Islamischer Terror: Wurde in Magdeburg ein Raubmord verhindert?

Die Gefahr hält weiter an!

Slavery, Terrorism & Islam: The Historical Roots and Contemporary Threat [Peter Hammond]

Am letzten Donnerstag wurden in Sachsen fünf Syrer festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, als Anhänger des „Islamischen Staates“ einen Raubmord in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) geplant zu haben. Die Staatsanwaltschaft äußerte inzwischen den Verdacht, dass das Ziel der Straftat die Beschaffung von Geld für den IS gewesen sei.

Mindestens zwei der Festgenommenen mussten „wegen fehlenden Tatverdachts“ wieder freigelassen werden. Es ist davon auszugehen, dass auch sonst bald wieder zur Tagesordnung übergegangen wird. Ausnahmen gibt es natürlich: Der Name des muslimischen Terroristen Anis Amri, der Ende 2016 auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche mit einem LKW zuschlug und 12 Menschen tötete, hat es zu einem Eintrag bei Wikipedia gebracht. Andere Fälle fallen zunehmend dem Vergessen anheim.

Wer spricht heute noch von dem 16-Jährigen, der im Oktober 2016 an der Hamburger Alster von einem Unbekannten mit mehreren Stichen getötet wurde? Es war ja wieder einmal nur so ein „Einzelfall“, bei dem ein Täter mit der sattsam bekannten „südländischen Erscheinung“ zugeschlagen hatte! Kurzzeitig gab es etwas mehr Beachtung für den Fall, weil die Terrormiliz IS behauptete, dass der Messerangriff auf ihr Konto ginge. Von Täter und Tatwaffe gibt es bis heute keine Spur.

Im Juni des selben Jahres wurde eine IS-Terrorzelle aufgedeckt, die einen Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt geplant haben soll. Einen Monat später sprengte sich in Ansbach ein aus Syrien stammender Araber vor einem Café in der Nähe eines Musikfestivals in die Luft und verletzte fünfzehn Menschen. Wenige Tage zuvor hatte ein 17-Jähriger aus Afghanistan Fahrgäste in einer Regionalbahn bei Würzburg mit Axt und Messer attackiert.

Rainer Wendt

Zu Terrorserie hinzu gerechnet werden muss auch der Fall des Syrers Jaber al-Bakr, der Sprengstoff bereit hielt, um einen Berliner Flughafen anzugreifen. Selbst in der bisher fast nur aus Kreuzworträtseln bekannten Kleinstadt Aken an der Elbe hatte sich ein Kämpfer der Taliban mit staatlicher Unterstützung eingenistet. Immer wieder liest man von Razzien, die sich z. B. gegen (meist nicht asylberechtigte) Tschetschenen richten, die sich radikalisiert und der salafistischen Szene angeschlossen hatten.

Die oft gescholtenen Sicherheitskräfte schlafen also nicht. Sie kommen allerdings immer öfter an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Würden sie ihre Einsatzbereitschaft und Disziplin an den Maßstäben ausrichten, die ihnen die Politik-Darsteller in Brüssel und Berlin vorleben, hätten wir in ganz Deutschland längst libanesische Verhältnisse – auch außerhalb der bekannten Brennpunkte in den Großstädten.

Rainer Wendt, Chef der Polizeigewerkschaft, warnte vor einiger Zeit gegenüber der Wirtschaftswoche: „Das Gewaltmonopol des Staates schmilzt wie Eis in der Sonne.“ Wenn wir es nicht bald schaffen, den Rechtsstaat wieder herzustellen, könnte die Scharia in absehbarer Zeit das letzte Wort haben.

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