Wenn selbst Dunjas Toleranzpegel sinkt…

Angesichts von Migrantengewalt und Internet-Pöbeleien äußert selbst die linke ZDF-Frau bei Facebook immer häufiger Ihren Unmut

Dunja Hayali kann alles vorweisen, was für höchste Weihen im öffentlich-rechtlichen Gebührenfernsehen prädestiniert: als Tochter irakischer Christen hat sie einen Migrationshintergrund, als frühere Partnerin in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt sie sexuelle »Offenheit« und als Unterstützerin der Initiativen »Gesicht zeigen« und »Respekt! Kein Platz für Rassismus« tritt sie für Massenzuwanderung aus der Dritten Welt ein, um das ethno-kulturelle Gesicht Europas gründlich zu verändern. Die mit vielen Auszeichnungen bedachte ZDF-Moderatorin setzte sich auf ihre ganz eigene Weise mehrfach mit der sächsischen Bürgerbewegung PEGIDA, AfD und NPD auseinander und warnt unermüdlich vor einem Rechtsruck der Gesellschaft.

Slavery, Terrorism & Islam: The Historical Roots and Contemporary Threat [Peter Hammond]

Mittlerweile scheint Hayalis idealisiertes Bild von der multikulturellen Gesellschaft beträchtliche Risse und Flecken bekommen zu haben. Nach dem Attentat eines abgelehnten palästinensischen Asylbewerbers in einem Hamburger Supermarkt machte sie ihrem Unbehagen mit einem Facebook-Kommentar Luft. »Ein Mann läuft mit einem Messer durch einen Supermarkt und sticht auf Leute ein. Ein Schock. Und sofort fragt man sich: Terrorist? Islamist? Asylbewerber?«, schrieb sie. Schon folge die nächste Horrormeldung: »Ein Mann schießt mit einer Maschinenpistole in einer Disco um sich. Und sofort wieder der Reflex: Terrorist? Islamist? Asylbewerber?« Gleichzeitig denke sie: »Bitte laß es kein Flüchtling sein. Bitte laß es kein Muslim sein.« Die irakische Zuwanderungsbefürworterin beschrieb ihr immer bedrückenderes Ohnmachtsgefühl, das sich einstelle, wenn die Hilfsbereitschaft Deutschlands mit Mordanschlägen quittiert werde. Dann formulierte die Anti-Rechts-Journalistin geradezu Bemerkenswertes: »Da ist dieses Frustgefühl wegen der Asylbewerber, die zu uns gekommen sind, die hier jetzt in Sicherheit leben und vom Staat, von uns allen, unterstützt werden und die dann Straftaten begehen, sich respektlos verhalten, Frauen unterdrücken, Betreuer angreifen und sich Hilfsangeboten verweigern. Das geht nicht.«

Daß ihr Toleranzpegel sinkt, dokumentierte Dunja Hayali erneut bei Facebook. Das soziale Medium scheint für sie mittlerweile die Funktion eines Druckluftventils zu haben, um sich Erleichterung zu verschaffen. Nach ihrer ZDF-Talkshow vom 26. Juli zum Thema »Sind Deutsche in der Türkei noch sicher?« sah sich die Medienfrau im Netz wüsten Beschimpfungen durch in Deutschland lebende Türken ausgesetzt. Ein Facebook-Nutzer mit dem Vornamen Emre bedrohte Hayali und beschimpfte sie unter anderem als »falsche Ratte« und »Nutte«, die eine »Anti türkeischow« moderiert habe. Die fehlerstrotzende Rechtschreibung und Grammatik des Internet-Pöblers aufgreifend, schrieb Hayali zurück: »so loser wie ihr solltet euch besser nicht mit uns anlegen. Wir können auch ziemlich gemein sein Wenn wir wollen…!!« Besonders der von Emre abgekupferte Satz »Du bist genauso eine falsche Ratte wie der Rest von deinem Land« erzürnt nun viele Türken.

An deren Adresse wandte sich die ZDF-Moderatorin mit den Worten: »Emre sprach von Ratte. Er beleidigt alle in Deutschland Lebenden. Er benutzt eine Sprache, die unmöglich ist. Ich benutze schlicht seine Worte. Mir käme es nicht in den Sinn, alle Türken über einen Kamm zu scheren, geschweige denn ernsthaft so zu schreiben! Komisch ist bloß, daß die, die sich über ein angebliches Türkenbashing meinerseits aufregen, sich nicht an Emres Worten stören.« Seine Nationalität sei ihr herzlich egal. »Seine Worte sind mir nicht egal. Und die habe ich gespiegelt. Ironie nennt sich das.«

Ventimiglia

Mitte August weilte Dunja Hayali in der norditalienischen Stadt Ventimiglia an der Grenze zu Frankreich. Bei Facebook schilderte sie, wie nur 20 Kilometer von der Glamour-Metropole Monte Carlo entfernt »Flüchtlinge« notdürftig vom Roten Kreuz versorgt würden und wie angespannt die Stimmung in der alteingesessenen Bevölkerung sei. Vor zwei Jahren hätte sie mit drei Ausrufezeichen noch offene Grenzen für jedermann verlangt. Heute stellt sie lieber Fragen: »Klar ist, es können nicht alle Menschen nach Europa kommen. Doch wie helfen wir vor allem auch Italien und Griechenland, die eine Last schultern, die nicht zu tragen ist? Wie viel Zeit haben wir noch? Wie viel Zeit haben wir vertan? Wann zeigt Europa, daß es handlungsfähig ist?« Manchmal kann die bittere Realität in der Zuwanderungsgesellschaft selbst bei Linksverstrahlten Erkenntnisprozesse auslösen. Hayali steht aber erst am Anfang.

Michael Siefers

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2 Keine Kommentare in diesem Beitrag.
  • Livia
    13 Oktober 2017 at 10:35
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    Wir haben 50 Jahre Zeit versäumt in diesen Ländern Geburtenkontrolle einzusetzen, Verhütungsmittel gratis zu verteilen, statt damit Geschäfte zu machen. Ohne die Bevölkerungsexplosion hätten sich diese Gebiete mit dem halben Geld der „Entwicklungshilfe“ entwickeln können. Fortschritt fing da an wo unsere Urgroßeltern erkannt haben, daß Wohlstand „mit einem Stall voll Kinder“ nicht möglich ist. Aber mit dem Schwinden von Armut schwindet auch die Macht der Religion.

  • marion
    12 Oktober 2017 at 22:16
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    Ich kann das Wort „Flüchtlinge“ nicht mehr hören. Vor allem, wenn Asylanten das in ihrem Sinne gebrauchen. Frau Hayali ist Irakerin und braucht sich um deutsche Belange wie Zuwanderung bzw. Masseneinwanderung bzw. Masseneinschleudung nicht zu kümmern. Sie kann das in ihrem eigenen Heimatland machen. Wir brauchen hier keine Umvolkungs-Funktionäre ausländischer Herkunft, die uns Deutschen erzählen was gut oder schlecht für uns ist.

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