Die DEUTSCHE STIMME im Überblick: November 2017

Völkerfrühling oder Sezessionswahn? Katalonien und die Unabhängigkeit: Zerreissprobe für den Nationalstaat.

Liebe Leser!

Die Völker Europas sind in Bewegung geraten – und überhaupt: Wer meint, das Thema nationale Identität sei eine Fragestellung von gestern, der sieht sich bereits seit dem Zusammenbruch der Vielvölkerstaaten Sowjetunion und Yugoslawien, aber auch angesichts der jüngsten Entwicklungen weltweit eines Besseren belehrt. Auch der Katalonien-Konflikt zeigt uns das wieder überdeutlich, ganz gleich, wie man sich in dieser Frage konkret positionieren mag.

Auf den neuen Völkerfrühling, der aber ebenso gut auch als „Sezessionswahn“ aufgefaßt werden kann, geht auch Arne Schimmer in seinem Aufmacher für die November-Ausgabe der DS ein, im Innenteil unter der Rubrik PARLAMENT ergänzt durch Positionierungen Kommentare des NPD-Europaparlamentariers Udo Voigt und dessen Mitarbeiter Karl Richter.

Vor mehr als 30 Jahren, am 17. August 1987, verstarb Rudolf Heß. 41 Jahre zuvor riskierte er sein Leben, um Europa den Frieden zu bringen. Er zahlte dafür mit jahrzehntelanger Inhaftierung (die DS berichtete in Ausgabe 08/2017). Wir sprachen mit dem britischen Historiker Peter Rushton, der Einblick in freigegebene Akten zum »Fall Heß« gewinnen konnte.

Widmet sich die DS sonst schwerpunktmäßig vor allem Gegenwartsfragen, weltanschaulichen Grundsatzfragen und politischen Analysen, so brechen wir aus aktuellem Anlaß aus diesem Muster diesmal etwas aus und widmen uns neuen Erkenntnissen zum »Fall Rudolf Heß«, da wir nach der Akten-Teilfreigabe durch das britische Nationalarchiv den dort Einblick nehmenden Historiker Peter Rushton für ein Gespräch gewinnen konnten, das unser Autor Sascha A. Roßmüller für die DS führte.

Doch zurück zu den oben angesprochenen Gegenwartsfragen: In der Oktober-Ausgabe hatten wir die unrühmliche Rolle des Oberhauptes der katholischen Kirche, Papst Franziskus, bei der Migrationspolitik ansprechen müssen. Leider können wir auch in dieser Ausgabe das »realexistierende Kirchen-Christentum« nicht von Kritik ausnehmen. Was sich da bei den Regensburger Domspatzen über Jahrzehnte hinweg an Kindesmißhandlungen ereignete, ist erschütternd. Lesen Sie hierzu den Bericht von Jürgen Gansel auf Seite 5 (Hundertfacher Kindesmißbrauch).

Die dunkle Jahreszeit ist angebrochen – und Einbrecherbanden haben wieder Hochkonjunktur. Auf die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich gehen Lutz Dessau in seinem Bericht »Junge Wilde« der Hamburger Soko »Castle« im Kampf gegen Einbrecherbanden (Seite 5) und Jürgen Schützinger in seinem Kommentar Einbrecherbanden – und sonstiges Gesindel (Seite 1) ein.

 

Ein Volk steht und fällt mit seiner Landwirtschaft – oder sagen wir es weniger technokratisch – mit seinen Bauern. Doch beides oder beide stecken in Deutschland in einer existenziellen Krise – mit weitreichenden Folgen für Umwelt und Volksgesundheit sowie Versorgungssicherheit. Dem Thema Das Sterben der Bauern widmet sich daher unser Autor Michael Mayer (Seite 6, DEUTSCHLAND).

 

Wirtschaftlich noch gesund und durchaus einen Spitzenplatz einnehmend stellt sich hingegen die deutsche Werftenindustrie dar. Doch die Konkurrenz aus Fernost schläft auch hier nicht. Zu Chancen und Risiken in diesem Bereich lesen Sie die Analyse von Lutz Dessau Gute Lage im deutschen Schiffsbau auf Seite 7 (WIRTSCHAFT).

 

Die DEUTSCHE STIMME hat schon mehrfach darauf hingewiesen, daß die Problematik der illegalen Einwanderung nach Deutschland und Europa sich nicht erledigt hat, nur weil die Zuwanderungszahlen im Vergleich zum Katastrophenjahr 2015 zunächst zurückgegangen sind. Moritz Altmann geht in seinem Beitrag der Frage nach: Wie dicht ist die zentrale Mittelmeeroute nach dem Kurswechsel Italiens und Libyens wirklich? Seine Bilanz fällt ernüchternd aus (Seite 8, AUSLAND).

 

Die Kritik an Polens restriktiver Zuwanderungspolitik seitens führender BRD-Politiker war letztlich vermutlich mitverantwortlich dafür, daß Warschau kürzlich auf die alte Leier »Reparationszahlungen« zurückgegriffen hat. Die Verärgerung in der polnischen Regierung wegen des moralisch erhobenen Zeigefingers aus Berlin ist zwar verständlich und wird von uns als Retourkutsche angesehen. Berechtigt sind die Forderungen Warschaus dennoch nicht, wie Moritz Altmann in seinem Artikel 840 Milliarden Euro an Polen wegen deutscher Weltkriegstaten? darlegt.

Wie unterschiedlich die Asylpolitik in Europa gehandhabt wird, skizziert Sascha Roßmüller in seinem Bericht Ungarn bietet Christin Asyl, die in Schweden abgelehnt wurde! (AUSLAND, Seite 9)

Zwei große Interviews in einer DS-Ausgabe – das ist auch nicht alltäglich. Im Bewegungs-Innenteil WIR SELBST bieten wir ein zweites, ausführliches DS-Gespräch, diesmal mit dem britischen Politiker und ehemaligen Europaabgeordneten Nick Griffin, der uns Fragen zu der europäischen nationalistischen Partei APF (»Alliance for Peace and Freedom«) beantwortet; ein interessantes Projekt, das nicht ohne Grund von der EU-Bonzokratie ebenso vehement bekämpft wird wie hierzulande die NPD: »Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Völker wachzurütteln.« (Seite 12).

 

Der sächsische JN-Landesvorsitzende Maik Müller als Vertreter der Europäischen Solidaritätsfront für den Kosovo im serbischen Wissenschaftsfernsehen.

Über den Tellerrand blicken! will Maik Müller, der neugewählte Vorsitzende der Jungen Nationaldemokraten. Als Vertreter der »Europäischen Solidaritätsfront für Kosovo« (ESFK), einem Projekt europäischer Aktivisten, weilte er vom 1. bis 6. Oktober in der Region, wo er u.a. vom serbischen Wissenschaftsfernsehen interviewt wurde (Seite 14).

 

Mit einem Diskussionsbeitrag liefert DS-Autor Michael Mayer seinen zweiten Beitrag, diesmal zum Thema Bildungspolitik, zur November-DS. Er ist der Meinung: Unsere Schulen benötigen stärkere Unterstützung statt »ideologischer Interessen«, die unsere Bildungssystem zunehmend zersetzen würden: Anti-Nationale Bildungspolitik (PANORAMA, Seite 17).

 

 

Kultur: Im FEUILLETON stellt uns DS-Redakteur Jürgen Gansel den neuen Film »Dunkirk« vor und erinnert als Historiker an die historischen Tatsachen: In Dünkirchen: Grundstein für Deutschlands Kriegsniederlage beschreibt er – im Gegensatz zu der etwas selbstverherrlichenden Attitüde der britisch-amerikanischen Produktion, daß die Wehrmacht im Mai 1940 das britische Expeditionskorps hätte vernichten können. Doch warum kam es nicht dazu? (Seite 20).

 

Zurück zur Politik: Die zunehmende Obdachlosigkeit und Mietenexplosion für Deutsche, eindrucksvoll beschrieben von Moritz Altmann (BLICKPUNKT, Seite 23) ist eine Tatsache, die dadurch an weiterer Brisanz gewinnt, als daß ihr immer größere Anstrengungen gegenüberstehen, Wohnraum vor allem für Fremde zu schaffen. Eine Million Wohnungen fehlen – das weiß auch Safet Babic zu berichten: Volk ohne Wohnraum?, Seite 18.

 

Sie sehen, liebe Leser, auch die November-Ausgabe der DS bietet wieder eine Fülle an Hintergrund-Informationen, Analysen und natürlich auch an Argumenten im täglichen Meinungswettstreit.

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Ihr
Peter Schreiber
DS-Chefredakteur

 

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