„Islamischer Staat“ ruft den totalen Krieg aus!

Explosives zum Ramadan 2017

Sascha A. Roßmüller

Unmittelbar nachdem sich der IS zum feigen Anschlag in Manchester bekannte, kündigte er eine weitere Terrorserie in eben solcher unsoldatischen Manier gegen Nichtkombattanten an. Anläßlich des Beginns des diesjährigen muslimischen Fastenmonats Ramadan streute der IS einen Aufruf an seine Sympathisanten außerhalb der von ihm noch kontrollierten Territorien, einen „totalen Krieg“ zu führen, indem explizit betont wurde, die Zivilbevölkerung in Europa und den USA auf den Straßen, in Märkten, an ihren Treffpunkten und sogar in ihren Heimen anzugreifen. Das Attackieren von Bürgern und Unschuldigen sei äußerst wirkungsvoll und werde begrüßt, weshalb sie zur Tat voranschreiten mögen, um den Lohn der Märtyrer zu erlangen, lautete die kranke Botschaft dieser radikalislamistischen Verbrecherorganisation. Die IS-Führung berief sich in ihrem Terroraufruf mit den Worten, der Ungläubige und dessen Mörder werden sich nicht in der Hölle treffen, auf den Propheten. Ein unzweifelhafter Beleg dafür, welch eine ausgesprochene Lüge doch die Indoktrinationsrhetorik der etablierten Toleranzapostel darstellt, der heutige Terrorismus hätte nichts mit dem Islam zu tun.

Die Vergangenheit zeigt – statistisch eindeutig belegt – daß manche Islamisten den Ramadan nicht allein als Zeit gewissen Abstinenzverhaltens, sondern diesen durchaus als ein dem Dschihadismus und dem Märtyrertum geweihten Monat betrachten. Aus diesem Grunde rufen auch dschihadistische Organisationen, wie der IS, dazu auf, während ihres heiligsten Monats Anschläge zu verüben. Daher wurde schon häufig in dieser Zeit eine Spitze terroristischer Aktivitäten verzeichnet. „Haltet Euch bereit, das Wort Allahs zu ergründen und befragt Gott, was erforderlich ist, um diesen Monat allerorts zu einem Fluch für die Ungläubigen werden zu lassen“, heißt es in der aktuellen IS-Ramadan-Botschaft 2017. Allein im vergangenen Jahr töteten nur während des Ramadan dem islamistischen Extremismus zuzurechnende Terroristen wenigstens 420 Menschen und verletzten etwa 730 weitere, was befürchten läßt, daß die kommenden Wochen erneut zu den blutigsten der vergangenen Jahre werden könnten. Der aktuelle Ramadan-Terroraufruf stellt auch eine wütende Reaktion gegen die Beschränkungen der Ausreisemöglichkeiten für IS-Anhänger ins selbsternannte IS-Kalifatsgebiet dar, wird darin schließlich mit Bezug darauf gefordert, vor unserem Angesicht das Tor des Dschihads zu öffnen.

Wenn man besieht, wie schnell in Deutschland unbedeutende Kleinstkameradschaften aufgrund illegaler Silvesterkracher aus Tschechien ohne signifikante Vorfälle zu vermeintlichen Terrorzellen gestempelt und nicht nur vor Gericht gezerrt, sondern unmittelbar in Untersuchungshaft genommen werden, kann man sich wohl berechtigt die Frage stellen, weshalb nicht die seitens der Sicherheitsbehörden als sogenannte Gefährder eingestuften Islamisten vorsorglich ebenso festgesetzt werden können. Wie oft mußte man schon unsägliche Erklärungen über sich ergehen lassen, weshalb es nicht möglich war bzw. woran es scheiterte, gewisse Personen in Haft zu nehmen und/oder abzuschieben, und zwar zumeist nach bereits erfolgten Anschlägen. Es wäre längst eine national verantwortliche Politik überfällig, die verkündet, was getan werden kann und dies auch unverzüglich umsetzt, anstatt stets nur Ausflüchte für ihr Versagen abzusondern.

Wolfgang Schäuble

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble fiel allerdings im Deutschlandfunk am Mittwochabend nach dem Manchester-Anschlag erneut weiter nichts ein, als zu verkünden, daß die zunehmende Zahl an Muslimen in Deutschland keine Bedrohung darstelle, sondern eine Gelegenheit zum Lernen. Für Schäuble sei es eine nüchterne Tatsachenfeststellung, daß der Islam zu Deutschland gehöre, konnte man weiter erfahren. Diese aus einer fatalistischen Überfremdungsakzeptanz gespeiste kulturelle Selbstaufgabe ist Beleg für den Verzicht jeglichen gesellschaftspolitischen Gestaltungsanspruches und zudem zutiefst undemokratisch gegenüber dem eigenen Volk, dem man eine Entwicklung zu tolerieren zumutet, ohne es zu dieser zu befragen. „Christen und alle, die in Deutschland leben, können von der rasch anwachsenden muslimischen Bevölkerung lernen“, lautete die Meinung des Ministers so kurz nach dem Vorfall in Manchester, obgleich er ungeachtet seines offensichtlich himmelschreienden Realitätsverlusts im selben Gespräch feststellte, daß Politik mit der Konfrontation mit der Wirklichkeit beginne.

Beata Szydło

Um wie viel anders klingt da doch die Mahnung der polnischen Premierministerin Beata Szydlo mit Blick auf islamistischen Terror: „Europa erhebe dich von deinen Knien und deiner Lethargie, oder du wirst jeden Tag über deine Kinder weinen! Wenn sie nicht sehen, daß nun terroristische Gefahr Realität ist, die jedes Land in Europa verletzen kann,…dann gehen sie Hand in Hand mit denen, die gegen Europa diese Waffe einsetzen, gegen uns alle. Und es muß deutlich und klar gesagt werden, das ist ein Angriff auf Europa, auf unsere Kultur und auf unsere Tradition.“ Und auch die Worte des in Bangladesch geborenen muslimischen Psychiaters Tanveer Ahmed aus Sydney nach dem Manchester-Anschlag weisen im Vergleich zu Wolfgang Schäubles Propagandafloskeln einen um ein Vielfaches höheren Realitätsbezug auf, wenn Tanveer Ahmed das Versagen des Multikulturalismus diagnostiziert, eine Beschränkung muslimischer Zuwanderung fordert und der Öffentlichkeit ein Recht zuspricht, über den islamistischen Extremismus besorgt zu sein. – Der Verzicht auf noch mehr islamische Zuwanderung wäre der begrüßenswerteste Ramadan-Verzicht für Deutschland und Europa!

Sascha A. Roßmüller

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