Illegale Einwanderung: Bulgarien handelt!

Grenzen dicht!

Bereits im Februar 2016 berichteten wir darüber, dass das Parlament in Sofia einstimmig dem Vorhaben der Regierung zugestimmt hat, Soldaten an die türkische Grenze zu schicken. Ziel über alle Parteigrenzen hinweg war es, ein Anwachsen der Flüchtlingsströme zu verhindern.

Eineinhalb Jahre später kann man feststellen, dass dieses Vorhaben gelungen ist. Laut Süddeutscher Zeitung ist der Zustrom von Flüchtlingen drastisch gesunken. Und weiter: „Im ersten Halbjahr 2016 wurden offiziell 7134 Migranten ohne Papiere festgenommen – von Januar bis Juni 2017 noch 1461. Bulgariens Aufnahmelager sind fast leer: Dort waren Anfang August 1513 Flüchtlinge untergebracht – und nicht einmal zu einem Drittel ausgelastet.“

Krasimir Karakachanov

Freude kommt beim Autor Florian Hassel erwartungsgemäß nicht auf. Stattdessen kritisiert er den bulgarischen Verteidigungsminister Krasimir Karakachanov, der neben regulären Grenzwachen verstärkt Militär einsetzen will. Dass er damit lediglich die Vorgaben der gewählten Volksvertreter umsetzt, unterschlägt er geflissentlich. Dafür wird der Artikel mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten aus einem Interview garniert, das Karakachanov kürzlich der Welt gegeben hat. Hinweise auf eine führende Mitgliedschaft im „nationalistisch-populistischen“ Wahlbündnis „Vereinigte Patrioten“ und enge Kontakte zu Russland sollen das negative Gesamtbild abrunden.

Lächerlich wird es, wenn auf die grassierende  Korruption in Bulgarien verwiesen wird. Gerade diese Tatsache hätte – neben der wirtschaftlichen Schwäche des Balkanstaates – eine Aufnahme in die EU eigentlich verhindern müssen. Jetzt stellt sich heraus, dass dieser arme, korrupte Staat mehr für die Sicherung der Außengrenzen der Europäischen Union tut, als ihre führenden Vertreter!

Der bulgarische Verteidigungsminister findet klare Worte zum Thema: „Wir können nicht zulassen, dass weiterhin illegale Migranten massenweise nach Europa kommen. Wir sollten in Italien und Griechenland Truppen von Nato oder EU einsetzen und die Außengrenzen der Europäischen Union notfalls mit Waffengewalt verteidigen. Wenn die illegalen Migranten dann sehen, dass sie nicht mehr durchkommen und keinen Fuß mehr auf europäischen Boden setzen können, werden sie zu Hause bleiben.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

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