Parole: „Weiter so!“

"Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff!"

Wahlsonntage ziehen meist zahlreiche Diskussionen nach sich. Diesmal sind die Nachlesen allerdings beinahe überflüssig.

In Schleswig-Holstein haben die Wählerwanderungen innerhalb des etablierten Parteienkartells stattgefunden. Es ist nur noch nicht sicher, ob der künftige Ministerpräsident mehr oder weniger Haare auf dem Kopf haben wird und welche Vielfarbenkoalition ihn dabei unterstützt. Die Piraten sind gar nicht überraschend aus dem Landtag geflogen, die AfD ebenso erwartungsgemäß eingezogen. Allerdings hat ihr Höhenflug bereits bei 5,9 Prozent sein Ende gefunden. Wir erinnern uns: Vor 25 Jahren kam die DVU immerhin auf 6,3 Prozentpunkte!

Beklagt wird nun, dass der Wahlkampf der AfD in Schleswig-Holstein praktisch nicht stattfinden konnte, weil  es vielfache und teilweise gewalttätige Behinderungen gab. So sollen von 12.000 Wahlplakaten 10.000 zerstört worden sein und Wirte, die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen wollten, wurden bedroht und eingeschüchtert. Eine Sauerei – ohne Zweifel!

Doch das ist nicht neues. Mit diesen Zuständen hatte einst auch die DVU zu kämpfen. Republikanern, Schill-Partei, Pro Deutschland, NPD und anderen erging (und ergeht, soweit noch vorhanden) es nicht besser. Der Bundesbürger hat es hingenommen, schließlich klebte auf all diesen Parteien das Etikett „Nazi“ und man war ja nicht selbst betroffen. Nun trifft es die AfD, was wenig überrascht.

Emmanuel Macron

Auch in Frankreich heißt es „Weiter so!“ Emanuelle Macron konnte überraschend klar die Präsidentschaft für sich gewinnen. Ob er mit diesem Ergebnis glücklich werden wird, ist aber alles andere als sicher. Er hat eine Marine Le Pen im Nacken, die so stark wie noch nie zuvor bei Wahlen abgeschnitten hat. Die schwache Wahlbeteiligung und das Fehlen einer eigenen Parteibasis schlagen ebenfalls negativ zu Buche.

Man darf auch nicht vergessen: Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, dass Macron nach heftigen Protesten gegen seine Wirtschaftspolitik zurücktreten musste. Was für die Imperien von Rothschild oder Goldman Sachs von Interesse ist, dürfte bei den Bürgern auch künftig auf wenig Gegenliebe stoßen. Und ob der ehemalige Banker alle Wünsche über Eurobonds und andere Mittel zu Plünderung deutscher Kassen erfüllen kann, bleibt abzuwarten.

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