Köthen: Jugendstrafen im Fall Markus B.

Das Urteil kam wie erwartet. Wurde anfangs im Falle des Todes des Deutschen Markus B. noch von Mord oder Totschlag gesprochen, so klagte die Staatsanwaltschaft lediglich Körperverletzung mit Todesfolge...
Stille Anteilnahme am Tatort

Das Urteil kam wie erwartet. Wurde anfangs im Falle des Todes des Deutschen Markus B. noch von Mord oder Totschlag gesprochen, so klagte die Staatsanwaltschaft lediglich Körperverletzung mit Todesfolge an.

Im Laufe des Prozesses wurde daraus eine gefährliche Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft forderte Jugendstrafen, die Anwälte sogar Freispruch.

Das Gericht folgte heute weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft und verurteilte den älteren Angeklagten zu einem Jahr und acht Monaten Haft, den jüngeren zu einem Jahr und fünf Monaten. Zwar lautete das Urteil wieder auf “Körperverletzung mit Todesfolge”, eine längere Haftzeit brachte es jedoch nicht – warum auch immer.

Gedenken in Köthen

Wie konnte es dazu kommen? Große Aufmerksamkeit erlangte eine über das Internet verbreitete Aussage, in der von einem brutalen Angriff der afghanischen Asylforderer – einschließlich Tritten – auf das 22-jährige Opfer die Rede war.

Die Folge waren große Protestkundgebungen gegen dieses Verbrechen. Die Ermittlungsbehörden wiegelten rasch ab und die Justizministerin behauptete sogar, es habe überhaupt keine Tritte gegeben. Doch auch die Augenzeugin knickte im Prozess ein und berief sich darauf, ohne Brille nicht richtig sehen zu können. Das rief großes Erstaunen im Gerichtssaal hervor. Überprüft wurde diese Angabe aber anscheinend nicht.

Die medizinischen Gutachter stellten fest, das Markus B. an einem schweren Herzfehler litt und mehr als 2 Promille Alkohol im Blut hatte. Da während der Obduktion außerdem keine schweren Verletzungen festgestellt werden konnten, kamen sie zu dem Schluss, dass das Opfer auch ohne den Angriff an einem Herzinfarkt hätte sterben können.

Tatort Karlsplatz

Die Angeklagten selbst stritten jegliche Beteiligung an der Tat ab. Zum Glück gab es einige weitere Zeugen, die das Gegenteil – offenbar glaubhaft – belegen konnten. Das hinderte die Anwälte aber nicht daran, Freispruch in Sachen Markus B. zu fordern. Eine Bewährungsstrafe sollte es lediglich dafür geben, weil ein Afghane den anderen im Streit verletzt hatte.

Laut MZ gab es nach der Verkündung des Urteils “Tumulte”. Ein Bruder des Verstorbenen soll im Saal des Landgerichts “Tische umgeworfen”, ein anderer Bruder “lautstark herumgebrüllt” haben, die Schwester des Opfers weinte.

Der junge Mann könnte noch leben, wenn er sich nicht in einen Streit zwischen einem Mädchen und drei Afghanen eingemischt hätte. Zahlreiche weitere Straftaten hätten nicht stattgefunden, wenn man die Täter an der Einreise gehindert hätte oder wenn sie aufgrund vorheriger Straftaten konsequent abgeschoben worden wären.

Die herrschende Politik trägt für jeden der Toten die politische Verantwortung. Wie lange noch? (sp)

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