Shisha Bars – zweifelhafte Errungenschaften?

Gefahren aus der Wasserpfeife

Shisha Bars breiten sich in den Städten zunehmend aus. Immer häufiger tauchen sie auch in den Schlagzeilen der Lokalpresse auf. So gab es kürzlich einen Vergiftungsfall in Halle/Saale, wo ein Besucher bewusstlos zusammengebrochen war. Als Ursache wurde das Einatmen von Kohlenmonoxid ermittelt, das beim Rauchen entsteht. Eine Woche zuvor gab es bereits in Düsseldorf einen ähnlichen Fall. Hier musste der Rettungsdienst insgesamt acht Menschen behandeln. In Bremerhaven-Lehe wurden Anfang Januar insgesamt 32 Besucher einer Shisha-Bar ärztlich versorgt, vierzehn von ihnen kamen in ein Krankenhaus.

“buntes Publikum”

Doch es lauern noch andere Gefahren in den Etablissements. In Frankfurt/Main hatten im Dezember 2017 Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt “extreme Hygienemängel, illegales Glücksspiel und ein rauchendes Kind” festgestellt. Sieben von zehn Bars wurden beanstandet, drei von ihnen vorläufig geschlossen. Bereits im November mussten in Bochum im Zuge einer Zoll-Razzia fünf Shisha-Bars wegen Hygiene-Mängeln dicht machen. Neun Straf- und drei Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

„Keimschleudern“

Über den Nikotin-Konsum hinaus kann der Besuch der Shisha Bars weitere gesundheitlichen Gefahren zur Folge haben. Der Tumorbiologe Professor Stephan Feller bezeichnete gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) Shishas als „Keimschleudern“. Schlauch und Mundstück würden wegen der Wasserkühlung nicht warm genug, um Bakterien und Viren abzutöten. „So können etwa Tuberkulose, Herpes und Hepatitis darin überleben und übertragen werden.“

Nachdem die Tuberkulose in Deutschland so gut wie ausgerottet war, wurde sie von “Flüchtlingen” aus Ländern wie Syrien und Afghanistan (und zuvor schon aus Osteuropa und dem Balkan) wieder eingeschleppt und verbreitet sich auch über Shishas immer weiter.

Illegal gehandelter Tabak und giftige Beimischungen wie Konservierungsstoffe, Glycerin oder Zuckermelasse runden das negative Bild an. Eigentlich gibt es keinen vernünftigen Grund für den Besuch einer Shisha-Bar, so dass es erstaunlich ist, dass solche Bars überhaupt zugelassen werden. Da sie aber zum “bunten” Bild auf (ehemals) deutschen Straßen passen, verwundert dieser Umstand dann doch nicht allzu sehr. Die Kontrollen und Razzien gegen die Auswüchse dieser “Mode” sind sicher notwendig, letztlich aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Grundübel sitzt viel tiefer.

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