»Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Völker wachzurütteln.«

Vorabveröffentlichung aus der November-Ausgabe 2017 der DS: Nick Griffin (Alliance for Peace and Freedom) im Interview.

Nick Griffin, Alliance for Peace and Freedom (APF)

DS: Herr Griffin, vielen Dank, daß Sie so freundlich sind, uns in Ihrer Funktion als stellvertretender Präsident der Alliance for Peace and Freedom (APF) einige Fragen zu beantworten. Beginnen wir bei der Feststellung, daß – ganz im Gegensatz zu uns Nationalisten – die Europäische Union nicht viel mit dem europäischen Abendland gemeinsam hat. Vermutlich werden die meisten Leute noch nie etwas von einer gesamteuropäischen Parteiorganisation, wie sie die APF darstellt, gehört haben. Können Sie uns zuallererst kurz erklären, was wir uns unter einer solchen Einrichtung allgemein und mit Blick auf die APF im Speziellen vorzustellen haben?

Ursprünglich war der Gedanke pan-europäischer Parteien eine Idee der EU-Bürokraten und sollte auch nur als ein Instrument dienen, den Menschen dasjenige Handeln und die Richtung vorzugeben, das jene für sie vorgesehen hatten. Sie bemächtigten sich hierfür enormer Beträge aus dem Topf, den die Steuerzahler füllten, und alle »Mainstream«-Fraktionen bemühten sich darum, ein Stück von diesem Kuchen abzubekommen. Uns erschien es jedoch nicht fair, daß nationalistische Steuerzahler ihrerseits zwar ebenfalls in diesen Topf einzahlen, jedoch nichts daraus zurückerhielten. Die Alliance for Peace and Freedom können Sie daher auch als eine Art »Steuerrückerstattung« für nationalistische Wähler betrachten. Aber unabhängig von der Geldfrage ist der weitaus wichtigere Aspekt, daß alle Völker Europas mit den gleichen Problemen konfrontiert sind. Ganz gleich, ob wir in diesem Zusammenhang auf den Liberalismus verweisen, den Coudenhove-Kalergi-Plan – oder was auch immer man als Ursache anführen möchte – ist doch das Ziel immer das gleiche: unser kompletter Austausch. Die betrifft nicht allein Franzosen oder Polen, sondern uns alle als europäische Völker. Doch der einzige Weg, diesen Plan des großen Austauschs zu bekämpfen, besteht darin, zusammenzuarbeiten. Unsere Feinde sind vereint und international organisiert, weshalb auch wir dementsprechend denken und handeln müssen. Die Alliance for Peace and Freedom ist ein Beispiel dafür, wie ein solcher Mechanismus funktionieren kann.

DS: Wie setzt sich die APF in Europa zusammen und wie kann man Mitglied werden? Das ist einfach zu beantworten.

Es gibt Mitgliedschaften ganzer Parteien in der APF, wozu beispielsweise die NPD, die Volkspartei – Unsere Slowakei oder die Forza Nuova aus Italien und weitere Parteien unterschiedlicher Größe, verteilt über ganz Europa, gehören. Hinzu kommt – und das ist jetzt sehr wichtig für die Leser – daß auch individuelle Mitgliedschaften möglich sind. Wer mit dem Programm übereinstimmt und ein wirklich genuiner Nationalist ist, der möge sich uns anschließen und Mitglied werden – Sie sind herzlich willkommen!

 

DS: Kommen wir zu einer sehr wichtigen Frage: Was ist das ideologische Selbstverständnis der APF und welches sind ihre politischen Hauptziele? Nun, im Wesentlichen kommt dies bereits im Parteinamen zum Ausdruck.

Wir wählten die Bezeichnung Alliance for Peace and Freedom nicht aus einer Laune heraus, oder weil dies vielleicht ganz nett klingt, sondern mit Bedacht. Es ist eine Allianz zwischen Nationalisten, die zusammenarbeiten, um dieselben Ziele zu erreichen. Es geht um Frieden, wohinter die große und einfache Erkenntnis steht, daß der Frieden zwischen den Völker Europas zukunftsnotwendig ist, was uns auf die eherne Grundforderung zurückweist: Nie mehr Bruderkriege! Dies war zwar stets eine Losung, doch die Alliance for Peace and Freedom ist das Instrument, um diese Losung Wirklichkeit werden zu lassen. Und wenngleich es auch nur im kleinen Rahmen sichtbar sein mag, so sitzen im Rahmen dieser Plattform Nationalisten unterschiedlicher Nationen, die ihre historischen Reibungen und Probleme miteinander hatten, miteinander am Tisch und können hierüber und über die Zukunft sprechen. Dies ist außerordentlich wichtig. Von gegenwärtig noch größerer Bedeutung jedoch ist, daß die Europäische Union bzw. die Personenkreise des liberalistischen Establishments, die diese bestimmen, geradezu darauf versessen sind, eine Konfrontation mit Rußland auf jeder nur erdenklichen Ebene voranzutreiben. Und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Völker aufrütteln, Widerstand dagegen zu leisten. Denn letztendlich – wenngleich auch zwischen Zentral- und Osteuropa kleinere Unterschiede zivilisatorischer Natur bestehen mögen – sind wir dennoch alle Europäer. Eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Europa und Rußland wäre der desaströse Schlußakkord, der Europa zerstören würde, weshalb es allein schon deshalb überaus wichtig, ja überlebenswichtig ist, dies zu verhindern. Dann gibt es auch noch einen praxisorientierten Aspekt für uns Nationalisten: wenn wir etwa 20 Jahre oder mehr zurückdenken, war das Hauptproblem der Zerstörung unserer Völker, die Masseneinwanderung, ein Tabuthema. Kaum einer wagte es, darüber auch nur zu sprechen. Es wurde von den Leitmedien wie auch den maßgeblichen Parteien ignoriert, und einzig die kleinen nationalistischen Parteien sprachen dieses Thema an und versuchten, etwas dagegen zu unternehmen.

Diesbezüglich hat sich in der jüngsten Zeit einiges geändert. Wir sind es gewesen, die diesen entscheidenden Wandel vorangetrieben und in nahezu jedem europäischen Land dieses Tabu gebrochen hatten. Jedoch erzielten ungeachtet dessen »Fake-Nationale«, die sogenannten populistischen Parteien, die zwar nichts bewirken werden, aber immerhin darüber sprechen, Erfolge. Die Herausforderung für echte Nationalisten ist es nun, nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, wenn plötzlich andere Parteien vermeintlich Positionen von Nationalisten übernehmen. Dies ist enorm schwierig für eine einzelne politische Partei, wenn auf einmal – nicht zuletzt mit Hilfe der Medien – ein Konkurrent mit wesentlich mehr Unterstützung und Finanzkraft auftritt, der dann auch noch die eigene Botschaft kopiert. Wie darauf reagieren? Hierin liegt auch eine der wichtigen Zukunftsaufgaben der APF, sich zu einem Anziehungspunkt für einen ernstgemeinten, an die Wurzel der Probleme gehenden, ethnischen Nationalismus zu entwickeln. Wenngleich uns diese populistischen »Fake-Parteien« momentan dadurch ausbremsen, daß sie in der allgemeinen Wahrnehmung voranschreiten und der Bevölkerung suggerieren, ihre weichgespülten Forderungen wären als Lösungen geeignet, werden später dennoch umso mehr Menschen im Zuge dessen aus ihrem bisherigen Dornröschenschlaf aufwachen. Wenn wir einen Anziehungspunkt darstellen, werden diese Menschen auch für uns ansprechbar sein. Gelingt dies, dann kann der Trend, der uns augenblicklich schadet, sich zu unseren Gunsten umkehren, und dazu führen, daß wir, da nun der Boden bereitet ist, schneller und wirkungsvoller denn je wachsen.

DS: Wie gestaltet sich die Alltagsarbeit der APF, können Sie uns ihr Wirken beschreiben: handelt es sich hauptsächlich um parlamentarische Arbeit oder überwiegen außerparlamentarische Aktivitäten oder liegt der Schwerpunkt auf medialen oder sonstigen Strategien?

Unsere tägliche Arbeit fokussiert sich am zutreffendsten um den Begriff »Kontaktpflege«. Der große Vorteil an einer europäischen Organisationsform ist, daß Vieles, das unsere Sache voranbringen kann, ohne diese Plattform häufig nicht in der Breite Anwendung fände, seien es Informationen oder bestimmte Fähigkeiten. Die Alliance for Peace and Freedom organisiert einen schnellen Austausch zwischen den Nationalisten in all den Ländern, in denen wir tätig sind. Zwischen den Entscheidungsträgern der unterschiedlichen Länder findet ein täglicher Austausch statt und durch dieses Netzwerken entsteht ein gemeinsames kollektives Gedächtnis, das uns strategisch zusammenschweißt.

[Besuchen Sie die APF und folgen Sie ihr auf Facebook: https://www.facebook.com/AlliancePeaceFreedom/]

DS: Pflegt die APF auch Beziehungen in den außereuropäischen Raum und wenn ja, aus welchen Gründen?

Hier muß man definieren, was man unter Europa versteht: nur die Europäische Union oder den abendländischen Kontinent. Für EU-Europäer zählt beispielsweise Rußland zur Kategorie außerhalb Europa, doch für uns gehört Rußland ganz klar zu Europa. Wir sehen in Rußland sogar einen sehr wichtigen Bestandteil Europas. Aus diesem Grunde pflegen wir auch sehr gute Beziehungen zu einigen Gruppen in Rußland. Wir haben auch sehr gute Kontakte zu einigen Forschungsinstituten in Weißrußland. Darüber hinaus haben wir Verbindungen zur Baath-Partei im Libanon und in Syrien. Eine außereuropäische Verbindung auf der Ebene konkreter zielgerichteter Zusammenarbeit im aktiven Sinne haben wir mit der Syrischen Sozial-Nationalistischen Partei. Letzteres ist für uns von großem Interesse, da Syrien in den letzten Jahren die Frontlinie schlechthin darstellt in der globalen Auseinandersetzung um Nationalismus, Souveränität und um eine multipolare Welt gegen die liberalistisch- globalistische One- World-Elite. Daher schätzen wir diesen engen Kontakt mit der Syrischen Sozial-Nationalistischen Partei außerordentlich, die im übrigen auf mehreren politischen Ebenen eine sehr wirkungsvolle Organisation ist. Mehrere tausend ihrer Mitglieder kämpfen an vorderster Front in Syrien in einem Krieg, der im Grunde auch unser Kampf ist, da seine Auswirkungen auf nationale Souveränität und Masseneinwanderung auch uns angehen.

DS: Abschließend, was waren die zurückliegenden Höhepunkte im Wirken der APF?

Anhänger der APF bei einer Demonstration gegen das NPD-Verbotsverfahren in Brüssel.

Einer der Höhepunkte ist allein schon der Umstand, daß es uns immer noch gibt, nachdem wir im vergangenen Jahr unter kaum vorstellbaren Beschuß seitens der EU-Bürokratie gerieten, die mit allen nur denkbaren Mitteln versuchte, sich unserer zu entledigen. Doch wir widerstanden bzw. sind gezwungen, dem mit allen uns zu Gebote stehen rechtlichen Möglichkeiten zu widerstehen. Inzwischen sehen sich jene Personen, die uns fälschlicherweise diverser Verfehlungen bezichtigten und juristisch massiv gegen uns vorgingen, selbst aufgrund diesbezüglichen Mißbrauchs und Fehlverhaltens ernstzunehmenden Anklagen ausgesetzt. Wir überstanden dies und erwarten, daß absehbar unsere rechtlichen Möglichkeiten wieder vollständig hergestellt werden. Abgesehen davon darf es als Erfolg gewertet werden, daß es beispielgebend und mitwirkend durch die APF gelang, die lange Zeit in Spanien vielfach zersplitterte Bewegung teilweise zusammenzubringen. Vier Organisationen bilden in Folge dessen nun eine Einheit. Dies erachten wir als sehr wichtig und versuchen Ähnliches auch in anderen Ländern zu bewerkstelligen. Wir haben durchweg Konferenzen zu wichtigen Sachverhalten organisiert und veröffentlichten einige Bücher in verschiedenen Sprachen, um als gemeinsames Organ originär nationalistischer Ideen in Erscheinung zu treten. Aktuell zeigte unser Wirken in Sachen Netzwerken konkrete Früchte, indem es zu einem Treffen zwischen mir und ranghohen Vertretern der Schwedendemokraten kam. Die Schwedendemokraten zählen zu den etwas softeren Populisten, die den originären Nationalisten viele potentielle Unterstützer entzogen. Diese teilten mir mit, sich den Schwedendemokraten in dem Glauben angeschlossen zu haben, auf diesem Wege die Antwort auf die drängenden Probleme zu finden, dies jedoch zunehmend mit Skepsis sähen und die Lösung für Schweden und das übrige Europa womöglich doch in authentisch-nationalistischen Ansätzen erblicken würden. Dies beweist, daß wir mit unserer Strategie nicht falsch liegen. Für mich persönlich war einer der Höhepunkte eine Zusammenkunft mit Persönlichkeiten aus Polen, Deutschland und Rußland, die teilweise noch vor zwei oder drei Jahren sich aufgrund tragischer geschichtlicher Vorgänge verweigert hätten, miteinander im selben Raum zu sitzen. Dies überwunden und hier diesen bedeutenden Schritt weitergekommen zu sein, ist ein fantastisches Signal für eine nationale Zukunft Europas. Einstmals sich feindselig gegenüberstehende Personen und Gruppierungen konnten sich darauf verständigen, gewisse tragische Fehlentwicklungen zwar nicht zu vergessen, aber Geschichte sein zu lassen und sie nicht in die Zukunft zu tragen, in erster Linie, um an einer besseren Zukunft für ganz Europa zu arbeiten.

DS: Mr. Griffin, vielen Dank für das Gespräch!

Gesprächsführung und Übersetzung durch Sascha A. Roßmüller

Anmerkung der Redaktion:

Wir stellen hiermit unseren Lesern einen Beitrag aus der am 26. Oktober 2017 erscheinenden November-Ausgabe der DEUTSCHEN STIMME kostenlos und in voller Länge zur Verfügung. Die DS als Gegengewicht zu den etablierten Mainstream-Medien kann ihre Volksaufklärung auf Dauer nur dann wirkungsvoll fortsetzen, wenn ihre wirtschaftliche Basis gesichert ist. Sie können Ihren Beitrag dazu leisten, indem Sie die DEUTSCHE STIMME abonnieren, im Zeitschriftenhandel regelmäßig erwerben oder Einzelausgaben bestellen.

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