Merkels größte Lüge

Ein Kommentar von Marc Bonmot Was ist passiert? Ich erinnere mich, wie noch vor 20 Jahren die Sonne gleißender zu scheinen schien und politische Debatten hitzig, aber gleichfalls vernünftiger...

Was ist passiert? Ich erinnere mich, wie noch vor 20 Jahren die Sonne gleißender zu scheinen schien und politische Debatten hitzig, aber gleichfalls vernünftiger abliefen. Deutsche Energiepolitik war nicht davon abhängig, ob gerade am anderen Ende der Welt etwas schief lief und die Außenpolitik nicht davon, ob Merkel et al. sich vom gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten gemobbt fühlten.

Zu Beginn des inzwischen über eine Dekade umspannenden Marathons von Merkels Regentschaft haben nicht wenige Bürger den klaren Blick auf ihre Finger verloren, ähnlich wie die CSU unter Muttis weitreichender Rute aus Berlin ihre Authentizität sukzessiv einbüßte.

Jetzt aber, 14 Jahre später, sind zum Schreck der Politischen Kaste viele schlafende Michels aufgewacht und das Gähnen ist ihnen zügig vergangen: Wohnungen, die von Quartal zu Quartal unbezahlbarer werden, Arbeitsmärkte, die des Begriffes „Soziale Marktwirtschaft“ nicht mehr ansatzweise wert sind, Schulen, die indoktrinieren und nicht bilden, Universitäten, die akademische Wiederkäuer am Fließband ausscheiden, Großkonzerne, die sich mit politischen Kampagnen und virtue signalling zu profilieren versuchen und gleichzeitig massenweise Arbeitsplätze ins Ausland outsourcen.

Magdeburg: Polizeistand unter Druck

Und natürlich Polizisten, die mit preußischem Pflichtbewusstsein Bürgern Strafzettel verteilen, den Antifantenkindern der 68er Politiker und Beamten nach vollzogener Randale Trinkpäckchen als Tribut überreichen und nicht selten hoffen, von Städten wie München wegversetzt zu werden, weil die einheitlichen Gehälter ein Leben unter Münchens hyperinflationierten Mieten mathematisch unmöglich machen.

Wie konnte also ein Land, das ehemals zu den wohlhabendsten der Welt zählte, sich dermaßen verfahren? 2018 lag Deutschlands pro Kopf BIP u.a. hinter Islands (ja, Island), dem der Niederlande und sogar Irlands – und das obwohl Apple dort ungern Steuern zahlt.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (Bild: RudolfSimon, CC BY-SA 3.0)

Die unbequeme Wahrheit ist, dass Deutschland erodiert; als organisches Volksgefüge, wirtschaftlich und kulturell. Hinter Schäubles Lieblingshobby, dem Malen Schwarzer Nullen™ – wie verhöhnende Graffiti an die Wände der Annalen dieses Landes – verbirgt sich eine Ansammlung banaler Buchhaltertricks kombiniert mit langjährig geschulter Dreistigkeit im Anlügen der eigenen Wählerschaft.

Ein kleiner Crash Kurs in Ökonomik: Eine schwarze Null bedeutet, dass weder Gewinn noch Verlust geschrieben wurde, d.h. ein ausgeglichener Haushalt vorliegt. Dieser setzt sich aus zahlreichen einzelnen Elementen („Posten“) zusammen, die Gelder in Scholz’ Taschen zufließen oder abfließen lassen. Und genau hier liegt der Hase begraben, denn weder ist den meisten Bürgern bekannt, wie diese Myriade an Posten genau aussieht, noch erklärt die Bundesregierung transparent und ehrlich die unterschwelligen Entwicklungen, welche diese durchlaufen.

So muss z.B. Infrastruktur wie Straßen, Tunnel, Sozialwohnungen sowie Schulen etc. regelmäßig repariert, gewartet und irgendwann auch neugebaut werden. Dies fällt alle paar Jahre/Jahrzehnte an und bildet jedes Jahr eine durchschnittliche Gesamtanforderung für den Bundeshaushalt.

Streicht das Finanzministerium solchen Projekten die Finanzierung, lässt es sich bei extremem demographischen Wandel leicht verbergen, der Bundestag darf sich ein weiteres Jahr selbst beweihräuchern und von den Leidtragenden hat man nichts zu befürchten, spätestens nachdem Greta Thunberg anschaulich bewiesen hat, wie es um das kritische Denkvermögen moderner Musterschüler bestellt ist.

Wenden wir uns dem Elefanten im Raum zu, der Massenzuwanderung. Als sämtliche heute noch relevanten Politiker Anfang dieses Jahrtausends die Globalisierung priesen, und diese politisch verschärft zum Globalismus mutierte, warnte kein Verantwortlicher auf dem Weg dahin die Bürger, dass globalisierte Warenströme im Kleingedruckten auch globalisierte Arbeitskräfteströme bedeuten (hunderttausende, vielleicht Millionen deutscher Arbeiter wissen das inzwischen sehr genau). Seitdem die Zerstörung Syriens und das historische Leiden derdortigen Bevölkerung erschreckend erfolgreich als Vorwand missbraucht wird, um Millionen Nicht-Syrer in die EU – ehemals unbürokratisch „Europa“ genannt – einzuschleusen, Gewaltkriminalität insbesondere gegenüber den Wehrlosesten und Ärmsten explodiert – Politiker aber von jeglicher Realität abgeschottet weiter regieren- und Deutschlands Mitte kollektiv am Stockholm Syndrom erkrankt, ertönt es weiterhin ohrenbetäubend seitens der alternden Medien, dass es um Deutschlands Wirtschaft Klasse bestellt sei, allein schon dank all der fleißigen Fachkräfte™.

Militärflughafen asch-Scha‘irat

Wie soll es möglich sein, dass Deutschland jährlich hunderttausende bis Millionen Zuwanderer ins Sozialsystem erleidet und trotzdem von „schwarzen Nullen“ und „sicheren Renten“ halluziniert wird? Die Wahrheit ist, diese historisch monumentalen Kosten werden versteckt, ignoriert, banalisiert. Versteckt, indem deutschlandweit Grund-und andere Steuern erdrückend schnell ansteigen, indem soziale Ausgaben für gewöhnliche Bürger soweit es geht gestrichen („eingespart“) und zur Finanzierung Millionen zusätzlicher Personen, die niemals in die Sozialsysteme einzahlten, großzügig ausgeteilt werden. Die SPD versucht dies als „sozial“ zu verkaufen, die CDU als „fiskalisch kompetent“, die Linke als „Menschenrecht“ und Grünen/FDP sind derweil damit beschäftigt, sich von Marketingberatern neue Positionierungen für die nächste Bundestagswahl vorschlagen zu lassen. Während Jahr für Jahr heuchlerisch über sich verbreiternde Armutsscheren berichtet wird, greift der Staat tiefer und obszöner in die Taschen der Bürger, rodet die Arbeit und den Lebensmut der Mittelschicht ab, lässt Millionen wirtschaftlich und sozial herabstürzen und siedelt sie anschließend zwangsweise mit überquellenden Gruppen von Personen zusammen, die kein authentischer Syrer je in seinem Land erblickt hatte.

Aber seien Sie unbesorgt, stetig fallende Reallöhne, dutzende Milliarden jährlicher Ausgaben für mehr oder weniger legale Zuwanderer aus aller Welt und die sozialen Kosten durch Kriminalität – die kein Nobel-Ökonom adäquat in seine Modelle miteinbezieht, schließlich wären sämtliche globalisierungsfreundliche Kalkulationen sofort zunichte – sind keine Bedrohung für unsere geliebte Schwarze Null. Denn große Teile der per staatlichem Gewaltmonopol eingezogenen Gelder fließen über den Umweg der Sozialempfänger auf die Konten internationaler Konzerne: Supermarktketten, Telekommunikationsanbieter, Kleider made in Bangladesch und zunehmend sogar auch Mieten. Globalisierung bedeutet nicht nur Avocados im Winter, sondern auch Vermieter aus Saudi Arabien, China und England (durch einen Brexit werden sie diesen trotzdem nicht los); soviel Diversität hat natürlich ihren Preis, fragen sie die Münchner Polizisten. Die steigenden Gewinne dieser Konzerne ermöglichen anschließend ein wissenschaftlich korrektes Schönrechnen des BIP, denn je mehr Geld politisch erzwungen von unten nach oben umverteilt wird, desto mehr Transaktionen werden erfasst und desto praller die Bilanzen, aus denen zum Jahresende eine große, dicke BIP Zahl gezaubert werden kann.

Die Trinität der wirtschaftlichen Augenwischerei wird durch die Konsequenzen für unsere Renten komplettiert. Nachdem die wirtschaftliche Scheinstabilität der EU und besonders der Eurozone sich seit 2008 immer noch nicht vollumfassend erholt hat und jedes Jahr aufs neue eine Rezession durch Niedrigzinsen abgewendet werden muss, wird den zukünftigen Renten schleichend der Boden unter den Füßen entzogen. Rentenfonds und ähnliche Anlagesysteme ermöglichen zukünftige Rentenauszahlungen, indem heute angelegtes Geld verzinst wird. Je niedriger die Leitzinsen, desto direkt und indirekt niedriger der jährliche Zugewinn unserer Altersvorsorgesysteme. Lässt man vor diesem Hintergrund nicht außer Acht, dass praktisch jeder Zuwanderer, der aus dysfunktionalen Ländern stammt (von Donald Trump „shit hole countries“ getauft) auch hier bleiben will – sei es legal, illegal oder halblegal (Angriffe auf deutsche Bürger, vor allem Polizisten, machen nach politischem Willen Abschiebungen praktisch unmöglich) – so überkommt sogar den naivsten 68er Nostalgiker oder Globalisierungsliebhaber aus FDP et al. die Ahnung, dass gerechte und lebenswürdige Renten bei gleichbleibendem Kurs in naher Zukunft ein blasses Echo aus der Vergangenheit sein werden.

Mal schauen, vielleicht schlägt eine Werbeagentur ihnen dies als Germanys next top Wahlstrategie vor – schlimmer als Von der Leyens Beratungserfahrungen wird es schon nicht werden.

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