Es geht nicht um Jamaika oder Kenia – es geht um Deutschland!

Wir haben ein klares Bild von Deutschland!

Wenn man die letzten Wochen seit der Bundestagswahl so Revue passieren lässt, kommt man nicht umhin, angesichts des unwürdigen Theaters, das in Berlin dargeboten wird, mit dem Kopf zu schütteln. Parteien, die im Wahlkampf noch ganz große Unterschiede predigten und den Wählern vorgaukelten, dass sie völlig unterschiedliche Vorstellungen davon hätten, wie es in unserem Land weitergehen soll, hockten plötzlich gemeinsam in Sondierungsgesprächen und winkten debil vom Sondierungsbalkon.

Christian Lindner

Die CSU, die im Wahlkampf noch von einer Obergrenze bei der Zuwanderung schwadronierte, wollte sich plötzlich mit den Grünen ins Koalitionsbett legen, die sich für den uneingeschränkten Familiennachzug starkmachten. Alles plötzlich kein Problem mehr, da werde man schon eine Lösung finden. Dieses skurrile Schauspiel fand nun am vergangenen Sonntag ein plötzliches Ende, als FDP-Chef Christian Lindner die Reißleine zog und Jamaika beerdigte. Kaum ein Begriff beherrschte die politische Debatte in unserem Land in den letzten beiden Monaten so sehr wie „Jamaika“. Vielleicht profitiert der verarmte Karibik-Staat wenigstens von deutschen Urlaubern.

Nun wird plötzlich neben der Fortführung der großen Koalition über die Bildung einer Kenia-Koalition diskutiert. Dies wäre eine Regierung aus Union, SPD und Grünen. Was der Mehrwert dieses Bündnisses wäre, bleibt schleierhaft.

All das Geklüngel lässt eines deutlich werden: egal, ob Groko, Jamaika oder Kenia – es geht den Beteiligten nicht um Deutschland, es geht ausschließlich um das Erringen von Posten und die Schaffung von Versorgungsstellen für das eigene politische Umfeld. Deutschland ist zu einer Bananenrepublik geworden.

Allen im Bundestag vertretenen Parteien fehlt eine Vorstellung, wie Deutschland in 50 Jahren aussehen soll. Sie verwalten die sich darbietenden Probleme, sie schnüren Pakete und mauscheln faule Kompromisse aus – doch ihnen fehlt ein klares Bild von einem künftigen Deutschland.

Das ist der große Unterschied aller etablierten Parteien zur NPD. Während es bei ihnen mit Sicherheit auch den einen oder anderen Idealisten gibt, der das, was er sagt, ehrlich meint, fehlt den Bundestagsparteien ein gemeinsamer Wille, ein gemeinsames geistiges Fundament, eine Weltanschauung.

Das macht sie gegebenenfalls geistig flexibel, sie können heute so und morgen so reden. Aber das macht sie unglaubwürdig.

Die NPD hingegen verfügt über eine klare Weltanschauung, sie spricht Probleme nicht nur an, wenn sie für jeden offenkundig und vielleicht wahlentscheidend werden. Das lässt sich leicht an zwei Themen illustrieren.

Die NPD hat die Einführung des Euro schon abgelehnt und an der D-Mark als stabiler nationaler Währung festgehalten, als von Finanzkrise, Rettungsschirmen und Griechenland-Rettung noch keine Rede war, weil das Aufgaben stabiler Nationalwährungen prinzipiell falsch ist.

Die NPD hat die Massenzuwanderung schon ablehnt, als es weder Islamisierung noch Asyl- und Flüchtlingskrise gab und es sich das noch keiner zu sagen traute, weil es als „rechtsextrem“ und „rassistisch“ galt. Warum? Weil Zuwanderung gewachsene Völker und Kulturen zerstört, nicht nur in den Ziel-, sondern auch in den Herkunftsländern.

Und genau das ist auch heute angesichts einer wahlpolitisch starken AfD noch immer der Sinn der NPD: sie ist keine reine Protestpartei, die sich mal diesem, mal jenem Thema zuwendet, weil es gerade modern ist. Wir haben ein klares Bild von Deutschland! Das mag uns in den Augen unserer Kritiker unbeweglich aussehen lassen, das macht uns aber glaubwürdig.

Mit uns gibt es keine faulen Kompromisse.

Ronny Zasowk

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