Der Diesel-Umwelt-Skandal – Wahnsinn mit Methode?

Widerstand von unerwarteter Seite

Als vor einigen Jahren ein US-Ingenieur mit dem verdächtig klingenden Namen Deutschmann zusammen mit einigen Studenten sich Gedanken zu den Emissionswerten der VW Diesel Fahrzeuge, insbesondere der neuen „sauberen“ Motoren mit der Bezeichnung E189 machte und entsprechende Tests direkt am Auspuffrohr durchführte, anstatt sich von den Computer Daten der VW-Software auf dem Teststand überzeugen zu lassen, stellten er fest, dass die angegebenen Werte für Stickstoffoxid NOx und Feinstaub bis zu 8 Mal höher waren als von VW offiziell angegeben. Die US-Behörden wurden informiert. Auf Nachfrage der US-Umweltbehörde bei VW, ob die von VW angegebenen Werte Bestand hätten, wurde von der Chefetage in Wolfsburg, deren Chef Martin Winterkorn war, frech abgewiegelt und hingehalten. Es dauerte nicht lange und der Skandal flog auf.

Das hatte weitreichende Folgen und so kam es zur Anklage der US-Umweltbehörde gegen den VW Konzern. Die verhängte Strafe belief sich auf ca. 20 Milliarden Dollar, eine bis dahin einmalige Dimension. In der Folge konnten US-Autokäufer ihre VW Fahrzeuge abgeben, die heute irgendwo in der Wüste Kaliforniens auf dem Autofriedhof stehen. Sie wurden entschädigt. Man könnte das auch als Konjunkturprogramm für die USA bezeichnen. Beachtlich ist, dass der CEO des VW Konzerns Martin Winterkorn, der fürstlich bezahlt wurde und sich auf internationalen Automessen gern in der ersten Reihe präsentierte, kurz nach dem der Skandal bekannt wurde, zurück trat. Ein Spitzenmanager des VW Konzerns wurde von den USA verklagt und sitzt für viele Jahre im US-Gefängnis, andere wurden zur Fahndung ausgeschrieben und können die USA in Zukunft nicht betreten, ohne befürchten zu müssen, verhaftet zu werden. Winterkorns Nachfolger Herbert Diess und andere dürfen sich mit dem Problem herumschlagen, während Winterkorn lt. BILD vom 04.01.2017 monatlich 93.000 Euro vom VW-Konzern erhält! Jetzt sind auch in Deutschland Sammelklagen anhängig und Zahlen von bis zu 8 Milliarden Euro Schadensersatz werden genannt. Es ist nicht zu vergessen, dass auch Audi, Porsche und sogar Mercedes mit in diesen Strudel gerissen wurden. Es fällt bei alledem auf, daß die ganze Kampagne sich nur gegen die deutschen Autoproduzenten richtet, dabei hat der ADAC in eigenen Tests festgestellt, dass Dieselfahrzeuge anderer Länder teilweise viel schlechter abschneiden als die aus Deutschland. Der gesamtwirtschaftliche Schaden für die BRD könnte den übereilten Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohlewirtschaft überschatten, wenn keine Abhilfe geschaffen wird. Aber vielleicht ist das so gewünscht?

Wie konnte es zu diesem Wahnsinn kommen? Dass die Ingenieure wussten, dass die in der EU und Deutschland politisch festgesetzten NOx Werte von 40 Mikrogramm je m3 nicht von Diesel-Fahrzeugen eingehalten werden können kann man annehmen, deshalb auch die technische Manipulation bei der Prüf-Software. Es gibt in der ganzen Sache drei Hauptversäumnisse:

Erstens: Festlegung zu niedriger Grenzwerte

Die NOx und Feinstaub Werte sind von der Welt Gesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2005 in einer Vergleichsstudie, Gesundheit Stadt-/ Landbevölkerung aufgrund von Schätzungen und wohlmeinendem

Aktionismus festgesetzt worden. Die Grüne Umwelt-Lobby in der EU und der BRD hat sich auf diese Werte gestürzt und sie zur Waffe gegen die deutsche Autoindustrie gemacht. Wissenschaftlich wurden die festgesetzten Werte: 40 Mg für NOx und 50 Mg für Feinstaub nur ungenügend geprüft. Man meinte es gut und setzte niedrigste, geschätzte Werte fest. Professor Martin Hetzel von der Lungenfachklinik in Stuttgart hält die ganze Angelegenheit mit NOx und Feinstaub für Volksverdummung, da die offiziellen Statistiken des Bundesumwelt Amtes nichts mit der Realität zu tun haben. Seiner Meinung nach, handelt es sich um konstruierte mathematische Modelle. Deswegen verzichtet die US-Umweltbehörde auf Maßnahmen, da die wissenschaftliche Basis ungenügend ist. Damals 2005 konnte wohl niemand die weitreichenden Konsequenzen in ihrem ganzen Umfang voraussehen. Am aller wenigsten die meisten EU-Parlamentarier, die auch Dieselfahrzeuge fahren und nur wenig Kenntnis von der Materie haben.

Professor Dieter Köhler, ehemaliger Leiter der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) hält die gesundheitlichen Vergleichsstudien Stadt-/Landbevölkerung für unzulässig, da nicht alle relevanten Faktoren berücksichtigt werden. Zum Beispiel das Rauchen. Ein Raucher kommt auf 500.000 bis 1.000.000 Mg NOx ohne gleich tot umzufallen. Sein Leben verkürzt sich erst nach sehr vielen Jahren intensiven Rauchens, was bei Lungenuntersuchungen einwandfrei festgestellt ist. Lt. Professor Köhler handelt es sich bei den festgesetzten NOx und Feinstaub Grenzwerte, um zufällige Konstruktionen, die in eine offizielle Kausalität umgesetzt wurden.

Zweitens: Falsche Messungen

Professor Mattias Klinger vom Frauenhofer Institut hält die Grenzwerte für NOx und Feinstaub für mehr als fragwürdig. Er hat eigene Tests in Stuttgart an derselben Stelle durchgeführt, an der die „schlimmen“ Grenzüberschreitungen vorkommen sollen. Er stellt fest, daß die aufgestellte Meßanlage in eine Häuser Nische direkt bei einer Ampelanlage, wo Fahrzeuge ständig abbremsen und anfahren müssen, als „besonders tricky “ zu werten ist! (Andere Länder handhaben die Messungen praktischer, in Athen auf Dächern in 30 Meter Höhe oder in Wien in Fußgängerzonen usw.) Seiner Meinung nach, wurden Faktoren wie Brems- und Reifenabrieb nicht berücksichtigt und, wenn man diese Faktoren berücksichtigt, die NOx-Werte keine große Rolle spielen.

Drittens: Kaum Gegenwehr und keine Abhilfe

Das Bundesumweltamt und auch das Verkehrsministerium mussten von den „Problemen“ gewusst haben und haben lange zugeschaut, ohne gegen die sich abzeichnenden Probleme etwas zu unternehmen. Warum nicht? Es gibt Stimmen, die von einer stillschweigenden Komplizenschaft zwischen Behörden und Autoindustrie sprechen und vielleicht sind auch der breiten Öffentlichkeit unbekannte Direktiven im Spiel. Als der US-Präsident vor 2 Jahren erfuhr, dass VW zum größten Autohersteller der Welt vor Toyota aufgerückt war, meinte er: „That´s bad, very bad!“Wie ist es möglich, dass noch vor 4 Jahren Dieselfahrzeuge als besonders umweltfreundlich galten, da im Kraftstoffverbrauch niedriger als Benzinfahrzeuge und deshalb Steuerermäßigungen für Dieselfahrzeuge bei der PKW-Steuer und für Dieselkraftstoff gewährt wurden, und heute diese Fahrzeuge als Dreckschleuder und giftig gelten! Die deutsche Autoindustrie verweigert bis heute Abhilfe für betroffene Dieselautobesitzer! Katalysatoren und Ad Blue (Harnstoffeinspritzung wie der Peugeot-Konzern sie einsetzt) werden beim Zuschauen der Politik verweigert. Dabei gibt es diese Katalysatoren, von deutschen Herstellern produziert und in den USA verkauft und eingesetzt von BMW wie kürzlich in einer TV-Sendung erklärt. Die Beibehaltung der deutschen Dieseltechnik ist möglich indem man, wie die Franzosen Harnstoff in großen Mengen herstellt, um über Katalysatoren den NOx und Feinstaubgehalt zu verbrennen. Die Produktionsanlage steht schon in Schleswig-Holstein in Büttel. Dort an der unteren Elbe bei Brunsbüttel synthetisiert die norwegische Firma YARA Harnstoff, dass den NOx Ausstoß in Dieselfahrzeugen zu 90% senkt! Die Anlage so Geschäftsführerin Julia Lindland ist die größte weltweit und hat eine Kapazität von 1,1 Millionen Tonnen, mit der man die gesamte Diesel-Flotte von Deutschland, Österreich und die Schweiz versorgen kann. (PKW wie LKW) Lt. Stern vom 12.04.2018 sind Hardware-Nachrüstungen besser als Dieselfahrverbote. Stimmt!

openPetition: “Die Deutsche Umwelthilfe missbraucht den Status der Gemeinnützigkeit zu wirtschaftlichen Zwecken und schädigt die Allgemeinheit durch Vorsatz. Aus diesem Grund ist der DUH der Status der Gemeinnützigkeit zu entziehen. Gleichzeitig ist die finanzielle Förderung der DUH aus Steuermitteln zu beenden.”

Aus dieser vielschichtigen Gemengelage begann die Deutsche Umwelt Hilfe e.V. (DUH) geführt von Jürgen Resch, dem es nach eigenen Bekenntnissen darum geht, ältere Dieselfahrzeuge zu verbannen, sich für saubere Luft stark zu machen. Die DUH (ein kleiner Abmahnverein) wird vom Bund finanziert und klagt gegen immer weitere Städte deren NOx-Grenzwerte von 40 Mg und bei Feinstaub 50 Mg über die politischen Grenzwerte liegen. Die Richter sind an die gesetzlich festgeschriebenen Grenzwerte gebunden und so kann die DUH ein Sieg nach dem anderen erzielen und die Städte zu irrwitzigen Maßnahmen wie Straßenabsperrungen für Dieselfahrzeuge zwingen, wie in Stuttgart und Hamburg geschehen.

Diese ganzen Maßnahmen enteignen die Fahrer der deutschen Dieselfahrzeuge und verursachen bei diesen erhebliche Wertverluste sowie enorme Umweltschäden durch die Verschrottung noch guter Dieselfahrzeuge, die noch viele Jahre hätten fahren können, aber von ihren verunsicherten Besitzer abgegeben wurden und werden. Wie öko ist das?

Die fanatischen Umweltschützer, die fast jeden Unfug glauben, sehen nicht nur NOx als Gefahr für unsere Umwelt und den Menschen sondern auch Kohlendioxid (CO2) und Feinstaub. Bekannt ist, dass, wenn alle Besitzer von Dieselfahrzeugen auf Benzinfahrzeuge umsteigen die vorgegeben CO2 Grenzwerte erheblich überschritten werden. Also vom Regen in die Traufe! Die Fantasten der Umweltlobby haben aber immer eine Antwort parat und meinen, daß alle auf E-Fahrzeuge umsteigen müssen.(Ausnahme LKW und Kreuzfahrtschiffe) Das bedeutet künftig ca. 45 Millionen Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen, für die noch jegliche Infrastruktur und der Strom fehlen. Es gibt Wissenschaftler die die E-Fahrzeuge als Kohleautos bezeichnen, denn die Fahrzeuge werden durch Elektrizität aufgeladen, die immer noch zu einem großen Teil aus Kohle gewonnen wird. Die Emissionen sind dann nicht in der Stadt, aber woanders, am Standort der Kraftwerke oder falls alle Kraftwerke abgeschaltet werden, die Landschaft mit unzähligen Windmasten verspargelt sein wird, die dann die Vogelschützer und lokalen Anwohner auf die Palme bringen. (wieder Stoff für die Grünen)

Nach Untersuchungsergebnissen der Stockholmer Universität wird die Ökobilanz (CO2) eines E-Fahrzeugs gegenüber einem Dieselfahrzeug über den gesamten Lebenszyklus (Mittelklasse) erst nach ca. 7-8 Jahren bzw. 150.000 KM positiv, beim Kleinfahrzeug früher. Lt. BILD vom 24.01.2019 schneidet in der Oberklasse der Tesla erst nach 580.000 KM besser ab als ein Mercedes Diesel! Bei 20.000 KM Fahrleistung im Jahr, erst nach 29 Jahren! Das ist deswegen so, weil enorme Mengen von Elektrizität nötig sind, um die Lithium-Ionen-Batterien herzustellen. Wird der Tesla nach 10-15 Jahren Betrieb noch Bestand haben? Der Mercedes Diesel auf jeden Fall, dafür gibt es genügende Beweise im Taxi-Betrieb.

Was ist mit der Herstellung der Batterien, die ca. 50% des Fahrzeugpreises ausmachen? Kommen die künftig aus China, wo nur geringe Umweltstandards gelten, oder aus Kalifornien, aus der Batterie-Herstellung von Elon Musk, der propagandistisch einen Tesla in den Weltraum schoß?

Was ist mit der künftigen Entsorgung von Millionen abgenutzter Lithium-Batterien? Landen die auf den Müllhalden in der Dritten Welt zur Beruhigung der Gewissen der deutschen Öko-Gutmenschen?

Lange Zeit schien es so, als ob es keinen Widerstand gegen die „Flottenerneuerung“ mit den E-Fahrzeugen gibt, wie die Bundesregierung es nennt. Immer mehr Horrorzahlen machten die Runde: 50 Cent Steuer mehr je Liter Diesel, 130 Std/KM Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen (um den Elektros eine Chance zu geben), Straßensperrungen und Autobahnverbote (Diesel LKW ausgenommen!).

Hinzu kommen Horror-Meldungen von 6 bis 12.000 Tote durch NOx und bis zu 60.000 Tote durch Feinstaub und CO2, die die deutschen Autofahrer gefügig machen sollen. Dazu gehört es, Schuldgefühle zu erzeugen, wie einst Sefton Delmas Chefpropagandist der Briten im Zweiten Weltkrieg, um abzukassieren, könnte man meinen. Die deutsche Autoindustrie schwieg, der ADAC brachte den einen oder anderen verschüchterten kleinen Bericht, aber vom breiten Widerstand gegen die verkorkste Auto-Umwelt-Politik, keine Spur!

Erst in jüngster Zeit regt sich Widerstand von unerwarteter Seite. Von den Lungenfachärzten! Diese Professoren und Doktoren darunter Fachklinik-Direktoren sagen aus, dass sich kein einziger NOx- , CO2- oder Feinstaubtoter in der BRD nachweisen lässt! Sie erklärten die Studien zur Begründung der 40 Mg Grenze für politisch ideologisch und ohne belastbare wissenschaftliche Basis. Die ARD berichtete in Januar 2019 in einer Dokumentation darüber und die BILD folgte am 23.01.2019 auf Seite 1. In den USA gelten mit Ausnahme Kaliforniens 120 Mg NOx als Grenze im Straßenverkehr, während in privaten Räumlichkeiten und Büros in der BRD 950 Mg gelten! Bei 120 Mg müsste keine einzige Straße in Deutschland gesperrt werden!

Jetzt kommen die Täter in den verantwortlichen Ministerien, bei den Grünen, beim BUND und bei der BUH ins Schwitzen! Sie schnappen nach Luft und versuchen ihre falsche Politik zu Lasten der Bürger und der deutschen Wirtschaft irgendwie zu retten, koste es was es wolle! Auch wenn die deutsche Industrie verreckt und wir zum Kartoffel-Export-Weltmeister werden, wie es dem Henry Morgenthau während des Zweiten Weltkrieges vorschwebte. Kanzlerin Merkel wieder an vorderster Front.

Fazit: Nichts gegen Fortschritt, nichts gegen eine Verbesserung der Luft und der Umwelt, aber bitte auf solider, wissenschaftlich abgeklärter und finanzierbarer Grundlage, nach breiter, gesellschaftlicher Zustimmung und nicht wie von der BRD-Obrigkeit praktiziert, nach politischem und ideologischem Gusto den Bürgern im Hau-Ruck-Verfahren aufgezwungen! Dabei müssen alle Alternativen für den künftigen Straßenverkehr ruhig und sachlich berücksichtigt und auf Dauer für die Zukunft geplant werden. In Frage kommen zunächst für den Individualverkehr sowohl Benzin- und Dieselmotoren mit Katalysatoren, Elektro-, Erdgas- und Hybridmotoren sowie künftig die Wasserstoff- und Methanbrennstoffzelle und nicht zu vergessen die Option Bahn, die zwar vielfach wie die Lorelei besungen, aber zunehmend in Vergessenheit geraten ist.

Ingo Stawitz

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