Seehofer blinkt rechts und hofft, dass ihm jemand glaubt

Jeden Tag ein neues Märchen?

Wenn es nach großen Teilen der CSU gegangen wäre, wäre Horst Seehofer dieses Jahr politisch endgültig entsorgt worden. Doch da er noch ein paar Jahre Staatsknete beziehen möchte, hat er bei Mutti Merkel gebettelt, damit sie ihm noch einen hochdotierten Ruhesitz verschafft. Sie nahm den flehenden Horst gerne an, weil sie jemanden braucht, der dem Volk erzählt, dass die Bundesregierung ab jetzt so richtig für Ordnung sorgen und knallhart durchgreifen wird. Sie selbst hat darauf keine Lust, weiß sie doch, dass Menschen, die noch halbwegs gesund im Kopf sind, ihr und ihresgleichen ohnehin nichts mehr glauben.

Völlig schmerzfrei dagegen ist Horst Seehofer, der den Bürgern vor jeder Wahl ein neues Märchen erzählt. Doch selbst seiner Partei ist aufgefallen, dass immer mehr Bürger (auch in Bayern) nicht so dumm sind, wie die CSU-Oberen sich das wünschen. Und so wurde die CSU bei der letzten Bundestagswahl gehörig abgestraft. Nun fürchtet man in Bayern um die absolute Mehrheit und hat Seehofer sicherheitshalber nach Berlin abgeschoben. Hier soll er jetzt die große Bühne der Bundespolitik nutzen, um sich erneut als Märchenonkel zu versuchen.

Nachdem er vor der Bundestagswahl gebetsmühlenartig verkündete, dass die CSU nur in eine Bundesregierung einsteigen werde, wenn es auch eine Obergrenze gibt, ist die CSU nun mit ihm in die Bundesregierung eingestiegen, ohne dass eine solche Obergrenze kommt. Was interessiert denn schon das Geschwätz von gestern?

Nun ist Märchenonkel Horst erneut auf Märchen-Tournee. Sein neuester Gag ist die Aussage, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Wer soll ihm diese großspurige Aussage abnehmen, nachdem er im letzten Jahr auch den kümmerlichen Restbestand seiner Glaubwürdigkeit verspielt hat, indem er als Obergrenzen fordernder Tiger gesprungen und weitere Massenzuwanderung absegnender Bettvorleger der Kanzlerin gelandet ist? Merkel selbst hat bereits mehrfach festgestellt, dass der Islam für sie zu Deutschland gehöre.

Die Unionsparteien haben es in den letzten Jahrzehnten immer wieder vermocht, in laufenden Wahlkämpfen rechts zu blinken und damit die Wähler für sich zu gewinnen, um anschließend links abzubiegen.

Niemand, der noch alle Sinne beisammen hat, sollte der Union jemals wieder Glauben schenken, wenn sie patriotische oder konservative Phrasen drischt.

Die Frage der Zuwanderung und der damit einhergehenden Probleme kann nur eine politische Kraft beantworten, die ihre Glaubwürdigkeit nicht an der Garderobe abgibt, um sie gegen Ministerposten einzutauschen.

Wir Nationaldemokraten erteilen der Massenzuwanderung schon seit Jahrzehnten – auch schon vor der illegalen Grenzöffnung durch Merkel am 5. September 2015 – eine klare Absage, weil wir unser Land und unsere Identität bewahren wollen.

Ronny Zasowk

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