Hilft Einwanderung gegen den “Fachkräftemangel”?

Bessere Bildung statt offener Grenzen!

Werden in Deutschland die fatalen Folgen der negativen demographischen Entwicklung diskutiert, wird von den etablierten Parteien das Allheilmittel stets in forcierter Einwanderung gesehen. Auch die Debatte um den vermeintlichen Fachkräftemangel dreht sich grundsätzlich um Einwanderung von angeblichen Fachkräften. Man hat das Gefühl, dass die deutschen Politiker dem eigenen Volk nichts mehr zutrauen, was angesichts des guten Rufs, den die Deutschen im Allgemeinen und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Besonderen in aller Welt haben, etwas verwunderlich ist.

Die Bundesregierung hat nun ein Einwanderungsgesetz beschlossen, mit dem vor allem Arbeitsmigranten außerhalb der EU angeworben werden sollen. Vor allem auch eigentlich abgelehnten Asylbewerbern soll eine dauerhafte Bleibeperspektive geboten werden, wenn sie denn einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz innehaben. Aus illegalen Zuwanderern sollen so legale Zuwanderer werden, der Rechtsstaat wird abermals ad absurdum geführt.

Es fragt sich, warum ein bereits fast 20-prozentiger Migrantenanteil an der Gesamtbevölkerung in Deutschland nicht zur Behebung des angeblichen Fachkräftemangels beigetragen hat. Auch stellt sich die Frage, wieso nun ausgerechnet außerhalb Europas nach „Fachkräften“ gesucht werden soll, obwohl innerhalb der EU doch Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit herrscht.

Wenn es einen flächendeckenden und branchenübergreifenden Fachkräftemangel geben würde, müssten dann nicht gemäß dem Prinzip von Angebot und Nachfrage die Preise für die Arbeit, also die Löhne und Gehälter, seit langem durchgehend steigen? Müssten dann nicht Bürger aus anderen EU-Ländern sich um einen Arbeitsplatz in Deutschland reißen?

Die Reallöhne stagnieren aber in den meisten Branchen, auch machen viele Europäer einen Bogen um Deutschland, weil die Arbeitsbedingungen in anderen Ländern mittlerweile viel besser sind. Selbst viele gut ausgebildete Deutsche zieht es vermehrt in die Ferne, weil sie dort bessere Perspektiven vorfinden.

Sind es am Ende vielleicht gar nicht der Fachkräftemangel und die demographische Katastrophe, die die Politiker nach immer mehr Zuwanderung gieren lassen? Zuwanderung scheint mittlerweile ein Selbstzweck zu sein, der sich als Allheilmittel für alle Probleme begründen lässt. Dass diese Zuwanderung aber vor allem Probleme schafft, wird wohlweislich ignoriert.

Wir Nationaldemokraten vertreten seit Jahrzehnten die Auffassung, dass jedes Volk seine Probleme selbst lösen muss. Wenn die Bevölkerungsentwicklung zu einer massiven Belastung des Sozialstaats, der Alterssicherungssysteme und des Arbeitsmarkts führt, dann muss eben alles daran gesetzt werden, die Familien in unserem Land zu stärken. Familienförderung ist schließlich die nachhaltigste und wirksamste Bevölkerungs- und Sozialpolitik, auch wenn man die Ergebnisse nicht in der laufenden Wahlperiode sehen wird!

Dann müssen Anstrengungen unternommen werden, das marode Bildungssystem wieder auf stabile Beine zu stellen. Schluss mit ideologischen Experimenten wie Inklusion und Gender-Gaga, Schluss mit Rotstift und Nivellierung auf Mittelmaß!

Wir brauchen Schulen, die hochschulreife Abiturienten hervorbringen. Wir brauchen Schulen, die die Absolventen befähigen, in den Betrieben die auf sie wartenden Aufgaben und Anforderungen zu meistern.

Wir waren einst das Volk der Dichter und Denker, unser größter Rohstoff sind unsere Gehirne, unsere Arbeitsmoral und unsere Leistungsfähigkeit. Darauf lässt sich aufbauen, um die Probleme der Zeit zu lösen. Dafür brauchen wir keine Zuwanderer. Die können die Probleme in ihrer eigenen Heimat lösen.

Ronny Zasowk

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