Bundeswehr: Bilderstürmer am Werk!

Jetzt wird auch Altkanzler Helmut Schmidt entnazifiziert!
Außerordentlicher Parteitag der SPD in der Westfalenhalle Dortmund

Aus Bundeswehrkreisen sind Berichte bis zu etablierten Medien wie „BILD“ oder „Focus“ durchgedrungen, nach denen in den Kasernen hektisch nach „Devotionalien“ aus der NS-Zeit gesucht wird.

Jetzt hat es auch ein Foto von Helmut Schmidt (†96, SPD) getroffen. In der nach dem früheren Kanzler benannten Bundeswehr-Universität in Hamburg ist ein Foto des Namensgebers entfernt worden, das Schmidt in Wehrmachts-Uniform zeigt.

Ob es bei der Bilderstürmerei bleibt oder ob sein Name ganz getilgt wird, dürfte sich bald zeigen. Schließlich war der sozialdemokratische Politiker während des Krieges Oberleutnant der Luftwaffe und hat durchweg positive Beurteilungen von seinen Vorgesetzten erhalten. Zudem ist von ihm der Ausspruch überliefert, dass er „immer das Gefühl besonderer Zuversicht“ gehabt habe, wenn die Waffen-SS neben ihm kämpfte. Helmut Schmidt, der 2015 starb, wurde schon zu Lebzeiten von den hauptamtlichen Vergangenheitsbewältigern angegriffen, was aber damals stets folgenlos blieb.

Laut „Focus“ werden inzwischen „möglicherweise verfängliche Schriftzüge mit Spraydosen übersprüht und Teile historischer Standarten herausgeschnitten“, selbst Fahnen des Roten Kreuzes fallen unter den Verdacht, politisch nicht mehr tragbar zu sein.

Der politische „Führung“ oder besser: Dem Personenkreis, der sich dafür hält, sollte möglichst bald klar gemacht werden, dass er es ist, der untragbar geworden ist. Es wäre übrigens nicht das erste Mal in der deutschen Geschichte, dass politische Fehlbesetzungen die Unterstützung verlieren und davon gejagt werden. 1989 lässt grüßen!

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