Frankreich: Afrikanischer Migrant tötet Flüchtlingshelfer

Das Opfer war ehrenamtlich für verschiedene Hilfsorganisationen tätig.

In Frankreich hat ein 22-jähriger Afrikaner aus der Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire) den 56-jährigen Bertrand Louiset erstochen, der ihm Schutz gewährt hatte. Der Ivorer hat inzwischen gestanden und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Tat geschah bereits Mitte Dezember, ist jedoch erst in den letzten Tagen – allerdings kaum über Frankreich hinaus – bekannt geworden.

Über den Täter weiß man inzwischen, dass er 2017 zu Studienzwecken in Frankreich eingereist war. Weil er keine ausreichenden Ergebnisse in den Prüfungen erzielt hatte, wurde sein Visum nicht verlängert. Der Aufforderung, freiwillig auszureisen, folgte er nicht.

Das Opfer, ein Mann aus der Stadt Tours, war seit Jahren ehrenamtlich für verschiedene Hilfsorganisationen tätig. Bertrand Louiset arbeitete unter anderem bei UTOPIA56 und einer Organisation, die unbegleitete minderjährige Migranten unterstützt. Dabei traf er wohl auch auf den jungen Afrikaner. Er ließ ihn sogar bei sich wohnen, was er schließlich mit dem Leben bezahlen musste.

Anlass soll ein Streit zwischen dem Franzosen und dem 22-Jährigen gewesen sei. Louiset hatte seinen Gast gebeten, die Wohnung wieder zu verlassen. Daraufhin griff dieser mit einem Messer an und tötete ihn mit 28 Stichen. Erst sechs Tage später wurde die Leiche des Franzosen in seinem Haus gefunden.

Der Mörder lebte da noch immer in der Wohnung seines Opfers und hatte sogar Gäste eingeladen. Einer von denen wunderte sich über den unangenehmen Geruch und fand zunächst ein blutbeflecktes Messer und schließlich den Toten in seinem Bett. Die Polizei wurde alarmiert.

Am 17. Dezember 2018 wurde der geständige Täter festgenommen. Inzwischen wurde er auch vor den Ermittlungsrichter gebracht und wegen Mordes angeklagt. (sp)

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