Özil, Gündogan und Erdogan: Ein Fußball-„Skandal“, der die Integrationslobby Lügen straft

Mesut Özil und Ilkay Gündogan: Ihr Präsident ist nicht Frank-Walter Steinmeier

Die Medien sind im Aufruhr, der Deutsche Fußballbund gibt eifrig Erklärungen ab, in den sozialen Netzwerken erhitzen sich die Gemüter. Was ist passiert?

Die beiden türkischstämmigen Fußballprofis Mesut Özil und Ilkay Gündogan haben kurz vor der Verkündung des deutschen WM-Kaders durch Nationaltrainer Jogi Löw mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan für einige Bilder posiert. Gündogan hat ein Trikot mit dem kurzen Text „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten“ signiert.

Dass Erdogan bei der bundesdeutschen Polit-Schickeria nicht den besten Stand hat und die beiden Spieler sich von einem „Autokraten“ für dessen Wahlkampf „missbrauchen“ lassen, ist noch der harmloseste Vorwurf der deutschen Massenmedien.

Doch was ist das eigentliche Problem, das die Medien und die etablierten Parteien mit diesem eigentlich völlig harmlosen Vorgang haben?

Sowohl Özil als auch Gündogan galten bislang als Beispiele, die von den Überfremdungslobbyisten wie eine Monstranz für gelungene Integration vor sich hergetragen wurden. Sie sollten unter Beweis stellen, dass der Fußball integrierende Wirkung hat und dass das Integrations-Experiment doch Erfolge vorweisen könne. Doch nun haben beide unter Beweis gestellt, dass sie sich primär zu ihren Wurzeln als Türken bekennen. Ihr Präsident ist nicht Frank-Walter Steinmeier, wie das Cem Özdemir gerne hätte, sondern eben der türkische Staatschef Erdogan.

Haben sich die wahnhaften Integrations-Fanatiker nie gefragt, warum die beiden Spieler (wie die anderen Migranten in der Mannschaft auch) die Nationalhymne nicht mitsingen? Das liegt schlichtweg daran, dass sie damit nichts verbinden und sich damit auch nicht identifizieren. Sie fühlen sich als Türken. Warum auch nicht? Daraus nun einen Skandal zu produzieren, ist weltfremd und ideologisch verblendet.

Die Etablierten haben nun ein Problem, weil ihnen die Argumente für eine gut funktionierende Integration allmählich ausgehen. Özil ist nun kein Beispiel mehr für gut gelungene, sondern für gescheiterte Integration. Er ist stolzer Türke, was sämtliche Multikulti-Phantasten Lügen straft.

Wenn man eine Nationalmannschaft bis zur Identitätslosigkeit verbuntet, sie in „Die Mannschaft“ umbenennt und die Spieler für politische Zwecke instrumentalisiert, sollte man sich über einen Özil und einen Gündogan nicht wundern, die sich zu ihrer Identität und dem Präsidenten ihres Volkes bekennen. Es steht uns Deutschen überhaupt nicht zu, den Türken, Kurden oder anderen Völkern vorzuschreiben, wie sie die Politik in ihrer Heimat bewerten. Das ist ihre Angelegenheit, die Zukunft Deutschlands ist unsere Angelegenheit.

Wir Nationaldemokraten machen den beiden Spielern keinen Vorwurf. Ein Türke (oder Angehöriger jeder anderen Nation), der sich zu seiner Herkunft bekennt und zu seinen Wurzeln steht, verdient mehr Respekt als ein Deutscher, der sich für seine Geschichte schämt und seine Wurzeln verleugnet.

Ronny Zasowk

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