Magdeburg: Chaos bei der „Meile der Demokratie“?

Wem Deutschland am Herzen liegt, gedenkt der Zerstörung Magdeburgs im Januar 1945 ohnehin anders.

Am Sonnabend soll in Magdeburg die zehnte „Meile der Demokratie“ stattfinden. Das Stelldichein linientreuer Vereine und Institutionen, vom „Café Krähe“ bis zu den im Landtag vertretenen Parteien dürfte allerdings nicht so harmonisch wie im letzten Jahr ablaufen.

“Meile der Demokratie”

Bei der AfD hat man es sich nämlich nicht nehmen lassen, den „Aufruf für Toleranz“ zu unterzeichnen. Davon mag man halten was man will. Die „Zivilgesellschaft“ (oder was sich dafür hält) jedenfalls zeigt sich wenig amüsiert darüber, mit der verhassten Partei in Blau die Einkaufsmeile im Stadtzentrum zu teilen. Als erster zog der staatlich finanzierte Verein „Miteinander“ seine Anmeldung zurück, es folgten der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Flüchtlingsrat und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD).

zweifelhafte Teilnehmer (2017)

Inzwischen gibt es einen Aufruf der Gruppierung BlockMD zu einer „antifaschistischen Demonstration“. Unter dem Titel „Blau ist das neue Braun“ wollen diverse linke Jugendverbände eine Konkurrenzveranstaltung auf dem Domplatz abhalten.

Polizeistand unter Druck (2013)

Es ist zu befürchten, dass anschließend an die gewalttätigen Ausschreitungen angeknüpft wird, die schwarz gekleidete Horden im „Kampf gegen den Faschismus“ z.B im Jahr 2013 abgezogen haben. Fand sich der gesuchte Gegner nicht, musste die Polizei als Zielscheibe herhalten – notfalls auch die Asphaltkegel am Stand der Ordnungshüter auf der Meile!

In diesem Jahr gibt es mit den zwei Ständen der AfD erstmals eine mögliche neue Zielscheibe für linke Gewalt. Es bleibt zu hoffen, dass das Winterwetter die Gemüter kühlt und die Polizei ihre Aufgaben erfolgreich erfüllt! Wem Deutschland am Herzen liegt, gedenkt der Zerstörung Magdeburgs im Januar 1945 ohnehin anders.

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