Es gibt keinen Grund, Israel zum Geburtstag zu gratulieren!

In Deutschland überschlagen sich Vertreter der im Bundestag vertretenen Parteien in Glückwunschbekundungen.

By Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America (Donald Trump) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Die Konflikte rund um den 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel eskalieren, zahlreiche Opfer sind zu beklagen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. So hatte US-Präsident Donald Trump die vor einigen Monaten verkündete Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem ausgerechnet auf dieses brisante Datum gelegt. Er wollte damit ein klares Zeichen setzen, dass er fest an der Seite Israels gegen seine Widersacher steht.

Auch in Deutschland überschlagen sich Vertreter der im Bundestag vertretenen Parteien in Glückwunschbekundungen und tun so, als ob sie israelische Volksvertreter wären. Bundesaußenminister Heiko Maas, der erst kürzlich erklärte, „wegen Auschwitz in die Politik gegangen“ zu sein, stellte nun fest, dass unsere Verantwortung für die Sicherheit Israels niemals enden werde. Es sei ein unsagbares Geschenk, dass Deutsche heute in Israel den 70. Geburtstag mitfeiern dürfen.

Jerusalem

Doch wodurch ist Israels Sicherheit denn überhaupt bedroht? Dass Israel unter den arabischen und muslimischen Nachbarn keinen Beliebtheitswettbewerb gewinnen wird, liegt allen voran an seiner brutalen Siedlungspolitik und der Vertreibung der angestammten Palästinenser. Auch wirkt Israel seit Jahren – Seite an Seite mit den USA und der NATO – an der Destabilisierung der Region mit. Es gibt keinen Grund, uns mit dieser imperialistischen Außenpolitik zu solidarisieren.

Auch innenpolitisch gibt es für deutsche Nationalisten und Patrioten keinerlei Veranlassung, sich eine Kippa aufzusetzen oder Gratulationsbekundungen nach Jerusalem oder Tel Aviv zu senden. Die ritualisierte Vergangenheitsbewältigung wird in Deutschland seit Jahrzehnten dazu missbraucht, jegliches Nationalbewusstsein im Keim zu ersticken und jegliche Kritik an der Politik Israels (deren Folgen wir durch Flüchtlingsströme und Konfliktimport in unserem Land direkt zu spüren bekommen) als antisemitisch zu brandmarken.

Es gibt für uns Deutsche keinen Grund, Israel zum Geburtstag zu gratulieren. Heute feiert das südamerikanische Paraguay seine Unabhängigkeit – das interessiert hierzulande wohl kaum jemanden und wird auch keinen Politiker veranlassen, sich in Jubel-Arien zu ergehen.

Schon vor einigen Wochen hat sich der Bundestag anlässlich Israels Geburtstag in einer mehr als peinlichen Solidaritäts-Orgie stundenlang für das Existenzrechts Israels ausgesprochen, als ob wir keine anderen Probleme hätten. Man darf schon jetzt gespannt sein, ob es im Jahr 2021 eine Bundestagsveranstaltung zum 150. Jahrestag der Gründung unseres Staates durch Bismarck geben wird.

Wir lehnen es ab, dass es Staaten erster und zweiter Klasse gibt. Wir Nationaldemokraten sind nicht politisch aktiv geworden, weil wir – wie Heiko Maas – die Vergangenheit bewältigen wollen, sondern weil wir die Zukunft unseres Vaterlandes und unseres Volkes sichern wollen. Nicht die Sicherheit Israels, sondern die Sicherheit Deutschlands ist unsere Staatsräson. Das ist kein Antisemitismus, das ist ganz normale an den eigenen nationalen Interessen ausgerichtete Politik, wie sie jedes Land der Welt betreibt, das eine Zukunft haben möchte.

Ronny Zasowk

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