Islamisierung: Scheingefechte um Islam-Institut in Berlin

Berlin ist nicht der erste Hochschulstandort, in dem islamische Theologie gelehrt wird.

Das Kuratorium der Humboldt-Universität hat am Freitag die Gründung eines Zentralinstituts für Islamische Theologie beschlossen. Damit kann das Ausschreibungsverfahren für die vier zu besetzenden Professuren starten.

Der Vorgang an sich wird von etablierter Seite allgemein begrüßt. Kritik gibt es bisher nur am Fehlen “liberaler muslimischer Stimmen” im Instituts-Beirat und der Tendenz einiger seiner Mitglieder zu “Israelfeindlichkeit und Antisemitismus”. Doch was will man anderes erwarten, wenn man die Anhänger einer Religion mit politischem Machtanspruch erst einwandern und sich dann ungehindert organisieren lässt?

Berlin ist nicht der erste Hochschulstandort, in dem islamische Theologie gelehrt wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit 2011 entsprechende Zentren in Tübingen, Frankfurt, Münster, Osnabrück und Erlangen-Nürnberg mit insgesamt rund 36 Millionen Euro gefördert. Inzwischen gibt es mehr als 2000 Studierende an den fünf Standorten, die ein schulisches Lehramt anstreben oder in der Sozial- und Gemeindearbeit sowie in die Wissenschaft tätig werden wollen.

Das Ganze wird als Reaktion des Wissenschaftssystems auf die “wachsende Pluralität der religiösen Strömungen in Deutschland” dargestellt. Von einer entsprechenden Entwicklung in islamisch geprägten Ländern war bislang allerdings nichts zu hören.

Stattdessen treten nicht nur an der Universität Hamburg zunehmend „Probleme zwischen frommen Anhängern verschiedener Religionen und Nichtgläubigen“ auf. Muslimische Studentinnen wurden hier aufgefordert, ein Kopftuch zu tragen. Salafistische Prediger riefen auf den Fluren zu Gebeten auf. An der Humboldt-Universität fand kürzlich ein Workshop mit dem Titel „Technik des Kopftuchbindens“ statt, in Dresden gibt es bei der Volkshochschule regelmäßig die Möglichkeit, eine “Burka auf Probe” zu tragen.

Toleranzbesoffene Traumtänzer bereiten dem Islam den Weg in die Gesellschaft, nicht merkend, dass sie damit den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen. Wenn erst einmal die Machtfrage im Sinne des Propheten gestellt wurde, dürften für linke Weltverbesserer die Gefängnisse so offen stehen, wie heute bereits in der Türkei oder dem Iran. Dann dürfte es für eine Besinnung allerdings zu spät sein. (s.p.)

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