Von Arbeit muss man leben können!

Arbeit darf nicht arm machen!

Während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem am Wochenende anstehenden G20-Gipfel in Hamburg (der rund 400 Millionen Euro verschlingen soll) mit den Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industrienationen über die Armut in der Welt – vor allem in Afrika – unterhalten will, wurden nun alarmierende Zahlen aus Deutschland veröffentlicht.

Gebäude der Hans-Böckler-Stiftung
WestInvest-Gebäude

Einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zufolge lebt jeder zehnte Berufstätige in Deutschland in Armut. In keinem anderen europäischen Land ist die Zahl der Erwerbstätigen, die ihre kargen Bezüge aufstocken müssen, um halbwegs über die Runde zu kommen, in den vergangenen Jahren so massiv gestiegen wie in Deutschland.

Im Jahr 2004 lebten rund 1,9 Millionen Erwerbstätige in Armut, mittlerweile sind es mit 4,1 Millionen mehr als doppelt so viele. Die Armutsquote unter Berufstätigen liegt somit aktuell bei 9,6 Prozent.

Ulrike Mascher

Die Studie zeigt auch klar die Ursachen dieser Entwicklung auf, die nicht nur soziale Verwerfungen in der Gegenwart, sondern auch massenhafte Altersarmut in der Zukunft hervorruft. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, sagte dazu: „Die Zahlen machen erneut deutlich, dass wir endlich eine Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik brauchen.“ Einkommensarmut habe laut Mascher später Altersarmut zur Folge. So sind strenge Zumutbarkeitsregeln, rigide Auflagen für den Bezug sozialer Leistungen und scharfe Sanktionen vonseiten der Arbeitsagenturen die Ursachen für verstärkte Erwerbsarmut.

Immer mehr auch qualifizierte Arbeitslose werden gezwungen, jede auch noch so schlecht bezahlte und mit geringem Stundenumfang versehene Stelle anzunehmen. Die Autoren der Studie stellen mit Blick auf geschönte Arbeitsmarktstatistiken fest: „Offensichtlich ist der Zusammenhang zwischen Beschäftigungswachstum und Armut komplizierter als gemeinhin angenommen.“

Die offiziellen Zahlen zufolge verbesserte Arbeitsmarktsituation basiert zu großen Teilen auf dem Anwachsen von Teilzeitstellen, anderen atypischen Beschäftigungsverhältnissen und des Niedriglohnsektors. Die Massenzuwanderung nach Deutschland hat weitere Verwerfungen zur Folge, weil sie zu enormem Druck auf die Löhne führt.

Die NPD vertritt konsequent die Position, dass man von Arbeit leben und seine Familie ernähren können muss. Arbeit darf nicht arm machen! Wenn wir verhindern wollen, dass in Zukunft Millionen Rentner in Existenznot leben, müssen wir für armutsfeste Löhne sorgen!

 

Ronny Zasowk

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