„BRD heißt das System – morgen wird es untergehen!“

Von der Parole zur Realität?

So konnte man es seit Jahrzehnten bei zahlreichen Demonstrationen hören. Wirklich ernst genommen wurde die Parole meist nicht und es ist in dieser Richtung auch bislang wenig passiert. Eine geheime Studie der Bundeswehr, die dem SPIEGEL zugespielt wurde, zeigt jedoch, dass Militärplaner den Zerfall der EU für zumindest für „denkbar“  halten. Damit dürften auch der Bundesrepublik Deutschland nachhaltige Veränderungen ins Haus stehen.

„Dekaden der Instabilität“

Die Strategen entwickelten Gedankenspiele, die gesellschaftliche und politische Trends bis 2040 aufzeigen. Darunter befindet sich auch ein „Worst-Case-Szenario“, das ein „Ende des Westens in seiner jetzigen Form in den nächsten Jahrzehnten für möglich“ hält. Selbst ein Ende der scheinbar unaufhaltsamen Globalisierung erscheint möglich. Die Erweiterung der EU könnte gestoppt werden, nach Großbritannien andere Staaten die Gemeinschaft verlassen.

Wirklich positiv im Sinne der derzeit herrschenden Kräfte scheint keines der sechs Szenarien ausgefallen zu sein. Stattdessen könnte es „Dekaden der Instabilität“ geben, östliche EU-Staaten könnten sich Russland annähern. Nach Angaben des SPIEGEL wurden die Simulationen von Wissenschaftlern des Bundeswehrplanungsamtes erarbeitet. Ob sie bei den an der Tagespolitik orientierten Politkern in Berlin und Brüssel Wirkung zeigen werden, bleibt abzuwarten.

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