Einwanderung: Luftbrücke Afrika-Europa eröffnet

Eine falsche Weihnachtsbotschaft

Gualtiero Bassetti

Gestern wurden erstmals „Flüchtlinge“ von Libyen direkt nach Italien ausgeflogen. Insgesamt 162 Personen aus Äthiopien, Eritrea, Somalia und dem Jemen wurden mit einer Militärmaschine nach Italien gebracht.

Innenminister Marco Minniti

Laut Welt haben Kardinal Gualtiero Bassetti (Vorsitzender der italienischen Bischofskonferenz) und Innenminister Marco Minniti die Gruppe begrüßt. Minniti sprach von einem „historischen Tag“: „Erstmals wurde ein humanitärer Korridor von Libyen nach Europa eröffnet. Das ist ein Anfang.“

Damit hat der gemeinsame Druck seitens afrikanischer Politiker und internationaler Nichtregierungsorganisationen Erfolg gehabt. Insbesondere mit Bildern aus libyschen Internierungslagern wurde immer wieder und intensiv an das „moralische Gewissen“ der Entscheidungsträger in Europa appelliert.

Internierungslager in Libyen

Mit dem Termin kurz vor Weihnachten geht zugleich die Hoffnung der Verantwortlichen einher, dass sich Proteste gegen diese neue Einwanderungswelle in Grenzen halten würden. Aus demselben Grunde dürfte (nach Angaben des italienischen Innenministeriums) auch die Auswahl auf „besonders Schutzbedürftige wie Frauen, Kinder und ältere Menschen“ gefallen sein.

Mit dieser Aktion der „Menschlichkeit“ ist ein weiterer Motor der Masseneinwanderung aus Afrika und Asien in Gang gebracht worden. Seine Sogwirkung wird, von Libyen ausgehend, immer weitere Dimensionen annehmen. Ein Ende ist nicht in Sicht und dürfte ganz im Sinne der Lenker der Weltpolitik sein, solange man diese Kreise weiter ungehindert schalten und walten lässt.

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