Jared Taylor: »Für eine Renaissance des gesunden Menschenverstandes!«

»American Renaissance«: Ein prominenter Vertreter der sog. Alt Right- Bewegung aus den Vereinigten Staaten im DS-Gespräch

Was ist eigentlich unter der »Alt Right«-Bewegung in den USA zu verstehen? Was bedeutet die Bewahrung der Identität in einem Land wie den Vereinigten Staaten? Und ist das Eintreten für die Interessen der Weißen mit »Rassismus« gleichzusetzen? Die DEUTSCHE STIMME sprach mit einem, der es wissen muß: Jared Taylor, Herausgeber des Medienportals American Renaissance und exponierter Denker der eingangs genannten Bewegung.

Lesen Sie das nachfolgende Interview, auszugsweise wiedergegeben, als Vorschau auf die Mai-Ausgabe 2018 der DS, wo es ungekürzt erscheinen wird. Jetzt gleich hier abonnieren: Bestellmöglichkeiten DEUTSCHE STIMME!

 

DS: Herr Taylor, der Begriff »American Renaissance« bezieht sich ursprünglich auf einen künstlerischen und sozialen Wandel im 19. Jahrhundert, insbesondere mit Blick auf die Literatur: Welche Vorstellungen eines politischen Wandels verbinden Sie mit Ihrem gleichnamigen Medienprojekt? Und können Sie unseren Lesern dieses Projekt zugleich mit einigen Worten beschreiben?

Wir arbeiten an einer Renaissance des gesunden Menschenverstandes hinsichtlich Menschentypen und Identität […]. Bei der anthropologischen Verschiedenartigkeit der Menschengruppen handelt es sich eben nicht um ein »soziales Konstrukt«, das künstliche Unterschiede erzeugt hätte, die tatsächlich gar nicht existieren würden. […] Es ist eine gefährliche Dummheit zu glauben, daß einschneidende Veränderungen in der anthropologischen Zusammensetzung eines Landes vorgenommen werden können, ohne dadurch das gesamte Gefüge des Lebens mit zu verändern.

Wir nennen diese Erkenntnis Renaissance oder Wiedergeburt, denn ein richtiges Verständnis dieses Aspekts würde ein Anknüpfen an eine Zeit bedeuten, als die Amerikaner tatsächlich noch die Relevanz erfaßten, die eine vernünftige anthropologische Erkenntnis für eine Gesellschaft hat. […]. Und genau dieses selbstverständliche Denken ist es, zu dem wir zurückfinden wollen.

DS: Es ist mit Blick auf die Meinungsfreiheit mitunter stark ein Verdienst Ihrerseits, daß Sie es wagen, über den Aspekt einer gemeinsamen Identität von menschlichen Großgruppen, […] zu sprechen […] Das ist aber auch der Grund, warum Sie ihre Gegner als sogenannten »White Supremacist« (sinngemäß mit »rassistischer Herrenmensch« zu übersetzen) schmähen. Wie entgegnen Sie diesem Vorwurf?

»White supremacist« ist eine historische Bezeichnung, von der man sich ein für alle Mal verabschieden sollte. Sie bezeichnet jemanden, der die Auffassung vertritt, die Weißen sollten über andere Rassen herrschen. Zu Kolonialzeiten oder zu Zeiten der Sklaverei gab es sicherlich Personen, die so dachten, allerdings kann ich mir schwerlich vorstellen, dass heutige Weiße ein derartiges Vorherrschaftsstreben pflegen.

[…]

Wir sind viel mehr »White Advocates« (Weiße Fürsprecher). Damit meine ich, daß wir uns für die legitimen Interessen von Weißen aussprechen, und dies nicht nur in den USA, sondern weltweit. In den Vereinigten Staaten haben Vertreter der Angehörigen nichtweißer Gruppen auch ihre Interessenverbände etabliert, politische Lobby-Vereinigungen, Publikationen und Organisationen, die deren Interessen befördern – und dies häufig zu Lasten der Weißen. Daher bedürfen die Weißen ähnlicher Interessenvertreter.

DS: Nun zu einer sehr wichtigen Frage, welche die moralische Seite vieler Menschen berührt: So denn jemand eine anthropologisch realistische Auffassung vom Menschen in dessen Vielfalt biologischer Erscheinungen hat, gerät dies dann in Konflikt mit dem Anspruch der Würde des Menschen?

Nicht im Geringsten. Ich persönlich kenne niemanden, der möchte, daß Angehörige der Weißen andere Rassen und/oder Ethnien verletzen oder in Konflikt mit ihnen geraten. Neu-Guineer beispielsweise sollten ebenso frei sein, ihren Traditionen nachzukommen und frei vom Einfluß Außenstehender handeln zu können. Es ist wichtig, deutlich zu machen, daß wir nichts für die Nachkommen europäischer Abstammung verlangen, das wir nicht selbstverständlich bereits sind, den Vertretern nichteuropider Herkunft ebenso zugestehen zu wollen: Unabhängigkeit und Autonomie.

DS: Zurück zur aktuellen Tagespolitik: Wie beurteilen Sie im Lichte von Demographie und gesellschaftlicher Transformation die Aussichten sowohl der amerikanischen, als auch der europäischen Einwanderungspolitik?

Nach und nach gehen immer mehr unseres Menschenschlags die Augen auf, indem sie Verdrängung und Verlust gewahr werden, die sie in nahezu jedem vormals europid geprägten Land erkennen können. Nichteuropide Menschen strömen in solch großer Zahl herbei, daß die Weißen bald zu einer Minderheit reduziert werden. Ginge jedoch eine Transformation dieser Art in einem nichtweißen Land vonstatten, würde dies als im Mindesten skandalös betrachtet werden. Doch in weißen Ländern feiert man dies als Triumph der Vielfalt.

[…]

In den Vereinigten Staaten verlaufen die Trennlinien gesellschaftlicher Spaltung nicht ethnisch, sondern gemäß der anthropologisch nächstgrößeren Gruppierung. Europäisch bekannte Animositäten früherer Zeiten gingen zum größten Teil in einer allgemeinen Wahrnehmung unter, daß den Weißen insgesamt die Aussicht droht, beiseite gedrängt zu werden. In den USA finden wir diesbezüglich zwar eine größere Bandbreite an Meinungsfreiheit als in Europa vor, doch die organisierte Politik hinkt weit hinter Europa her.

DS: Lassen Sie uns einen Blick auf die Dynamik in der Weltpolitik werfen. Die Welt beginnt zunehmend multipolarer zu werden, was unter anderem an den Entwicklungen in Rußland, China oder einigen sogenannten Schwellenländern abzulesen ist. Wie denken Sie, beeinflußt dies den bisherigen hegemonialen Status Quo der USA? Werden wir noch mehr interventionistische Maßnahmen oder gar noch Schlimmeres erleben? Wie ist Ihre Haltung zu diesem Komplex?

Das Ende der USA als alleinige Supermacht ist eine begrüßenswerte Entwicklung. Die USA wurden zum weltweit mächtigsten Feind des Nationalismus und der Völkerschaften. Dies bedeutet jedoch nicht, daß ich stattdessen beispielsweise eine chinesische Vormachtstellung befürworten würde, da ich mit diesen als »Zuchtmeister« im Falle einer alleinigen bzw. allzu dominanten Weltmachtstellung ebenfalls meine Bauchschmerzen hätte. […]

Rußland scheint einen sehr gesunden Sinn für Nation und Bevölkerung zu haben. Es könnte eine bedeutende Führungsrolle im Kampf gegen eine europäische Verdrängung einnehmen. Gegenwärtig leidet es allerdings unter der westlichen Wahrnehmung, daß es zu autokratisch wäre. Rußland und der Westen haben ganz klar viele gemeinsame Interessen, doch der Westen – besonders die Vereinigten Staaten – waren stets überzogen kritisch gegenüber Russland eingestellt und nie bemüht, kooperative Allianzen zu bilden, die gerade für das Überleben des Westens so wichtig wären.

DS: Ein anderes Thema: Wie würden Sie für die deutschen Leser die Altright-Bewegung definieren […]?

Altright ist die Bezeichnung für eine breit aufgestellte Bewegung, welche den orthodoxen Egalitarismus in Frage stellt. Im Fokus der Altright-Bewegung ist die Anerkennung eines lebensrichtigen Menschenbilds und daraus abgeleitet der menschlichen Unterschiedlichkeit. Ich persönlich konnte mich allerdings mit dem Namen nie besonders anfreunden, da unsere Anschauungen in gewissem Sinne betrachtet nicht eigentlich »alternativ« sind, so wie Bier zu Wein alternativ sein mag. Unsere Anschauungen sind vielmehr zutreffend. Sie sind eigentlich auch politisch weder »rechts«, noch »links«. Die korrekte Sicht des Menschen in seiner anthropologischen Erscheinung impliziert noch lange nichts über eine bestimmte Regierungsform, Besteuerungsarten, Waffenrecht, Abtreibung, Religion oder was auch immer. Jede gesunde Nation wird zu derartigen Aspekten unterschiedliche Sichtweisen aufweisen. Ich wünsche mir lediglich eine Nation, in der die Weißen eine dauerhafte, nicht in Frage gestellte Majorität darstellen und sie ihrer eigenen Bestimmung frei von unerwünschter Einmischung anderer nachkommen können. Dies ist ein gemeinsamer Nenner dessen, was man unter Altright versteht.

[…]

DS: Abschließend, welche Chancen sehen Sie für rechte Politiker in den USA gegen den sogenannten »deep state« erfolgreich agieren zu können […]?

Es wird in den Vereinigten Staaten mit enormer Wucht an der Ideologie gearbeitet, daß anthropologische Identität belanglos wäre und rassische Vielfalt eine Stärke darstelle, was insofern unfassbar ist, da dies ja nichts anderes bedeutet, als den Weißen die Empfehlung auszusprechen, fröhlich eine Diversität abzufeiern, die das Schwinden ihres Einflusses und das Abschmelzen ihres Bevölkerungsanteils zur Folge hat. Dies ist letztendlich eine selbstmörderische Einstellung, die jedoch weit verbreitet ist.

[…]

Donald Trump denkt keineswegs so wie ich, doch er stolpert zuweilen mehr instinktiv über einige sensible Politikbereiche, auch wenn er über kein in sich schlüssiges wissenschaftlich fundiertes Menschenbild verfügt. Ich vermute, daß die Vereinigten Staaten in rassisch dominierte Enklaven zerfallen werden, ehe ein Präsident mit realistischem Menschenbild eine Wahl gewinnt.

 

DS:  Herr Taylor, vielen Dank für das Gespräch!

Geprächsführung und Übersetzung durch Sascha A. Roßmüller.

 

ZUR PERSON

Jared Taylor ist Gründer und Herausgeber der Zeitung bzw. des Medienportals American Renaissance. Er erwarb 1973 den BA für Philosophie an der Yale University und 1978 ein Diplôme des Institut d’Etudes Politiques de Paris. Seit 1994 fungiert er zudem als Berater für in Japan tätige amerikanische Unternehmen.

Taylor spricht fließend Japanisch. Seit 1994 ist er Präsident der »New Century Foundation«. Er ist Autor zahlreicher Bücher und häufiger Vortragsredner, mitunter auch an amerikanischen Universitäten.

 

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