Wende in Italien? 147 Migranten aus Libyen reisen mit dem Flugzeug ein.

Ein Blick in italienische Medien offenbart den Grund für den scheinbaren Gesinnungswandel: Die Migranten erhalten nach “einer öffentlichen Sicherheitskontrolle” ein Visum! Besonders überraschend ist das nicht. Wenn auch bis...

Ein Blick in italienische Medien offenbart den Grund für den scheinbaren Gesinnungswandel: Die Migranten erhalten nach “einer öffentlichen Sicherheitskontrolle” ein Visum! Besonders überraschend ist das nicht. Wenn auch bis jetzt über die eigentlichen Zielorte nichts bekannt ist: man kann sich denken, wohin die Reise gehen wird.

Unter den in Pratica di Mare im Rahmen einer “humanitären Evakuierung” gelandeten Personen kommen nach Angaben des italienischen Innenministeriums 69 aus Eritrea, 61 aus Somalia, 6 aus dem Sudan, 5 aus Syrien und 5 aus Äthiopien. Darunter befinden sich 68 Kinder, von denen 46 unbegleitet sind. Wir erinnern uns: Die Aufnahme unbegleiteter Flüchtlinge kostet im Durchschnitt rund 50.000 Euro pro Fall (Stand 2017). Eine Abschiebung findet in solchen Fällen nicht statt, dafür gelingt die Familienzusammenführung besonders schnell.

Ankunft in Pratica di Mare

Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk meldete, handelt es sich um die fünfte derartige Evakuierungsaktion seit 2017. Vorherige Transporte brachten Migranten beispielsweise in den Niger – eher nicht das Ziel der Träume! Federico Fossi vom UNHCR sprach in diesem Zusammenhang von einer “Notevakuierung” und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass andere Staaten in der Zukunft dieselbe Art von Operation durchführen.

Zuvor hatte schon Craig Kenzie (Ärzte-ohne-Grenzen) die internationale Gemeinschaft dazu aufgefordert, die Menschen schnellstmöglich aus Libyen zu evakuieren. Auch Papst Franziskus hatte erst am letzten Sonntag wieder appelliert, in den Konflikt einzugreifen. Ziel sei es, eine Lösung zu finden, die die Sicherheit der Zivilbevölkerung und potenzieller Flüchtlinge gewährleistet, die nach “neuesten Erkenntnissen” bereits Zehntausende seien.

Der italienische Senders Rai News filmte die Ankunft der “Flüchtlinge”. Sie waren offenbar wohlauf, weder verletzt noch unterernährt, dafür aber ordentlich gekleidet bzw. verschleiert. Willkommen in Europa! (sp)

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