Afrika: Neue Pumpstationen der Einwanderung

Heimliche und unheimliche Schleichwege

Die Spitzenwerte der Massen-Einwanderung von 2015/16 werden derzeit nicht erreicht. Ein Grund zur Beruhigung besteht dennoch nicht. Abschiebungen finden kaum statt, fast alle, die es bis nach Deutschland geschafft haben, können bleiben.

Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit werden ausreisewilligen Afrikanern neue Möglichkeiten eröffnet, „legal“ nach Europa zu gelangen. Seit März 2017 gibt es zu diesem Zweck ein Beratungszentrum für „Jobs, Migration und Reintegration“ in Tunesien.

Gerd Müller, amtierender Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (CSU)

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat hierfür zehn Millionen Euro bereitgestellt. Vordergründig geht es um Rückkehrer, die in ihrer Heimat wieder Fuß fassen wollen. Da aber kaum jemand freiwillig zurückkehrt, hat das Migrationsberatungszentrum wenig zu tun. Zu vermuten ist auch, dass die erfolgreich abgeschobenen Wirtschaftsflüchtlinge Gründe haben, rasch unterzutauchen.

Deshalb dürften die Mittel hauptsächlich für eine andere Zielgruppe verwendet werden. Dabei handelt es sich um Ausreisewillige, „die aus Perspektivlosigkeit das Land verlassen wollen“. Das Zentrum zeigt ihnen „legale Migrationsmöglichkeiten“ nach Deutschland und klärt angeblich auch über „Gefahren illegaler Migration“ auf.

Wenn die gut bezahlten Beamten, die sicher mehr als die einst übliche „Buschzulage“ für ihren zweifelhaften „Dienst am Vaterland“ erhalten, ihren lukrativen Arbeitsplatz behalten möchten, müssen sie Erfolge vorweisen. Die einzige Möglichkeit besteht deshalb darin, möglichst vielen Tunesiern die Reise ins Land der Träume zu ermöglichen. Wenn die Messlatte niedrig liegt – was zu erwarten ist – dürften die Zahlen bald wachsen. Ergänzt um die Familienzusammenführung und der (trotz Beratung) weiter möglichen illegalen Einreise nach Europa wird so dafür gesorgt, dass der Nachschub nicht abreißt.

Doch nicht nur in Tunesien wird „beraten“. Schon länger gibt es ein solches Zentrum in Marokko, weitere sind in Nigeria, Ghana und Senegal geplant. Die Einwanderung raum- und kulturfremder Völker in unser Sozialsystem wird deshalb weitergehen, wenn diesem Treiben kein Ende geboten wird!

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