Hunderttausende Afrikaner setzen im Vertrauen auf »Seenotrettung« zum Sprung nach Europa an

EU-Marinemission »Sophia« legalisiert die illegale Massenflucht über das Mittelmeer

Im Juni 2015 schockte der Wirtschaftswissenschaftler Gunnar Heinsohn die kritische Öffentlichkeit mit der Warnung vor 950 Millionen wanderungswilligen Afrikanern und Orientalen, die um die Jahrhundertmitte nach Europa drängen würden.

Moritz Altmann

Im Artikel »Wie viele Afrikaner nach Europa?«, für den er die Zahlen einer Gallup-Umfrage von 2009 zur Auswanderungswilligkeit in Afrika und den »nichtafrikanischen Araberländern« bis zum Jahr 2050 hochrechnete, kam er auf die Zahl von 950 Millionen Invasionswilligen.

Angesichts der beispiellosen Bevölkerungsexplosion in Afrika ist das grenzoffene Europa existentiell bedroht. Im Jahr 2050 werden auf dem Schwarzen Kontinent statt 1,2 Milliarden (2015) rund 2,4 Milliarden Menschen leben. Nach Berechnungen der UNICEF wird 2040 die Hälfte der Menschheit unter 25 Jahren afrikanisch sein. Die UNO korrigierte unlängst ihre Bevölkerungsprognose für Afrika auf 4,4 Milliarden im Jahr 2100 hoch, weil eine afrikanische Frau im Durchschnitt 4,7 Kinder gebiert.

Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Gunnar Heinsohn. (Quelle: By Freud (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons)

Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Gunnar Heinsohn. (Quelle: By Freud (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons)

Vor diesem Hintergrund ist das EU-Gebaren im Mittelmeer ein zur Selbstzerstörung Europas führender Wahnsinn. Alleine im August 2016 erreichten offiziell 23000 afrikanische Bootsmigranten Italien. Von Januar bis August 2016 gelangten nach Frontex-Angaben fast 118000 Ausländer alleine über die zentrale Mittelmeerroute illegal nach Europa. Ausgangspunkt dieser Route ist fast immer Libyen. Neben Maghrebinern nutzen vor allem Nigerianer, Eritreer und Sudanesen diese trotz einzelner Todesfälle immer risikoloser werdende Fluchtroute.

Die westliche Mittelmeerroute nach Spanien nutzten in den ersten acht Monaten dieses Jahres offiziell etwa 5000 Menschen vor allem aus Guinea und der Elfenbeinküste. Darüber hinaus gibt es eine Seeroute von Ägypten Richtung Apulien und Kalabrien und die trotz des Flüchtlingsdeals zwischen der EU und der Türkei immer noch genutzte östliche Mittelmeeroute mit dem Zielpunkt Griechenland. Nach Expertenschätzungen warten alleine in Libyen mehr als 250000 Schwarzafrikaner auf die nächstbeste Gelegenheit zur Überfahrt nach Europa.

Trotz der Todesfälle ist die zentrale Mittelmeerroute immer ungefährlicher geworden. Grund ist die EU-Marinemission »Sophia«, die der Öffentlichkeit als humanitäres Seenotrettungsprogramm verkauft wird. In Wirklichkeit steigert sie die Fluchtneigung von Afrikanern ins Unermeßliche und ist ein Konjunkturprogramm für die Schlepperindustrie. Die Welt titelte am 19.06.2016 richtigerweise: »EU-Marinemission ›Sophia‹ bringt Flüchtlinge nach Italien.«

Nie war das Schleuser-Geschäft dank »Sophia« so leicht wie in diesem Jahr: Die Schlauchboote müssen bloß ein paar Seemeilen von der libyschen Küste entfernt sein und schon kommt die freundliche EU-Marine, um die Afrikaner mit Kost, Logis und Asylanspruch nach Europa zu geleiten.

Schlepper-Unwesen wird gefördert

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Es ist ein Skandal erster Güte, daß die Marine den Schlepperbanden ihre schmutzige Arbeit noch abnimmt, indem sie die Invasoren durch das Mittelmeer schippert und illegale Zuwanderung damit legalisiert. Vielmehr müßten die Flüchtlingsboote abgefangen, die Insassen umgehend an ihre Herkunftsküsten zurückgebracht und die Schleuserboote konfisziert und zerstört werden. Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat genau das im Sommer 2016 gefordert. Hunderttausenden in Nordafrika wartenden Migranten müsse klar werden, daß »die Rettung aus Seenot nicht mit einem Ticket nach Mitteleuropa verbunden ist«. Kurz betonte: »Die EU sollte klar festlegen: Wer illegal versucht, nach Europa durchzukommen, soll seinen Anspruch auf Asyl in Europa verwirken.« Der Österreicher plädierte für die Übernahme des australischen Modells. »Die australische Marine startete eine Grenzschutzoperation, fing Flüchtlingsboote vor der Küste ab, brachte die Menschen zurück in ihre Ursprungsländer oder in Zentren nach Nauru und Papua-Neuguinea «, so Kurz.

Diese Rückführungspolitik würde sich in Afrika wie ein Lauffeuer herumsprechen und niemanden mehr in die Boote locken. Im November 2016 meldete sich Gunnar Heinsohn mit einem Artikel unter der Frage »Wie soll Europa 800 Millionen Afrikaner versorgen?« erneut zu Wort. Laut seiner neuesten Berechnung stünden im Jahr 2050 bei unverändertem Fluchtwunsch 800 Millionen Afrikaner für die Flucht in die EU »bereit«. Im schrumpfenden Europa müßten 450 Millionen Einheimische für sie wirtschaftlich aufkommen. Selbst nach dieser massiven Abwanderung aus Afrika stiege die dortige Bevölkerung immer noch um 400 Millionen.

Noch dramatischer fällt die Diagnose mit Blick auf die jungen Alterskohorten aus. Heinsohn schreibt: »Europa bis zum Ural barg 2015 rund 140 Millionen Menschen unter 18 Jahren. Sie sind die Zukunft. Für 2050 werden nur noch 130 Millionen erwartet. Gesamt- Afrika (jetzt mit dem prekären arabischen Norden) hat heute 540 und 2050 rund 1000 Millionen Einwohner im selben Alter.« Kühl rechnend fragt der Alt-68er: »Die hiesigen Jugendlichen reichen nicht einmal aus, um die hiesigen Alten zu versorgen. Wie soll dann jedes dieser seltenen Geschöpfe nebenher noch vier oder (2050) acht Afrikaner für Hightech fit machen, ohne die der Schwarze Kontinent keine Zukunft gewinnt? « Wenn Europa nicht endlich eine rigide Abschreckungspolitik betreibt, ist sein ethnokulturelles Todesurteil gesprochen.

Dieser Beitrag stammt aus der Januar-Ausgabe 2016 der Monatszeitung DEUTSCHE STIMME. Die DS können Sie hier abonnieren:

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