Gelsenkirchen: Vom Verkehrsdelikt zur Kampagne gegen Islamophobie?

Politische Instrumentalisierung?

Was zunächst als “Zoff in Gelsenkirchen” gemeldet wurde, wird nun zur “rassistischen Attacke” auf eine Kopftuch-Muslima umgedeutet – zu Recht?

Tatort: Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen

Fakt ist: Ein Radfahrer (37) fühlte sich am Montag von einem Auto bedrängt, beschimpfte und schlug anschließend die Fahrerin (42). Ein Passant, der eingriff, bekam auch noch etwas ab – so weit so schlecht.

Bei dem Opfer handelt es sich um Ayse Binek, die für die überwiegend von Migranten gegründete “Wählerinitiative NRW” (WIN) in Gelsenkirchen politisch aktiv ist und an einer Fraktionssitzung im Hans-Sachs-Haus teilnehmen wollte. Sie glaubt an eine politische Dimension des Geschehens. Unterstützt wird sie hierin von ihren Parteikollegen und auch von der Erdogan-nahen Allianz Deutscher Demokraten (ADD). Inzwischen ermittelt der Staatsschutz in dem Fall.

Über den Radfahrer weiß man bisher nichts weiter, obwohl Mitteilungen über Vorstrafen, Alkohol oder sonstige Drogen bei der Tat hilfreich wären. Selbst ein Migrationshintergrund wäre denkbar.

Es ist noch nicht absehbar, welches Ausmaß der Vorgang annehmen wird. Nach all den (oft tödlichen) Übergriffen und Massenschlägereien (auch in Gelsenkirchen) ist er auf jede Fall ein (willkommenes?) Gegenbeispiel. Mit WIN, ADD oder BIG stehen seit einiger Zeit Ausländerparteien am Start, die bislang wenig Anklang bei den Wählern fanden. Das könnte sich in absehbarer Zeit ändern.

 

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