AfD: Spaltpilze am Werk

Die härtesten Prüfungen stehen noch bevor!

Die Bundestagswahl ist kaum vorbei, da zeigen einige der selbsternannten „Alternativen“, wonach ihnen der Sinn wirklich steht.

Die frühere Bundessprecherin Frauke Petry und ihr Mann Marcus Pretzell verlassen die Partei. Ihnen folgen zwei weitere Abgeordnete im Sächsischen Landtag. In Schwerin bildet sich gar eine neue Fraktion aus bisher vier Abgeordneten, die ihren Kollegen den Rücken gekehrt haben. Selbstverständlich behalten alle ihre Mandate und kassieren weiter Diäten auf Steuerzahlers Kosten.

Die angeführten Gründe für ihr Verhalten ähneln denen anderer Spaltpilze, die aus früheren Zeiten (kaum noch) bekannt sind. Es sind immer die anderen, die zu „radikal“, gar „nationalsozialistisch“ denken und handeln würden. Erinnert sei an einen Mirko Schmidt, der die NPD-Fraktion in Dresden im Dezember 2005 verließ, gefolgt von zwei weiteren Abgeordneten. Die von ihm mitbegründete „Sächsische Volkspartei“ scheiterte rasch – die neue Fraktion im Norden erinnert nicht nur vom Namen (Bürger für Mecklenburg-Vorpommern) her an die längst vergessene politische Totgeburt.

Bodo Ramelow

Die Krönung des schändlichen Treibens stellte die nachweisliche „Hilfe“ des Verfassungsschutzes beim „Ausstieg“ dar, die im Falle Schmidts durch energisches Nachfragen der verbliebenen Abgeordneten seitens des Innenministers eingeräumt werden musste. Derartige Erkenntnisse stehen in Sachen Petry, Pretzell und Co noch aus – verwundern würde es aber nicht, lägen die Dinge hier ähnlich.

Übrigens: Die AfD-Abgeordneten im Europaparlament (darunter Pretzell) gehen schon lange verschiedene Wege, in Thüringen hat der Überläufer Helmerich die knappe Mehrheit der rot-rot-grünen Ramelow-Regierung gerettet und auch in Magdeburg ist ein erfahrener Wanderer durch die Parteienwelt inzwischen bei der CDU angekommen.

Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis das etablierte Parteien-Kartell den Inlandsgeheimdienst auf jene AfD-Politiker hetzen wird, die sich ernsthaft bemühen, den Erwartungen ihrer Wähler nachzukommen. Diese Drohung stand in Sachsen-Anhalt und Thüringen bereits im Raum, auf Bundesebene dürfte sie bald folgen. Der Alternative für Deutschland stehen die härtesten Prüfungen noch bevor!

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