Der Drogenhandel – eine neue, profitable Staatsaufgabe?

Neue Betätigungsfelder für Dealer?

Die “Weltkommission für Drogenpolitik” unternimmt einen weiteren Anlauf, den Konsum aller Drogen zu legalisieren. Den Handel sollen staatliche Stellen übernehmen, was die Gewinne natürlich einschließen würde.

Die 2011 gegründete Kommission besteht überwiegend aus ehemaligen Staatschefs, man könnte sie auch ganz unhöflich als “abgehalfterte Politiker” bezeichnen. Dazu zählen oder zählten der gescheiterte griechische Premier George Papandreou und der kürzlich verstorbene ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan. Auf der Liste finden sich ferner der ehemalige NATO-Generalsekretär Javier Solana sowie Ex-US-Notenbankchef Paul Volcker.

Der bisherige Kampf gegen den Drogensumpf wird im heute in Mexiko vorgestellten Jahresbericht für verloren erklärt. Doch neben den USA ist es gerade dieses mittelamerikanische Land, das die Vorschläge der Kommission umgehend abgelehnt hat. Und dies, obwohl in den vergangenen zwölf Jahren etwa 200.000 Menschen im Drogenkrieg ums Leben gekommen sind.

Weltweit wird von 250 Millionen Konsumenten ausgegangen. Die Vorstellung, mit dem illegalen Drogenhandel die organisierte Kriminalität zu beseitigen, mag auf dem ersten Blick faszinierend sein. Doch was wird aus den Verbrechern, die nichts anderes als ihr lukratives “Handwerk” kennen? In den öffentlichen Dienst wird man sie hoffentlich nicht übernehmen wollen! Somit bleibt ihnen nur, sich neue Betätigungsfelder zu erschließen. Die USA haben das nach dem Ende der Prohibition schon einmal erlebt.

Bei allen Betrachtungen völlig außer Acht bleiben historische Phasen in einer Reihe von Ländern, in denen die organisierte Kriminalität weitgehend zerschlagen werden konnte. Genaueres Eingehen auf diese Methoden und Zeiten könnte aber von der Justiz missverstanden werden!

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