Unsere Heimat braucht keine GroKo!

Dient das "Heimatministerium" der Wählertäuschung?

Die Inhalte des Koalitionsvertrags der Großen Koalition sind so nichtssagend, dass kaum jemand darüber spricht. Es geht fast ausschließlich um die Besetzung der Ministerposten und die vermeintliche Eignung der Personen, die dafür im Gespräch sind. Auch über den Zuschnitt der künftigen Ministerien wird eifrig diskutiert.

Besonders viel Häme wird über den designierten Innenminister Horst Seehofer verschüttet, der nach dem wenig ruhmvollen Abgang als bayerischer Ministerpräsident nun wohl einen hochdotierten Alterssitz sucht. Das Innenministerium soll um die Bereiche Bau und Heimat ergänzt werden.

Doch was ist von einem Heimatminister Seehofer und einem Heimatministerium unter einer Bundeskanzlerin Angela Merkel zu erwarten?

Es ist mehr als fragwürdig, dass ausgerechnet die Parteien, die Deutschland zu einem Wirtschaftsstandort degradiert haben, in der Lage sein sollen, den Begriff Heimat mit Leben zu füllen. Wer aktiv daran mitwirkt, dass binnen weniger Jahre Millionen Fremde nach Deutschland strömen, dessen Heimatbewusstsein kann nicht sehr ausgeprägt sein. Seehofer hatte den Wählern vor der Bundestagswahl eine Obergrenze bei der Aufnahme von Asylbewerbern versprochen, um danach einzuknicken. Das Ergebnis ist ein variabler Korridor, der den entsprechenden Verhältnissen und Zuwanderungswellen angepasst werden kann.

Berlin

Parteien, die aus der deutschen Geschichte ein Verbrecheralbum machen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinweisen, dass das deutsche Volk eine sich aus der Geschichte ergebende Verantwortung für alles Fremde habe, haben ein pathologisches Verhältnis zur eigenen Heimat.

Es ist zu erwarten, dass ein solches Heimatministerium nur eingerichtet wird, um vor allem konservativen und patriotischen Wählern Sand in die Augen zu streuen und vorzugaukeln, dass man ihre Sorgen ernst nimmt.

Doch wenn man die Heimat schützen will, muss man der Überfremdung Deutschlands den Kampf ansagen. Wer die Heimat liebt, muss unsere Kultur erhalten und sie nicht zugunsten eines irren Multikulti-Experiments opfern. Heimat heißt Bewusstsein für das Eigene.

Unsere Heimat ist zu wichtig, um sie Wendehals-Politikern wie Seehofer anzuvertrauen. Unsere Heimat braucht keine GroKo, unsere Heimat braucht Menschen und Politiker, die nicht nur kurz vor Wahlen auf die patriotische Karte setzen, sondern deren Antrieb aus tief empfundenes National- und Heimatbewusstsein ist.

Ronny Zasowk

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