Islamisierung: Burka-Tragen auf Probe

„Kopftuch und Hijab in Dresden - Kleiderordnungen im Islam“
Burka

Die Zahl der Trägerinnen islamischer Kleidung im Straßenbild deutscher Städte wächst ständig. Passend dazu wird bei der Volkshochschule (vhs) der sächsischen Landeshauptstadt ein Kurs mit dem Titel „Kopftuch und Hijab in Dresden – Kleiderordnungen im Islam“ angeboten, bei dem „Praxis, Herkunft und Bedeutung der einzelnen Kleiderordnungen aufgezeigt“ und „sogar praktisch (wie fühlt sich eine Burka an) ausprobiert“ werden können. Die Veranstaltung wird von der Ethnologin und Äthiopistin Dr. Verena Böll geleitet. Von der Landeshauptstadt Dresden gefördert, ist sie für die Teilnehmer kostenfrei.

Niqab

Nachdem bei der Boulevard-Presse die Wellen in dieser Sache hochschlugen, hat sich vhs-Dresden-Direktor Jürgen Küfner mit Hilfe einer PR-Agentur zur Wehr gesetzt. In einer (wenig überzeugenden) Pressemitteilung erregt sich Küfner über „eine verzerrte und an Populismus grenzende Berichterstattung“ und die dadurch „künstlich ausgelöste Kontroverse“. Angeblich diene der Kurs der „wertfreien und neutralen Aufklärung und Information über die verschiedenen Kleiderordnungen im Islam“.

Halal-Zertifikat

Um weiteren Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen, haben Interessenten neuerdings das „persönliche ehrenamtliche Engagement (…) bei der Anmeldung in geeigneter Form nachzuweisen“. Da könnte man auch ein Schild an die Tür hängen, welche Personen (neben Hunden?) „draußen bleiben“ müssen!

Berlin

Bei einem anderen Kurs, der ebenfalls von Frau Dr. Böll geleitet wird, ist die freie Anmeldung noch möglich: Er ist mit „Muslime und ihr Alltag in Dresden“ überschrieben und möchte den Teilnehmern hierbei helfen, Fragen wie „Wo gibt es den besten Yoghurt, den leckersten Spinat oder Taleya, die Knoblauchsoße? Wo wird Fleisch angeboten, welches halal (rein) ist? Wie werden die Feste gefeiert?“ zu beantworten. Natürlich wird ganz freundlich mitbehandelt, welche Rolle die Religion bei Muslimen in Dresden spielt und wie „bei den ‘alteingesessenen’ Muslimen der Zustrom durch die Flüchtlinge empfunden“ wird. Die Frage, wie diese Entwicklung bei den „alteingesessenen“ Sachsen gesehen wird, spielt keine Rolle – wozu auch?

Kursleiterin Böll ist nach eigenen Angaben von „Afrika fasziniert“ und hat während ihrer Studien „immer aufregendere Aspekte der Kulturen“ entdeckt. Dafür reicht heute schon ein Besuch des Wiener Platzes am Dresdener Hauptbahnhof oder ähnlich „bunt und vielfältig“ erscheinenden Gegenden Deutschlands!

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