Förderschüler will Entschädigung

Eine Welle weiterer Klagen könnte bevorstehen.

Auf diese Idee muss man erst einmal kommen: Das Land Nordrhein-Westfalen wurde unlängst von einem ehemaligen Förderschüler verklagt. Er glaubt, zu Unrecht als „geistig behindert“ eingestuft worden zu sein und verlangt rund 38.000 Euro als Entschädigung für eine angeblich entgangene berufliche Karriere.

Was wie ein Witz klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Der 20jährige Nenad M. tut nichts anderes, als aus diesem Staat herauszuholen, was möglich ist. Und dies, seitdem er im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland kam. Die aus Serbien stammenden Roma (gelegentlich auch „Rotations-Europäer“ genannt) haben es geschafft, sich hier dauerhaft niederzulassen. Die Berichte in den Qualitäts-Medien schweigen sich darüber aus, welche Summen an Geld für Unterbringung, Verpflegung und sonstige Bedürfnisse bisher geflossen sind und voraussichtlich noch fließen werden.

Da Nenad M. die deutsche Sprache nicht beherrschte, hatte er entsprechend schlechte Karten bei der Einschulung und wurde auf eine Schule für geistige Behinderung geschickt. Grundlage war ein IQ-Test, der jetzt als falsch dargestellt wird. Natürlich ist das verkannte Talent nicht selbst auf die Idee gekommen, sich vor Gericht Schmerzensgeld und Schadenersatz zu erstreiten. Ein „stadtbekannter Aktivist“ (inzwischen verstorben) und ein Kölner Elternverein unterstützten ihn in seinem Vorhaben.

Noch ist das Urteil nicht gefällt. Sollte es positiv für den Kläger ausfallen, dürfte es eine Welle weiterer Klagen nach sich ziehen. Nicht nur „benachteiligte“ Neubürger könnten ihre vermeintlichen Rechte einfordern, sondern im Prinzip jeder, der eine Förderschule besuchen musste. Das Zauberwort „Inklusion“, das allen Eltern die Möglichkeit gibt, ihren Kindern trotz geistiger oder körperlicher Behinderung den Besuch den Besuch „normaler“ Schulen zu ermöglichen, könnte auch im Nachhinein wahre Wunder bewirken.

In Nordrhein-Westfahlen ist vieles anders. Fehlentwicklungen kommen im rot-grünen Biotop besonders schnell voran. Auch zeitweilige Unions-Regierungen konnten daran bisher nichts ändern. Ein Systemwechsel scheint jedoch nicht in Sicht zu sein. Noch nicht!

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