»Ich wirke jetzt pädagogischer denn je!«

Seit Mai 2018 ist Nikolai Nerling in Vollzeit als YouTuber unter dem Namen »Der Volkslehrer« unterwegs, nachdem er aufgrund seiner unbequemen Fragestellungen vom Schuldienst suspendiert worden war. Der Volkslehrer,...

Seit Mai 2018 ist Nikolai Nerling in Vollzeit als YouTuber unter dem Namen »Der Volkslehrer« unterwegs, nachdem er aufgrund seiner unbequemen Fragestellungen vom Schuldienst suspendiert worden war. Der Volkslehrer, dessen YouTube-Filme ein großes Publikum erreichen, besuchte die DS auf der Leipziger Buchmesse und begleitete uns zur Eröffnung derselben.

Nikolai Nerling, bekannt als »Der Volkslehrer«

DS: Herr Nerling, oder Herr Lehrer (*lach*), was veranlaßte Sie, sich öffentlich in die Gefilde kritisch-hinterfragender Politik zu begeben und wußten Sie, worauf Sie sich dabei einlassen? Wie entstand eigentlich der bekannte Blogger bzw. Vlogger »Der Volkslehrer«?

Im Jahr 2013 / 2014 begann ich, gewisse allgemein-bekannte Dinge zu hinterfragen. Was sich mir da auftat, war durchaus bemerkenswert: Die offizielle Darstellung des elften September erschien zweifelhaft, die Unruhen am Maidan von Geheimdiensten unterstützt und die Geschichte des Zweiten Weltkrieges – nun ja, ich erspare mir weitere Ausführungen. All das ließ mich fühlen, als sei ich aus einem tiefen Schlaf erwacht.

Ich verstand auf einmal, daß ich mein ganzes bisheriges Leben über so viele Dinge belogen und betrogen wurde, daß ich es einfach nicht aushalten konnte, mit diesen Erkenntnissen einfach so weiter zu machen.

Nikolai Nerling im Interview mit DEUTSCHE STIMME, Ausgabe Mai 2019

Nachdem ich mich ausführlich in vielen Bereichen weitergebildet hatte, mußte ich mein Wissen mit anderen teilen. Viele meiner damaligen Freunde nahmen einiges interessiert auf, aber waren doch von der Fülle der »alternativen Fakten« meist erschlagen. Das war für mich ein wenig enttäuschend, doch ich konnte auf sie keine Rücksicht nehmen. Als ich dann auf dem Kirchentag 2016 in die Schweigeminute für die ertrunkenen Einwanderer rief, daß diese Veranstaltung eine Heuchelei sei, spürte ich, daß mir etwas bevorstehen sollte. Und so kam es auch. Mein #Aufschrei wurde auf YouTube gesendet und hunderttausendfach aufgerufen. Es gab offenbar viele, die sich für das interessierten, was ich zu sagen hatte. RT Deutsch machte dann ein Interview mit mir und so wurde ich der Öffentlichkeit bekannt.

Sooo groß wird in der BRD Meinungsfreiheit geschrieben.

Meine nächste Aktion war dann kurz vor den letzten Bundestagswahlen, als ich Frau Merkel während einer Wahlkampfveranstaltung einige Dinge entgegenrief und das Volk aufrief, von Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz Gebrauch zu machen – das Recht auf Widerstand. Diese Tat filmte ich selber und schickte das Material an eine YouTuberin, damit sie es veröffentlichen sollte. Ich hatte ja zu dem Zeitpunkt noch keinen Kanal und hatte auch nicht vor, einen zu eröffnen. Als ich in den Kommentaren las, daß viele Menschen meinten, ich würde sicher die AfD wählen, entschloß ich, einen eigenen Kanal zu erstellen, um dieser Irrmeinung zu widersprechen. Ich halte die AfD nämlich für eine gesteuerte Opposition, auch wenn viele Mitglieder absolut in Ordnung und aufrecht sind. Ja, und damit war mein Kanal geboren.

DS: Sie mußten sich relativ bald nach Beanspruchung der Meinungsfreiheit beruflicher Konsequenzen vergegenwärtigen. Können Sie unseren Lesern beschreiben, was da genau ablief?

Um es ganz genau zu beschreiben, müßte ich sehr weit ausholen. Das wird demnächst in meinem Buch zu lesen sein – aber nagelt mich nicht auf einen Erscheinungstermin fest! In Kürze umrissen gestaltete sich die Sache folgendermaßen: Ich besuchte im Dezember eine Diskussionsveranstaltung von und mit Lea Rosh, der Publizistin und Förderin des Holocaustmahnmals, mit dem Titel: »Wie umgehen mit der AfD? Ignorieren? Diskutieren? Wie? Ja wie? – kommen Sie und diskutieren Sie mit uns!« Dort filmte ich und nahm an der anschließenden Gesprächsrunde teil. Aus meiner Haltung machte ich keinen Hehl und dachte, daß es für alle doch spannend sein müßte, auch mal die Meinungeines Rechten zu hören. Ich sollte mich deutlich täuschen, denn bald nachdem ich meine Haltung zu erkennen gegeben hatte, wurde ich von Frau Roshs Lebensgefährten Herrn Lemke beleidigt und es erhob sich ein Geschrei und ein wütender Mob, angeführt von der Frau Rosh, drängte mich aus dem Raum. Im Eingangsbereich kam es zu einer Auseinandersetzung mit einem Gast, der meine Kamera vom Stativ gebrochen hatte und damit drohte, daß er mein Kennzeichen notiert hätte. Kurze Zeit später stand die Polizei im Raum und nahm unsere Personalien auf. Frau Rosh bestand auf einer Anzeige gegen mich und deswegen erstattete auch ich Anzeige gegen ihren Lebensgefährten wegen Beleidigung, Körperverletzung und Nötigung. Bis heute kam es übrigens zu keiner Verhandlung. Am nächsten Tag erschien im Tagesspiegel ein schöner Hetzartikel gegen mich und damit war das Interesse der Presse an mir geweckt. Anfang Januar gab es dann mehrere Interviewanfragen über meinen Schulleiter an mich.

Ich gab kein Interview, da kein Blatt bereit war, meine Bedingungen zu erfüllen, beispielsweise, daß ich das Gespräch aufzeichnen und veröffentlichen dürfe. Dies hielt die Presse-Heinis aber nicht davon ab, trotzdem die wildesten Schauergeschichten über mich zu verbreiten. Sogar im Radio wurde über mich berichtet. Mein Schulleiter hielt es von daher für das Beste, wenn ich erst mal nicht zur Schule kommen würde. Und aus dem »erst mal nicht zur Schule kommen« ist mittlerweile ein ganzes Jahr geworden.

https://www.youtube.com/watch?v=FMvX0PsSr6I&list=PLs8G_QpIpjOyPxkulCVPD7mtmZz78a8sq&index=7&t=0s

DS: Wie verhielten oder verhalten sich Ihre ehemaligen Kollegen? Öffentliche Solidarisierung wäre wohl zu viel des Mutes oder der Zivilcourage verlangt, aber gibt es heimlichen Zuspruch?

Ich habe tatsächlich von zwei (!) ehemaligen Kollegen gehört, daß sie es schon kraß finden, wie mit mir umgegangen wurde. Einer von ihnen war der Hausmeister.

Lesen Sie jetzt das vollständige Interview mit dem »Volkslehrer« Nikolai Nerling in der Mai-Ausgabe der Monatszeitung DEUTSCHE STIMME, die Sie hier bestellen können:

https://bestellung.deutsche-stimme.de/de/cat-einzelausgabe/

DS: Abschließende Frage: Sie waren im Rahmen Ihrer Videoveröffentlichungen auch schon einmal beim NPD-Europaabgeordneten Udo Voigt in Straßburg: Wie war Ihr Eindruck und was möchten Sie Herrn Voigt bzw. der NPD kurz vor der Neuwahl des Europaparlaments mit auf den Weg geben?

Herr Voigt ist einer meiner Lieblingspolitiker. Ich finde es stark, wie er sich gegen den Linkswahn der EU behauptet.

»Volkslehrer« Nikolai Nerling war kürzlich zu Gast bei dem NPD-Europaabgeordneten Udo Voigt im EU-Parlament.

Der NPD würde ich empfehlen, sich ein neues Logo zu überlegen, welches besser in die heutige Zeit paßt. Ansonsten: Nicht verbiegen lassen und tapfer weiter voran!

Udo Voigt (rechts) im Gespräch mit Nikolai Nerling

DS: Herr Nerling, vielen Dank für das Gespräch!

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