Anschlag in Düsseldorf: „Verfassungsschutz“ hatte seine Hände im Spiel!

Neue Erkenntnisse, 16 Jahre nach dem "Aufstand der (Un-)Anständigen“

Wir erinnern uns: Im Juli 2000 erschütterte ein Sprengstoffattentat am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn das Land. Zehn Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, ein ungeborenes Kind starb. Für einen bald darauf erfolgten Anschlag auf die Düsseldorfer Synagoge wurden ebenfalls „Rechtsextremisten“ verantwortlich gemacht.

Die dann einsetzende allgemeine Hysterie mündete in den von Kanzler Schröder ausgerufenen „Aufstand der Anständigen“, dem das erste gescheiterte Verbotsverfahren gegen die NPD folgte. Später stellte sich heraus, dass das Attentat vom 2. Oktober von einem 19jährigen Palästinenser und einem 20jährigen Marokkaner als Racheakt gegen Juden und den Staat Israel inszeniert worden war.

Die Täterschaft in Sachen Wehrhahn konnte zunächst nicht geklärt werden. Erst mehr als 16 Jahre später wurde ein damals bereits Verdächtiger dingfest gemacht. Dem mutmaßlichen Bombenleger Ralf S. werden zwar Kontakte in die „rechte Szene“ nachgesagt, zu den Nationaldemokraten hatte er jedoch selbst nach neuesten Erkenntnissen keine Beziehungen. Dafür hat sich jetzt herausgestellt – wieder einmal – dass der Verfassungsschutz seine schmutzigen Finger im Spiel hatte.

Laut „Spiegel“ hatte ein V-Mann des Landesamtes „engen Kontakt zum mutmaßlichen Bombenattentäter von Düsseldorf“. Man ließ jedoch – wie so oft – die „Polizei über seine Quelle jahrelang im Unklaren.“ Der Fall erinnert fatal an den Brandanschlag von Solingen 1993, bei dem der Leiter einer Kampfsportschule als bezahlter Spitzel eine üble Rolle spielte. Das zweifelhafte Handeln des Inlandsgeheimdienstes, den „NSU“ betreffend, füllt mittlerweile ganze Bände.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden am Ende der Ermittlungen zahlreiche Fragen offen bleiben. Eines jedoch steht fest: Ein Geheimdienst, der sich auf Personen verlässt, die als „Junkie, Dealer, Weiberheld und chronisch pleite“ beschrieben werden, gehört aufgelöst und entsorgt!

Print Friendly, PDF & Email

verwandt mit:

Watch Dragon ball super