Abteilung Märchenstunde: Bundesregierung startet Aufklärungskampagne gegen „Schleuser-Gerüchte“

Nebelkerzen statt Einwanderungs-Stopp!

Mehr als zwei Jahre nach dem Ruf der Kanzlerin in alle Welt ist nun eine Seite im Netz gestartet, die sich an potentielle Einwanderer richtet. In englischer, französischer und arabischer Sprache sollen auf RumoursAboutGermany.info die abenteuerlichsten Gerüchte über ein Leben in Deutschland mittels Fakten aus der Welt geschafft werden.

Dazu gehören Versprechen wie die von einem Begrüßungsgeld in Höhe von 2000 Euro, einem eigenen Haus, ausreichend Arbeitsplätzen und einem Kontingent in Höhe von  800.000 für Personen aus Afghanistan. Nach einer legalen und bequemen Reise soll es – falls nötig – Visa für eine Weiterfahrt nach Kanada geben.

In den Zeiten von Internet und Smartphone gibt es genügend Kanäle, um sich über die Verhältnisse im „gelobten Land“ zu informieren!

Die Frage ist jetzt, wen die Bundesregierung für dümmer hält: Die künftigen Einwanderer oder das eigene Volk! Vermutlich letzteres, denn die ungebetenen Gäste dürften selbst über ausreichend Informationen verfügen. In den Zeiten von Internet und Smartphone gibt es genügend Kanäle, um sich über die Verhältnisse im „gelobten Land“ zu informieren!

Deshalb hat es sich weltweit herumgesprochen, dass es hier sehr viel mehr Geld gibt als die genannten 2000 Euro, wenn man erst einmal am Ziel der Wünsche angekommen ist. Eine Arbeitssuche ist nicht unbedingt nötig, denn die Knete gibt es ja automatisch vom Amt. Wer sich mehrere Identitäten zulegt, kann sogar öfter abkassieren. Lässt man die Familie nachkommen, dann fließen die Mittel auch ganz legal. Die (zugegeben seltenen) Fälle, in denen für jede der vier Frauen und die dazu gehörigen Kinder eines anerkannten Asylbewerbers je ein Haus zur Verfügung gestellt wurden, dürften im Orient längst die Runde machen.

Die Erfolglosigkeit dieser Website stand schon vor ihrem Start fest. Seit 2015 läuft eine inhaltlich identische Kampagne, in deren Rahmen in Afghanistan, Pakistan, Nord- und Westafrika mit Großplakaten, Buswerbung, Blogs, TV- und Radiosendungen Aufklärungsarbeit betrieben wurde. Geholfen hat das alles nichts.

Zwei Millionen Menschen aus weltweit 200 Ländern nutzen diese Plattform jährlich. Sie werden von der Arbeitssuche über Visa-Formalitäten bis hin zu Informationen zum Umzug und der Ansiedlung in Deutschland begleitet.

Auf deutlich mehr Interesse dürfte die verlinkte Webplattform „Make it in Germany“ stoßen, die eine „legale“ Einwanderung ankurbeln soll. So wird hier auf die Frage, ob jemand „in Deutschland arbeiten oder studieren“ möchte, der Hinweis gegeben, dass es hierfür „sichere und legale Wege“ gibt. Denn: „Deutschland hat eines der gastfreundlichsten Einwanderungssysteme für hochqualifizierte Personen“. Was will man mehr!

Auf besagter Willkommens-Seite werden „Informationen zu Beschäftigungsmöglichkeiten für Facharbeiter, Techniker, Forscher und Mediziner angeboten. Etwa „zwei Millionen Menschen aus 200 Ländern weltweit“ sollen inzwischen diese Plattform jährlich nutzen. Und damit auch nichts schiefgeht, begleitet das Portal Bewerber durch den Erwerb von Arbeitsplätzen in Deutschland „von der Arbeitssuche über Visa-Formalitäten bis hin zu Informationen zum Umzug und der Ansiedlung in Deutschland“.

Fazit: Parallel zu den kaum gedrosselten Schleusen der illegalen Einwanderung werden goldene Brücken für Arbeitsmigranten aus der ganzen Welt gebaut. Doch der Gipfel der Frechheit ist es, dem Bürger das Ganze auch noch als Programm zur Verringerung des Massenzustroms zu verkaufen!

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