Islamische Frauenfeindschaft als blinder Fleck des Feminismus

Auch der Fall »Bill Cosby« vermag nicht darüber hinwegzutäuschen: Feministische Kampagnen unter dem Hashtag »Aufschrei« und »MeToo« zielen in rassistischer Weise fast ausschließlich auf weiße Männer. Vor allem hierzulande....

Auch der Fall »Bill Cosby« vermag nicht darüber hinwegzutäuschen: Feministische Kampagnen unter dem Hashtag »Aufschrei« und »MeToo« zielen in rassistischer Weise fast ausschließlich auf weiße Männer. Vor allem hierzulande.

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Anfang 2013 erschien im Stern ein Artikel von Laura Himmelreich über den FDP-Bundestagspitzenkandidaten Rainer Brüderle, dem sie sexuelle Belästigung vorwarf. Die damals 28jährige Journalistin fragte den weinseligen Politiker, wie er in seinem hohen Alter noch zum Hoffnungsträger der FDP aufsteigen konnte.

Jürgen Gansel

Der erfragte lieber das Alter seiner Gesprächspartnerin und sagte: »Mit Frauen in dem Alter kenne ich mich aus.« Dann lobte er die Trinkfestigkeit von Frauen, woraufhin die Journalistin versicherte, daß sie auf dem Oktoberfest auch Alkohol trinke. Daraufhin soll Brüderles Blick auf ihren Busen gewandert sein: »Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.« Im Laufe des Gesprächs griff er dann offenbar nach ihrer Hand und küßte diese mit den Worten: »Ich möchte, daß Sie meine Tanzkarte annehmen.« Diese Schilderungen Himmelreichs wurden zum Startschuß einer hysterischen Sexismus-Debatte.

Daß das Verhalten Brüderles etwas Anzügliches hatte und für einen Berufspolitiker unprofessionell war, steht außer Frage. Aber einen veritablen Sexismus-Skandal oder gar einen körperlichen Übergriff stellt das Altherrengerede plus Handkuß nicht dar. Zeitgleich mit dem Stern-Artikel initiierte die Feministin Anne Wizorek bei Twitter den Hashtag #Aufschrei und löste damit eine Lawine aus Tweets über »Alltagssexismus« aus. Plötzlich stand der durchschnittsdeutsche Mann, der ja nicht gerade für eine übergriffige Flirtkultur bekannt ist, am Pranger, während über die strukturelle Frauenverachtung des Islam und die gewaltaffine Macho-Kultur von Orientalen kein Wort verloren wurde. Eine ideologiefreie Frauenbewegung hätte diese Geisteshaltung kulturfremder Zuwanderer auch schon vor den sexuellen Massenübergriffen in der Kölner Silvesternacht 2015 erkennen können.

Die inzwischen islamkritische Frauenrechtlerin Alice Schwarzer machte für die Silvestervorkommnisse einen »bestimmten Typ Mann« verantwortlich: »Vor allem junge Algerier und Marokkaner mit einem sehr patriarchalen Frauenbild, noch angeheizt vom politischen Islam, schwarmartig dazu verabredet, es den westlichen ›Schlampen‹ und deren Männern, diesen europäischen Schlappschwänzen, zu zeigen. (…) Es ging ihnen um Trouble, es ging um sexuelle Gewalt gegen Frauen als ›Herrenrecht‹, um die Jagd auf Frauen, um ihre Vertreibung aus dem öffentlichen Raum.« Als sich genau ein Jahr später wieder ein ähnlicher Ausländermob vor dem Kölner Hauptbahnhof traf, legte Schwarzer nach: »Es handelt sich um entwurzelte, brutalisierte und islamisierte junge Männer vorwiegend aus Algerien und Marokko.« Sie zeigte sich überzeugt, daß ohne polizeiliches Einschreiten wieder hunderte Frauen mit sexueller Gewalt aus dem öffentlichen Raum verjagt worden wären.

Von der »Aufschrei«-Initiatorin Anne Wizorek waren solche Worte nie zu vernehmen. Mit ihrer Verquickung von Feminismus und Antirassismus erklärt sie Frauen und orientalische Frauenfeinde zu Opfern der gleichen Unterdrückungsstruktur, die von weißen, heterosexuellen Männern ohne Behinderung ausgehe. Sie kämpft gegen »das Patriarchat« als Gesellschaftsform, »in der Männer als Norm hingenommen werden«, solidarisiert sich aber mit Zuwanderern aus archaisch-patriarchalischen Gesellschaften, die ihre kultur- und religionsinduzierte Frauenverachtung ungestört nach Europa tragen. Nach der Kölner Silvesternacht veröffentlichte Wizorek einen Offenen Brief, den gleich auch linke Spitzenpolitikerinnen unterschrieben. Darin hieß es: »Der konsequente Einsatz gegen sexualisierte Gewalt jeder Art ist unabdingbar und von höchster Priorität. Es ist für alle schädlich, wenn feministische Anliegen von Populist_innen instrumentalisiert werden, um gegen einzelne Bevölkerungsgruppen zu hetzen, wie das aktuell in der Debatte um die Silvesternacht getan wird.« Sexualisierte Gewalt dürfe nie in einen Zusammenhang mit Hautfarbe, Herkunft und Religion der Täter gebracht werden.

Genau diesen blinden Fleck wies auch die massenmedial hochgekochte »MeToo«- Kampagne auf, die im Oktober 2017 ihren Anfang nahm, als dutzende Frauen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein der sexuellen Belästigung oder Vergewaltigung bezichtigten. Hierauf entstand unter dem Hashtag »MeToo« (»Ich auch«) eine Social-Media-Bewegung, die Frauen ermutigen sollte, bei Twitter eigene Erfahrungen mit männlichen Übergriffen anzuprangern. Schnell ging es nicht mehr um die Aufklärung von Sexualstraftaten, sondern um den Generalverdacht gegen (weiße) Männer, ihren gesellschaftlichen Einfluß sexuell zu mißbrauchen. Während die Kampagne in den USA zu einer Abrechnung mit dem Hollywood-Establishment wurde und linksliberalen Intellektuellen die Chance bot, ausgerechnet unter der Präsidentschaft des »Chauvinisten« Donald Trump einen neuen Geschlechterkampf zu inszenieren, nahmen die politmedialen Tonangeber hierzulande den »MeToo«-Ball dankend auf, um von zahllosen Vergewaltigungen und Frauenmorden durch Merkel-Asylanten abzulenken. Es wurde so getan, als ginge die größte Gefahr für die weibliche Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit von Männern in Chefpositionen aus und nicht etwa von altertümlich tickenden Moslems, die öffentliche Plätze und Verkehrsmittel für Frauen zu Zonen der Angst machen.

Nach den tödlichen Sex- und Eifersuchtsattacken auf Maria aus Freiburg, Mia aus Kandel, Mireille aus Flensburg und Susanna aus Mainz durch muslimische »Flüchtlinge« ist die »MeToo«-Kampagne spürbar abgeebbt. Ein Zufall? Wohl kaum. Der Ablenkungsversuch ist gescheitert.

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