Maria, Keira, Mia und Mireille: Mahnung an Merkels Adresse

Gefährlich: Kerzen und Pflastermalereien vor Merkels Büro

Bislang unbekannte Aktivisten (Hier ist die Bezeichnung angebracht!) haben Grabkerzen und Rosen vor dem Wahlkreisbüro der Kanzlerin in Stralsund aufgestellt. Ein Straftat liegt nicht vor, der polizeiliche Staatsschutz hat dennoch die Ermittlungen übernommen. Der Grund dürfte darin liegen, dass es sich um eine “islamkritische Aktion” der Identitären Bewegung gehandelt haben könnte.

Der Protest gegen die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin scheint hiermit eine wirkungsvolle Form gefunden zu haben: Friedlich, ohne Sachschäden zu verursachen. Selbst die Kreide, mit der die Frage „Der Islam gehört zu Deutschland?“ auf den Gehweg geschrieben wurde, dürfte im Netz länger erhalten bleiben als vor Merkels Büro.

In der Qualitätspresse darf dieser Vorgang natürlich nicht so harmlos rüberkommen. Aus diesem Grunde wurde in der Welt ein Absatz eingefügt, der die Überschrift

“Auch Schweineköpfe wurden bereits aus Protest niedergelegt” trägt.

Das trifft in diesem Falle zwar überhaupt nicht zu, nicht einmal ein Schweinchen aus Marzipan wurde am Tatort gefunden. Trotzdem ist bedeutungsschwanger die Rede davon, dass die Polizei “die Anordnung” fotografiert und die Gegenstände mitgenommen habe: „Wir haben sie sichergestellt, um die Herkunft zu klären“, so eine Sprecherin. Ganz gefährlich: Für die Grabkerzen hätte es wegen des “offenen Feuers” einer “ordnungsbehördlichen Genehmigung” bedurft. Überprüft wird nun auch, “ob wirklich mit Kreide geschrieben wurde”, denn bei Sprühfarbe wäre es eine “Sachbeschädigung”.

Es gibt zahlreichen Straftaten, bei denen man sich diese Akribie in den Ermittlungen wünschen würde. Aber offensichtlich sind Kerzen und Pflastermalereien vor Merkels Büro gefährlicher als die Übergriffe gewisser Neubürger. Auch diese Botschaft wird ihre Adressaten finden!

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