Gedanken zum bevorstehenden Pfingstwochenende

Den Menschen hat man suggeriert, das materialistische Glück, der persönliche Erfolg in der Wirrnis des wirtschaftlichen Denkens, sei der Schlüssel zum Glück.

Die Egoismen unsere Zeit, die das Wohl des Einzelnen über das Wohl von Familie, Volk und Heimat stellen, sind politisch gewollt. Soweit ist die Erkenntnis inzwischen bei vielen vorgedrungen. Aber der Ausgangspunkt dieses menschen- und völkerzerstörenden Erziehungsideals der politischen Machthaber ist weitgehend unbekannt.

Ariane Meise, Anwältin

Wenn wir wissen wollen, welchem politischen Irrglauben wir es zu verdanken haben, dass der Gleichheitswahn, der überbordende Individualismus, Egoismus und Narzissmus in unserer Gesellschaft die bestimmende Elemente sind, die Familie, Volk und Heimatland vergessen lassen und nur nach dem eigenen Vergnügen und der Verwirklichung eigenen Ichs streben, muss einen Blick in die amerikanische Verfassung werden.

Besser in die Einleitung der Unabhängigkeitserklärung der Kongreßsitzung vom 4. Juli 1776. Das sagt alles. Der meines Erachtens ausschlaggebende Satz lautet: „Folgende Wahrheiten erachten wir als selbstverständlich; daß alle Menschen gleich geschaffen sind; daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen, unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören….“

Die amerikanische Verfassung sagt sicherlich viel Vernünftiges. Allerdings stimmt der Ausgangspunkt, auf dem alles aufbaut, nicht:

Die Menschen sind nicht gleich geschaffen. Sie sind unterschiedlich – in ihren Talenten, im Charakter, in den Mentalitäten, in ihren körperlichen, geistigen und seelischen Anlagen der Möglichkeiten und Fähigkeiten. Wer dies nicht berücksichtigt, kann dem einzelnen Menschen gegenüber nicht gerecht werden. Von dem ganz abgesehen, dass es ein Konterkarieren der rechtlichen Lebensumstände des Jahres 1776 in den USA darstellt, von Gleichheit aller zu sprechen, wo es an der rechtlichen Gleichstellung der Indianer und anderer Ethnien gefehlt hat und dies noch bis zumindest weit in das 20. Jahrhundert hinein.

Köln

Das Streben des Einzelnen nach Glück gleichbedeutend mit dem Recht auf Leben und Freiheit zu setzen, scheint mir das Leben und die Freiheit in ihrem Wert zu mindern. Denn was ist Glück des Einzelnen? Es ist nicht zu fassen und ein philosophischer Begriff, der im Einzelnen den Irrglauben nach rücksichtsloser Selbstverwirklichung hervorgerufen hat. Und ist es nicht gerade dieses nicht zu haltende Versprechen, das von Amerika nach Europa importiert worden ist, das uns in die globale Katastrophe in allen politischen Bereichen geführt hat?

Den Menschen hat man suggeriert, das materialistische Glück, der persönliche Erfolg in der Wirrnis des wirtschaftlichen Denkens, sei der Schlüssel zum Glück. Mehr, immer mehr ist die Devise. Das Ergebnis sehen wir: Zerstörung, wo sich unser Blick hinwendet! Vor lauter Streben nach Glück wurden Pflicht und Verantwortung vergessen: Die Pflicht des Einzelnen gegenüber seinen Kindern Umwelt, Volk und Heimat zu erhalten und unversehrt an die Nachwelt weiterzugeben.

Und zum Abschluss die Frage, die immer hinter allem steht: Wem nützt das? Meine Antwort: Einer Weltordnung des Kapitals, welches sich in den Händen amerikanischer Großkonzerne befindet und dem amerikanischen Weltmachtstreben! Dem Kapital sind Menschen und Völker gleichgültig und beim Streben nach Profit und Macht sowieso nur hinderlich!

Ariane Meise

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