! Nicht nur in unserer Region Bonn-Rhein Sieg und in NRW, nein in ganz Deutschland sind die Zustände die gleichen. Es wird geschwiegen, vernachlässigt, unter den Teppich gekehrt und stattdessen wird das vom deutschen Steuerzahler erwirtschaftete Geld für Wiederaufbauhilfe in der ganzen Welt oder der Unterstützung kriegerischer Auseinandersetzungen verprasst. Da werden Millionen, wenn nicht gar Milliarden in die Ukraine zur Unterstützung des verbrecherischen Selenskyj-Regime verschoben und hunderttausende vorgebliche Ukraine-Flüchtlinge vom deutschen Steuerzahler alimentiert ebenso wie die Millionen sonstiger Zugereisten aus aller Welt in unsere Sozialsysteme, die unter keinen rechtlichen Aspekt in der Bundesrepublik Deutschland ein Aufenthaltsrechts beanspruchen können, aber für die dringenden Belange der eigenen Bevölkerung bleibt kein Raum.

Die Bonner Nordbrücke zeigt nur, dass jedes Risiko zu Lasten der eigenen Bevölkerung in Kauf genommen wird, solange man nur die Interessen Fremder bedienen kann. Wenn dann nichts mehr geht, schreit man „Katastrophe“ und „Task Force“. Es ist aber keine unerwartete Katastrophe, was sich hier ereignet hat. Es war ein bewusstes Zuwarten bis zum Eintritt der Katastrophe und ausbaden müssen es wieder einmal die Bürger und nicht jene Politiker, die diesen Totalausfall der Infrastruktur hätten durch rechtszeitiges Handeln verhindern können.

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Es ist eine Politik der bewussten Zerstörung unseren deutschen Landes und den Wohlstand der Deutschen und jener Nichtdeutschen, die sich rechtmäßig in der Bundesrepublik aufhalten. Hierfür gibt es auch keine Entschuldigung. Es fehlt nicht am Geld, nicht an den wirtschaftlichen und menschlichen Ressourcen, sondern am politischen Willen des parteipolitischen Kartells von CDU/SPD/Grünen und FDP. Dies zeigen die nach dem Gießkannenprinzip vorgenommenen wirtschaftlichen Verteilungen der Steuereinnahmen in aller Welt, während notwendige Investitionen im eigenen Land verhindert, gekürzt, aufgeschoben oder im überbordenden Bürokratismus im Zusammenspiel mit unsäglichen EU-Richtlinien zum Nachteil unserer Bürger boykottiert werden.

Der nun wirtschaftliche Schaden für die Region und den einzelnen Bürger wird unermesslich sein und zugleich wird der zwischenmenschliche Austausch der in der Region wohnenden Bürger erschwert. Es wird nicht mehr so einfach sein von der Bonner Seite aus Freunde und Familie im von der Rheinbrücke getrennten Bereich der Region zu besuchen. Man wird etliche Kilometer und Zeit mehr aufwenden müssen und zudem mit noch höheren Spritkosten gesegnet werden.

Langzeitgedächtnis anschalten!

Als Satire kann man dann nur bezeichnen, dass sich auch SPD und Grüne mit mahnenden oder die Bevölkerung beruhigende Worte in Erinnerung bringen. Das haben sie angesichts der Wahlergebnisse und noch zu erwartender Wahlergebnisse auch bitter nötig. Allerdings sind die beruhigenden Worte nach der Suche nach „einer bestmöglichen Umleitung“ oder „der Suche nach einer gemeinsamen schnellen Lösung für die entstehenden Verkehrssituation“ angesichts der spärlich vorhandenen Möglichkeiten und der eigenen Verantwortung für die nun entstandenen mehr als nur missliche Lage eine Frechheit gegenüber den Bürgern.

Man kann nur hoffen, dass die Bürger einmal ihr Kurzzeitgedächtnis ausschalten und das Langzeitgedächtnis anschalten und bei den nächsten Wahlen in Erinnerung dieser Vernachlässigung der eigenen Interessen das Kartell abwählen und in der Zwischenzeit kann man nur immer wieder dazu auffordern, geht auf die Straße, schließt Euch wo und wann auch immer den regierungskritischen, non-konformen und oppositionellen Gruppen an, gleich ob rechts oder links oder einfach nur kritisch. Wichtig ist, dass diese Politiker, die für den Niedergang unserer Region, für den Niedergang NRWs und allen deutschen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland die Rote Karte gezeigt bekommen und ihren Machenschaften ein Ende bereitet wird.

 Ariane Meise

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