Leipzig: Zahl der Vergewaltigungen explodiert

Wann werden endlich die Ursachen bekämpft?

Wie die aktuelle Kriminalstatistik zeigt, wuchs die Zahl der Vergewaltigungen im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 296 Prozent (von 29 im Jahr 2016 auf 115 im letzten Jahr, BILD), die der „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ insgesamt innerhalb von zwei Jahren um 30 Prozent (Tag24) an.

Die Meldungen häufen sich. So berichtete die Süddeutsche Zeitung im September 2017, dass in „den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 sind in Bayern fast 50 Prozent mehr Vergewaltigungen“ angezeigt wurden als im Vorjahreszeitraum. Die SZ nahm sich sogar die Freiheit, auf die Zahl der Zuwanderern zugeordneten Taten einzugehen: Laut Innenminister Herrmann (CSU) stieg sie wesentlich stärker, insgesamt um 91 Prozent auf 126.

Bei der Ursachenforschung hält man sich (oft mehr als nötig) zurück. Sachsens Polizeisprecher Uwe Voigt führt die Entwicklung auf die Kampagnen ‚Nein-heißt-Nein‘ und ‘MeToo‘ zurück. Sie hätten “bewirkt, dass viele Frauen in die Offensive gegangen sind und den Mut aufbrachten, Anzeige zu erstatten.“ Das mag sein. Die offene Debatte im Netz über Sexualstraftaten, für die “Merkels Gäste” verantwortlich zeichnen, dürfte aber auch dazu beigetragen haben.

Letztlich wird die Wut, die aus den spektakulären Fällen im Bundesmaßstab und den weniger bekannten Übergriffen im persönlichen Umfeld entstanden ist, immer häufiger auf die Straße getragen. Daran kommen Politik und Medien nicht mehr vorbei. Wichtiger wäre es jedoch, wenn endlich die Ursachen bekämpft würden!

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