Islamisierung: Die „Kinder des Koran“ und die gespielte Empörung

Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des Buches „Kinder des Koran“ schlugen die Wellen hoch. Nun – allzu hoch dann aber doch nicht, denn in den Hauptnachrichten fand Constantin Schreibers...

Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des Buches „Kinder des Koran“ schlugen die Wellen hoch. Nun – allzu hoch dann aber doch nicht, denn in den Hauptnachrichten fand Constantin Schreibers neues Werk meist nicht statt. In diesem kritisiert der Tagesschau-Moderator islamische Schulbücher. Sie seien durch Nationalismus, politische Propaganda, Geschlechterklischees und religiöse Intoleranz geprägt. „Das war ganz scheußlich, was ich da zu lesen bekam“, so der Autor kürzlich bei der Buchvorstellung in Berlin.

Der Grimme-Preisträger hat für diese Erkenntnis in 100 Schulbüchern aus Afghanistan, dem Iran, Ägypten, Palästina und der Türkei recherchiert. Aus seiner Sicht “dienen die Bücher nicht der Bildung, sondern der Ideologisierung beziehungsweise der Festigung eines Narrativs.“ In Afghanistan zum Beispiel verstärken die Schulbücher die „extrem konservative islamische Gesellschaftsordnung“. Es werde zwischen einer guten Welt der Muslime und einer schlechten Welt der Ungläubigen unterschieden: “Die Aufrufer zu Gott (Muslime) sind das beste Volk!” Kritische Reflexionen von Glaubenssätzen sucht man vergeblich, stattdessen wird das Bild eines zornigen Allah gezeichnet, der absoluten Gehorsam fordert.

Diesen Zorn hat Schreiber selbst zu spüren bekommen, nachdem 2017 sein Buch “Inside Islam” und die TV‐Reihe “Moscheereport” erschienen waren. Ihm wurde von verschiedenen Seiten Islamfeindlichkeit vorgeworfen, er wurde nach eigenen Angaben “bedroht, beschimpft, beleidigt”.

Schreiber versucht, den Finger auf einen wunden Punkt zu legen, wenn er den Zusammenhang zwischen den im orientalischen Kulturkreis vermittelten Unterrichtsinhalten und den damit aufgewachsenen Einwanderern herstellt, die nun Europa als ihren Lebensraum entdeckt haben und entsprechend gestalten wollen.

Islamische Kämpfer – inzwischen bei uns angekommen?

Der Autor entwickelt aber wie schon in “Inside Islam” keine aussichtsreiche Gegenstrategie. Das liegt nicht zuletzt daran, dass eine solche Strategie eine weitere Islamisierung unseres Landes nicht nur stoppen, sondern zurückdrängen müsste. Dafür fehlen jedoch nicht nur die gesetzlichen Grundlagen, sondern auch jeglicher Wille bei den (noch) herrschenden Eliten. Ihnen ist es völlig gleich, welcher Religion die Arbeitskräfte (oder denen, die – frei nach Katrin Göring-Eckardt – in unserem Sozialsystem zuhause sind) anhängen und aus welchen Gegenden der Welt sie stammen. Dass mit dieser Entwicklung die Grundlagen der wirtschaftlichen Erfolge gerade in Deutschland zerstört werden, ist ihnen bisher nicht in den Sinn gekommen.

Zu ernsthaften Konsequenzen wird also auch dieses Buch nicht führen. Bestenfalls könnten – wenn überhaupt – Fördermittel gestrichen werden, mit deren Hilfe einige dieser Lehrbücher erstellt wurden. Dabei müsste die Frage lauten: Wie holen wir unser Land zurück? (sp)

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