Mit Spahn als Gesundheitsminister wird der Bock zum Gärtner gemacht

Deutschland wird künftig von einem Gruselkabinett regiert.
Jens Spahn

Die neue Bundesregierung ist eine Aneinanderreihung von fragwürdigen Gestalten. Ob es Horst Seehofer als Innenminister ist, der sich in den letzten Jahren mit keinem einzigen innenpolitischen Vorschlag zur Eindämmung der Asylkrise durchsetzen konnte oder Heiko Maas als künftiger Außenminister, der in Deutschland die Meinungs- und Pressefreiheit zu Grabe getragen hat, nun aber in fremde Länder reisen und dort die Einhaltung der Menschenrechte einfordern will: Deutschland wird künftig von einem Gruselkabinett regiert.

Für das Gesundheitsministerium läuft sich bereits das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn warm und verdeutlicht, warum er gute Chancen hat, Seehofer und Maas als Fehlbesetzung durchaus ebenbürtig zu sein. So zeigte er mit fast beispielloser Überheblichkeit, wie wenig Empathie und soziales Mitgefühl er hat, was allerdings wesentliche Eigenschaften eines Ministers sein sollten, der sich künftig um Fragen wie das unsoziale Zweiklassenmedizin-System und den Pflegenotstand kümmern müsste.

Spahn sagte mit Blick auf die Tafeln in Deutschland: „Niemand müsste in Deutschland hungern, wenn es die Tafeln nicht gäbe.“ Mit Hartz IV habe jeder das, was er zum Leben brauche. Hinsichtlich Hartz IV ergänzte er: „Hartz IV bedeutet nicht Armut, sondern ist die Antwort unserer Solidargemeinschaft auf Armut. Wir haben eines der besten Sozialsysteme der Welt.“ Auch die Höhe der Bezüge sei ausreichend: „Mehr wäre immer besser. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass andere über ihre Steuern diese Leistungen bezahlen.“

Die Äußerungen Spahns zeigen auf bemerkenswerte Art und Weise auf, wie weit sich Teile der politischen Klasse in Deutschland vom Volk entfernt haben. Was soll ein Rentner dazu sagen, der allabendlich loszieht, um die Mülleimer nach Pfandflaschen zu durchsuchen? Was sagt wohl eine alleinerziehende Mutter von zwei oder mehr Kindern dazu, die ihren Zöglingen sagen muss, was man sich alles nicht leisten kann? Was sagt auch der gut ausgebildete Akademiker dazu, der von Praktikum zu Praktikum oder von prekärer und befristeter Stelle zur nächsten weitergereicht wird, um am Ende als Bittsteller beim Amt zu landen, obwohl er viele Jahre seines Lebens in seine Bildung investiert hat?

Sicher gibt es auch Hartz-IV-Bezieher, die nicht arbeiten wollen und sich auf die faule Haut legen. Das ist aber die Minderheit! Der Nichtsnutz-Anteil unter Bundestagsabgeordneten und Bundesministern ist mit Sicherheit viel größer als bei Hartz-IV-Beziehern – und erstere müssen wir übrigens auch mit unseren Steuern bezahlen.

Mit Spahn als Gesundheitsminister wird der Bock zum Gärtner gemacht, er ist für diese Aufgabe völlig ungeeignet.

Ronny Zasowk

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