Neue Masche: Mit dem Bildungsvisum zum Asyl

Razzien gegen Schleuser

Gekaufte Papiere, Scheinehen, Touristenvisa oder einfach illegal über die grüne Grenze – ein Weg ins “Sozialparadies Deutschland” findet sich fast immer. Und ist man erst einmal hier, ist der dauerhafte Aufenthalt so gut wie sicher. Seit gestern wurde der Öffentlichkeit eine neue Betrugs-Variante bei der Einreise bekannt.

Wie die Bundespolizeidirektion Pirna mitteilte, fanden in Dresden und Leverkusen Razzien gegen eine Schleuserbande statt. Ermittelt wird gegen sechs Beschuldigte (zwei deutsche und vier syrische Staatsangehörige), die im Verdacht stehen, syrischen Staatsangehörigen “Visa für Studienzwecke” verschafft zu haben.

Besorgt wurden die Papiere in der deutschen Botschaft in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate). Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, sollen die Beschuldigten dazu zeitweilig bis zu drei Scheinfirmen betrieben haben, um den vorgetäuschten Studienabsichten einen legalen Anschein zu geben. So wurden über diese Firmen u.a. fingierte Sprachzertifikate sowie Bildungsabschlüsse organisiert.

Die Nutzer dieses Betruges beantragten nach der Einreise in der Regel direkt Asyl. Ob auch gegen diesen Personenkreis jetzt polizeilich ermittelt wird, ist nicht bekannt.

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