Altparteien in Panik: “Verlorene Mitte, feindselige Zustände”

“Verlorene Mitte, feindselige Zustände” Unter dieser Überschrift hat die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung eine Studie vorgelegt. Die Qualitätsmedien machen daraus – ohne die “Studie” selbst gelesen zu haben, Schlagzeilen wie “Jeder...

“Verlorene Mitte, feindselige Zustände”

Die einstige Arbeiterpartei hat den Bezug auf ihre Zielgruppe verloren.

Unter dieser Überschrift hat die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung eine Studie vorgelegt. Die Qualitätsmedien machen daraus – ohne die “Studie” selbst gelesen zu haben, Schlagzeilen wie “Jeder zweite Deutsche hat Ressentiments gegen Asylsuchende” (Spiegel) oder “Mehrheit demokratiefreundlich, ein Fünftel rechtspopulistisch” (Zeit).

Verwalter des Verfalls: “Mein Mannheim ist bunt, weltoffen und macht Spaß.”

Beklagt werden “negative Einstellungen gegenüber Asylsuchenden”, die sogar am Wachsen seien, obwohl angeblich die “Zahl der Asylsuchenden rückläufig” ist. Dabei sind lediglich die Zahlen der Erstanträge auf Asyl rückläufig, liegen aber immer noch im sechsstelligen Bereich pro Jahr. Die Zahl der Abschiebungen im gleichen Zeitraum ist fünfstellig (und tatsächlich rückläufig), ein Großteil scheitert, und mindestens jeder Dritte kehrt zurück. Familienzusammenführungen und “Neuansiedlungen” (Resettlement) und auch die Einwanderung über den Kreißsaal sorgen für weiteren Nachschub.

Realitätsverlust und Werteverzicht

An Tatsachen wie Überfremdung und zunehmende Islamisierung des öffentlichen Lebens kann das 320-seitige Produkt der Mitarbeiter einer kriselnden Partei nichts ändern – aber denunzieren oder verurteilen kann es schon. Aus schlechten Erfahrungen werden “Vorurteile” gemacht, Kritik an den herrschenden Zuständen und den Altparteien wird zu “Propaganda, Agitation und Falschnachrichten” umgedeutet oder aus der Verschiedenheit der Menschen “Ungleichwertigkeit”. Die Totschlagsvokabel “gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” zieht sich wie ein Roter Faden durch das Werk.

Anstatt sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, wurden 1.890 Personen per Telefon suggestiven Fragen ausgesetzt. Hier sei die Frage gestattet: Wen erreicht man eigentlich noch auf diese Weise? Und: Wen will man mit einer schwer lesbaren Schwarte beeindrucken, die von Formulierungen wie “aus diesem Leitbild einer demokratischen Mitte werden Kriterien für die nähere Bestimmung von Mitte festgelegt, diese sind jedoch immer nur Konkretisierungen einer Mitte, die immer wieder adjustiert werden müssen” nur so strotzt?

Fakt ist, eine abgehobene Elite, die vor dem eigenen Absturz steht, versucht sich irgendwie über die “Zeit” zu retten. Ein Blick in den “Spiegel” dürfte dafür aber nicht mehr reichen! (sp)

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